Jährlich erkranken 12,7 Millionen an Krebs

26. September 2011, 10:04

21,4 Millionen Fälle im Jahr 2030 - Dann 13,2 Millionen Opfer - Stark ansteigende Zahlen vor allem wegen Bevölkerungsentwicklung

Stockholm - Erst vor wenigen Tagen konferierten die Regierungschefs der internationalen Staatengemeinschaft bei der UNO-Generalversammlung zum Thema der nicht übertragbaren Erkrankungen. Nach den Herz-Kreislaufleiden (48 Prozent der Todesfälle) steht Krebs (21 Prozent) bereits an zweiter Stelle der Todesursachen weltweit.

Die Zahlen werden sich in den kommenden Jahren vor allem wegen der Bevölkerungsentwicklung mit immer mehr alten Menschen noch deutlich erhöhen, ist aus den Berechnungen zu erkennen, die beim Europäischen Krebskongress (EMCC/23. bis 27. September/Stockholm) aufliegen. Die Daten im Einzelnen:

  • Auf der Basis des Jahres 2008 gab es 12,7 Millionen Krebs-Neudiagnosen weltweit bei 7,6 Millionen Todesopfern.
  • Die Entwicklungsländer stellen mit 56 Prozent der neuen Fälle und 63 Prozent der Opfer - ein Hinweis auf die deutlich schlechtere medizinische Versorgung - bereits die am meisten betroffenen Regionen dar.
  • In der EU sind für 2011 rund 1,3 Millionen Krebs-Todesfälle prognostiziert.
  • Für das Jahr 2030 werden weltweit 21,4 Millionen Krebserkrankungen - bei 13,2 Millionen Todesfällen - vorhergesagt. In Europa (inklusive Nicht-EU-Staaten) sollen es im Jahr 2030 vier Millionen Neuerkrankungen und 2,3 Millionen Todesfälle sein.

Die häufigsten Krebs-Neuerkrankungen weltweit (2008):

  • Lungenkrebs (1,1 Millionen Männer, 516.000 Frauen)
  • Brustkrebs (1,4 Millionen)
  • Dickdarm- und Enddarmkrebs (664.000 Männer, 571.000 Frauen)
  • Magenkrebs (640.000 Männer, 349.000 Frauen)
  • Prostatakrebs (900.000)
  • Gebärmutterhalskrebs (530.000)
  • Leberkarzinome (523.000 Fälle bei Männern, unter Frauen nicht in den vorderen Plätzen)
  • Speiseröhrenkarzinome (326.000 Fälle bei Männern, unter Frauen nicht in den vorderen Plätzen)
  • Gebärmutterkrebs (288.000 Fälle)

Die sechs häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen machen bereits 7,7 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr aus. Männer sind mit 6,6 Millionen Fällen im Vergleich zu den Frauen mit sechs Millionen Neuerkrankungen überrepräsentiert. In Europa (inklusive Nicht-EU-Staaten) waren 2008 (exklusive Weißer Hautkrebs) Dickdarm- und Enddarmkrebs sowie Brustkrebs (13,5 bzw. 13,2 Prozent aller Neuerkrankungen) die häufigsten bösartigen leiden. Dann folgten Lungenkarzinome mit einem Anteil von 12,1 Prozent und Prostatakarzinome (11,6 Prozent). (APA)

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18 Postings

ausschlaggebend ist die zahl der unter 50jährigen neuerkrankten, dafür müßte die verantwortlichen faktoren gefunden werden, z.b. zunahme der umweltverschmutzung, der nahrungsmittelproduktion, der lebenslang eingenommen hormone. ich bin z.b. von der langzeitschädlichkeit der antibabypille überzeugt und denke, daß die gestiegenen krebserkrankungen der geschlechtsorgane damit in zusammenhang stehen.

die Büchse der Pandora geöffnet: Radioaktivität in der Nahrung + Gentechnik

Nahrung die anderswo zu hoch belastet ist, wird lustig in der EU verkauft

http://blog.greenpeace.de/blog/tag/atomkraft/

Man denke auch an die importierten Eierschwammerl...

Lungenkrebs Nummer 1 - der Großteil der Fälle vermutlich selbst verschuldet (Qualmerei) - so blöd ist der Mensch.

oder durch Krypton 85 bzw. Tritium

was solls, wir haben ja eh die tolle chemotherapie mit den wahnsinns erfolgsquoten!

genau!

und dank welcher (schreibt man das so?) ich nicht nur geheilt bin (nh lymphome), sondern auch eine - angeblich tolle - neue frisur hab ;o)

Ist gar das Essen schuld?

