Malaysischer Minister ruft zum Boykott von CDs und DVDs auf

2. Juni 2003, 15:05
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Die Preise seien einfach zu hoch - Konsumenten würden durch Industrie in die Arme der Produktpiraten getrieben

Der malaysische Minister für Konsumentenschutz, Datuk Subramaniam, ruft seine Mitbürger zu einem vorläufigen Kaufstopp von legalen CDs und DVDs auf. Nach einem Bericht der New Straits Times will der Minister damit die Medienindustrie zwingen, ihre Preise zu senken. Subramaniam sieht diesen Aufruf als eine Maßnahme gegen die überhandnehmende Produktpiraterie in seinem Land.

Ungehört

Der Minister hatte ursprünglich an die Medienindustrie appelliert, die Preise zu senken, um die weitere Verbreitung von Raubkopien in Malaysia zu begrenzen. Der Aufruf wurde allerdings nicht befolgt. Die Unterhaltungsindustrie rechtfertig ihre Preise mit Kosten für Verwaltung, Marketing, Produktion und Künstlerhonoraren.

Argumentativ

"Es gibt einige lokale Film-Produktionen für zehn Ringgit (2,23 Euro) auf dem Markt, die nicht illegal kopiert werden. Raubkopien werden in der Regel nur von CDs oder DVDs erstellt, die mehr als 30 Ringgit (6,68 Euro) kosten", erklärte Subramaniam. Nach seiner Ansicht würden die Konsumenten durch die hohen Preise in die Arme der Produktpiraten getrieben. Der Aufruf des Ministers ist allerdings nicht als ein Freibrief für professionelle Musikpiraten zu verstehen. Schwarzbrenner von CDs und DVDs werden gerichtlich verfolgt und Konsumenten sollten auch keine illegal kopierten CDs kaufen, so Subramaniam. (pte)

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