Revidierte Zahlen zur neuen Creutzfeldt-Jacob-Variante

2. Juni 2003, 09:30
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Wesentlich weniger Menschen könnten daran sterben

London - An der neuen Variante der Creutzfeldt-Jacob-Krankheit (vCJD) werden voraussichtlich deutlich weniger Menschen sterben, als bisher angenommen. Nach neuen Schätzungen, die Wissenschafter des Imperial College in London in der Fachzeitschrift "BMC Infectious Diseases" veröffentlicht haben, werden innerhalb der nächsten 80 Jahre voraussichtlich 40 Menschen an der vCJD sterben, weil sie zuvor mit BSE verseuchtes Rindfleisch gegessen haben. Die schlimmste Prognose geht von 540 Toten in Großbritannien aus.

Noch vor zwei Jahren rechneten die Forscher mit bis zu 50.000 Todesfällen. Dieses Szenario sei jedoch falsch. "Unsere Berechnungen zeigen, dass die vCJD-Epidemie kontinuierlich zurückgeht und wir in Zukunft nach der besten Prognose von 40 Todesfällen ausgehen können", sagte Azra Ghani vom Imperial College. Im Durchschnitt breche die Krankheit 12,6 Jahre nach der Infektion aus. Bisher seien in Großbritannien 129 Menschen an der vCJD gestorben.

Die ersten Symptome der Krankheit sind psychiatrische Beschwerden und schmerzhafte Missempfindungen. Später kommt es zu einem geistigen Verfall, unkoordinierten Muskelbewegungen und zu Muskelzuckungen am ganzen Körper. (APA/AP)

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