Ich frage mich schon, ob dieses rasante Ansteigen von Krebserkrankungen nicht doch etwas mit der (Nicht)Qualität der europäischen Lebensmittel zu tun hat.

Tomaten, die niemals ein Stück Erde gesehen haben. Rinder, Schweine die fast nur noch billigen brasilianischen gentech-Sojaschrott zu fressen bekommen.
Eier (in Nudeln, Gebäck usw.) von Legehühnern (die ein kurzes leben lang ebenfalls nur Kraftfutter fressen).
Immer mehr von der EU-Kommission zugelassene gentechnisch veränderte Lebensmittel.

Ja, vielleicht ist unser Industriefres*en doch nicht das Gelbe vom Ei?

Aber bis es hier ein Umdenken gibt, werden noch Millionen Menschen Krebs erleiden müssen.

Die meisten heute lebenden Menschen wären ohne industrielle Landwirtschaft nicht zu ernähren und unsere Vorfahren waren keineswegs gesünder sondern waren bereits tot, bevor sie überhaupt Gelegenheit hatten, einen Krebs zu entwickeln.

Wenn man sich die altersbereinigten Statistiken ansieht, schaut es ganz anders aus.

Laut RKI, die die Daten von 1980 bis 2006 ausgewertet haben, ging es bis 2006 sogar wieder leicht nach unten, bei Magenkrebs sogar relativ stark. Nicht absolut natürlich, es gibt einfach viel mehr alte Menschen als vor 20 Jahren.
http://edoc.rki.de/documents... nmXV0I.pdf

Wir werden im Schnitt trotzdem bald doppelt so alt wie unsere Vorfahren.

Ich hab auch so meine Zweifel, ob die wirklich so viel gesünder waren, wenn sie mit 45 ins vollkommen gentechnikfreie Gras bissen und sich dann die ungespritzten Radieschen von unten besahen ...

die sind nicht an Krebs gestorben, sondern an Infektionen

vor allem dadurch, dass es früher kein Antibiotika gab bzw. diverse Operationen...(Blindarm, Gallensteine etc...)... sind die Alten wirklich sooo häufig an Krebs gestorben, denn meiner Meinung nach sind sie entweder sehr jung gestroben (kein Krebs) oder wurden steinalt

Als ob die Ernährung früher gesünder gewesen wäre - Monate fast ganz ohne frisches Obst und Gemüse, Schimmel allüberall, Geräuchertes, Gepökeltes... Frische Nahrung voller Parasiten und Keime, Fleisch und Fisch oft in einem Zustand, den wir heute

schon als verdorben betrachten würden. Mannigfach verunreinigtes Mehl usw.
Die Krebserkrankungen steigen sicher in erster Linie, weil wir älter werden und weniger an anderen Dingen sterben. In Entwicklungsländern töten dagegen weiter Infektionen und Parasiten noch im großen Stil, sowie der ewige Begleiter Hunger, Dinge, die bei uns zurückgedrängt wurden.
Auch die verfeinerten Diagnoseverfahren, in mehr Teilen der Welt vefügbar, führen zu mehr und früheren Diagnosen. Wer dann geheilt werden kann, kann auch noch ein zweites Mal an Krebs erkranken. Natürlich fördert eine unkluge Ernährung Krebs, ebenso diverse Umwelteinflüsse, Gentechnik spielt bei den Krebserkrankungen aber sicher
keine erwähnenswerte Rolle, wenn denn überhaupt jemals.

Irrtum.

Die Menschen werden mehr. Und sie werden älter.

Es wäre sehr überraschend, wenn die Zahl der Krebserkrankungen NICHT stark steigen würde.

Ganz falsch ist das mit dem Essen aber trotzdem nicht:
Gegen Krebs hilft am Besten richtig fett-triefendes Essen in Kombination mit viel Stress und wenig Bewegung. Das erhöht deine Chance, einem Herzinfarkt zu erliegen, bevor du Krebs kriegst.

Aber wenn du anfängst, Bio-Gemüse zu futtern, Yoga zu machen und Fahrrad zu fahren, darfst dich nicht wundern, wenn Gevatter Tod dir eines Tages in seiner Verzweiflung einen Krebs anhängt, weil er dich anders gar nicht mehr um die Ecke bringt.

Ich denke, in erster Linie beobachten wir hier die Auswirkungen des zunehmenden Alters. Und die Effekte gerade des Rauchens sind so groß, dass sie eine allfällige Auswirkung von der Lebensmittelseite her praktisch unentdeckbar machen. Ausnahme dürften geräucherte Lebensmittel sein, aber auch da sind es wohl eher die Rauchauswirkungen, erst in zweiter Linie das Pökelsalz.

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