Mutmaßliches Mitglied der Gruppe mithilfe der Informationen von "Hide My Ass" verhaftet worden - Kritik an Vorgehen
Weitere Details zur vor wenigen Tagen vorgenommenen Verhaftung von zwei mutmaßlichen LulzSec-Mitgliedern bringt nun auch "Hide My Ass" (HMA) einiges an Kritik ein. So soll einer der beiden mithilfe von Informationen des britischen VPN- und Proxy-Services aufgespürt worden sein, dies bestätigt dessen Betreiber in einem Blog-Eintrag.
Bedingungen
Die betreffende Person soll unter anderem an den Angriffen auf das Playstation Network von Sony beteiligt gewesen sein, um die eigene Identität zu verschleiern habe er auf das Angebot von HMA zurückgegriffen. Der Betreiber rechtfertigt die Datenweitergabe mit einem Hinweis auf die eigenen Nutzungsbedingungen, die einen Einsatz des Dienstes für "kriminelle Aktivitäten" ausdrücklich untersage. Zudem habe es eine ausdrückliche Anordnung von einem britischen Gericht gegeben, der man Folge leisten müsse.
Argumente
In dem Blog-Eintrag muss man sich dann auch gleich mit lautstarker Kritik auseinandersetzen, hat man "Hide My Ass" doch 2005 mit dem expliziten Anspruch Zensur umgehen zu können, gestartet. Der Betreiber betont darauf, dass man die Verbindungsdaten mitloggen müsse, um einen solchen VPN-Service überhaupt betreiben zu können. Zudem müsse man sich als britische Firma nach dem lokalen Recht richten - das allerdings etwa die Nutzung von ägyptischen Bloggern in keinster Weise gefährde, da man nicht an Anordnungen anderer Staaten gebunden ist. (red, derStandard.at, 26.09.11)