Fall Golowatow: Wien legt Streit mit Vilnius bei

23. September 2011, 18:07

Österreich will Anwendung des EU-Haftbefehls prüfen

Brüssel - Der Streit um die Nichtauslieferung des mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechers Michail Golowatow hat sich zwischen Österreich und Litauen zumindest entspannt. In einer gemeinsamen Erklärung wurde am Freitag in Brüssel betont, dass Österreich prüfen lasse, ob ein europäischer Haftbefehl künftig auch dann angewendet werden soll, wenn das inkriminierte Delikt vor Einführung des EU-Haftbefehls begangen wurde. Golowatow war nach einer kurzfristigen Festnahme im Mai in Wien wieder freigelassen worden.

Justizministerin Beatrix Karl sieht "im Moment keine offenen Fragen", ihr Kollege Remigijus Semaris zeigte sich "halb-halb zufrieden". Laut Karl würde Golowatow nicht automatisch verhaftet, sollte er erneut einreisen, sondern erst nach einer Prüfung. (tom/DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2011)

jolloso
00
24.9.2011, 12:05
"im Moment"

Na ja, wenn
Frau Karl
im Moment
keine offene Fragen
sieht,
dann muss ja alles paletti sein
oder?

Es ist wirklilch erstaunlich, mit welchen Floskeln diese Frau die Öffentlichkeit blendet.

Pierre d´Aubusson
00
23.9.2011, 22:14

Und Interpol sucht den nicht?
Wozu gibts das dann?

Titus Petronius
00
23.9.2011, 19:29
Na bei so einer herzlichen Einladung

kann er ja ganz sicher nicht widerstehen umgehend wieder einzureisen, der Golowatow.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.