Eingenommen, eingenommen ...

2. Juni 2003, 11:00
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In 31 europäischen Ländern wurde der Gebrauch von Antibiotika erhoben

New York - Franzosen nehmen in Europa durchschnittlich am häufigsten Antibiotika ein, Niederländer am seltensten. Dies ist das Ergebnis einer Studie zum Antibiotika-Gebrauch in 31 europäischen Ländern. Der Erhebung zufolge wird in Südeuropa, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland besonders oft zu solchen Medikamenten gegriffen. Deutschland rangiert bezüglich der Häufigkeit des Antibiotika-Konsums im unteren Drittel.

Besorgt sind die Forscher wegen der zunehmenden Resistenz von Bakterienstämmen gegen Antibiotika. Der Studie zufolge steht die Bildung von Resistenzen in direktem Zusammenhang mit der Häufigkeit der Nutzung. So sind gegen Penizillin resistente Bakterien vom Typ Streptococcus pneumoniae am häufigsten in Frankreich, am seltensten in den Niederlanden.

"Wir müssen wissen, welche Medikamente wo benutzt werden, damit wir dies mit der Ausbreitung von Resistenzen verbinden können", erklärte Untersuchungsleiter Herman Goossens von der Universität Antwerpen in der Zeitschrift "Nature". Kritisiert wird vor allem die Verordnung von Antibiotika zur Behandlung von Husten und Erkältung, die oft von Viren verursacht werden, die gegen Antibiotika immun sind. (APA/AP)

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