Millionen für Werbung

Seltsamkeiten um die Asfinag

Michael Möseneder, 23. September 2011, 16:42
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    foto: asfinag

    Erst die ÖBB, jetzt die Asfinag.

Insider berichtet von deutlicher Werbebudgetsteigerung

Wien - Dass die Bahn Werbung macht, ist ja noch verständlich. Schließlich müssen die Menschen nicht auf den Gleisen reisen, sondern können auch Autofahren. Warum der Autobahnbetreiber Asfinag Millionen für Werbung ausgibt, ist schon weniger schlüssig. Insider berichten nun von seltsamen Vorgängen bei der Informationsvermittlung der Asfinag seit der Verkehrsministerschaft von Werner Faymann (SPÖ), heute Bundeskanzler.

So soll das Budget ab 2007 deutlich erhöht worden sein. Inserate seien plötzlich auch kaum mehr von der Holdinggesellschaft, sondern den einzelnen Tochtergesellschaften geschaltet worden. Neubauprojekte wurden etwa von der Bautochter BMG beworben, sagt der Insider.

Deren damaliger Geschäftsführer Alois Schedl wurde im Oktober 2007 dann zu einem der beiden Vorstände der Asfinag selbst.

Der Darstellung, dass Werbung plötzlich von der Zentrale in die Töchter verlagert wurde, widerspricht Pressesprecherin Klaudia Niedermühlbichler. „Genau das Gegenteil ist richtig. Seit Oktober 2007 ist die Bündelung der Mediaplanung in Angriff genommen worden." Wie viel von 2005 bis 2007 für Werbung ausgegeben wurde, weiß sie nicht, seither sind es 1,5 bis zwei Millionen Euro.

Was sich heuer drastisch ändert. Ab November wird zweieinhalb Monate lang eine Kampagne zur Einführung der „Rettungsgasse" durchgeführt, Kostenpunkt drei Millionen Euro. Warum eigentlich ein Autobahnbetreiber für Gesetzesänderungen werben müsse? „Weil das der Auftrag an die Asfinag aus dem Ministerrat ist", erklärt Niedermühlbichler.

In Deutschland denken Politiker scheinbar anders: Im dortigen Verkehrsministerium heißt es, man gebe derzeit kein Geld für Werbung und Information über Autobahnen oder Gesetze aus. (Michael Möseneder, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 24.9.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 158
1 2 3 4
cuibono
01
25.9.2011, 14:55
Die Asfinag schreibt Millionendefizite, die vom Steuerzahler

abgedeckt werden müssen und dann wird auf Teufel komm raus, natürlich wieder auf Kosten des Steuerzahlers, mit Pseudo-Werbebotschaften geworben?

Die Kommunikationsverwortllichen der Asfinag haben offenbar keine Ahnung von solider Öffentlichkeitsarbeit (Pressekonferenzen, Presseaussendungen etc.).

Wie lange lassen sich das Österreicher noch gefallen?

Carlos Clementin
00
25.9.2011, 09:50
Maaaahhh

gäbe es diese tolle Werbung nicht würde ich kein Autobahnpickerl kaufen und nur mehr auf der Bundesstraße fahren...

Hossa! Hossa! Hossa! Olé!!!
00
25.9.2011, 07:40
"Werbebudget" ja

(Aus unbestätigten Quellen) Die Werbung wird ja nicht wirklich gemacht. ;) Da gibt es lustige Geschichten von Ausschreibungen, deren Terminfrist etc. von den Agenturen überschritten u.s.w. wird. Wohin das Geld tatsächlich fließt, ...? Hauptsache, der Rubel rollt. :)

didi111
01
24.9.2011, 13:53
Interessant wäre zu prüfen,

WER die Inserate der Parteien direkt oder indirekt zahlt?

Es ist doch vorstellbar (wenn nicht sogar logisch), daß die Partei A eine webung schaltet und die Firma, die Interessensgemeinschaft, die Kammer, ..., dann das Ganze zahlt.

HIER wäe interessant einmal in den Redaktionen der Zeitungen (und hier in der Buchhaltung) einmal nachzufragen, WER die Rechnungen immer bezahlt hat?

DA muss es ja Belege dazu geben..

Z.B. wäre interessant zu erfahren, WER die heutige ÖVP-WERBUNG im NÖ-Kurier (Raiffeisenblatt) bestellt hat und auch zahlt?

supermike
03
24.9.2011, 13:46
Demokratie vs Diktatur

Es ist egal ob ein Diktator ein paar Milliarden auf Auslandskonten bunkert oder ob ein paar Hundert Politiker sich je ein paar Millionen unter den Nagel reissen - am Schluss wird das Volk beschissen und bestohlen !!!

thrylos
09
24.9.2011, 13:42
Interessiert Niemanden

Eine Asfinag Werbung interessiert niemanden. Genauso überflüssig ist die Werbung für den Flughafen Wien oder noch besser Werbung für d. AMS !!!
Es ist einfach unglaublich wie Steuergelder verschleudert werden .

Helmut71
01
24.9.2011, 13:26
mich kotzt es an

dass die ÖVP natürlich NICHT einem U-Ausschuss zur Sauerei rund um die Inserate zustimmen wird, weil sie selber bei Telekom & Co genug Dreck am Stecken hat. So beschränken sich die Koalitionspartner auf Stellvertreterscharmützel via Krone, Österreich geg. Kurier und Presse.

Immer wenn man denkt, der Tiefpunkt an Widerlichkeit ist erreich gehts noch tiefer.

José Atento
00
24.9.2011, 13:12
Mafia

JT1980
01
24.9.2011, 13:04
Die sollen

lieber die millionen in die Straßen stecken, unglaublich einfach!!

supermike
00
24.9.2011, 13:47
Ich wäre schon froh

wenn die ein paar Schlaglöcher in meiner Nähe füllen würden....

rudi rednose
01
24.9.2011, 12:42
Einmal mehr ein Beleg, wie im Dunstkreis des Staates

mit unserem Geld umgegangen wird - frei nach dem Motto "S'is ja nicht meines".

kladi
00
24.9.2011, 12:20
Es besteht Handlungsbedarf ......

Wenngleich es bei Korruption doch gewaltige Qualitätsunterschiede gibt, schliesslich macht es einen Unterschied aus, ob sich Volksvetreter auf Kosten des Steuerzahlers am Ende selbst bereichern oder z.B. durch missbräuchlich in die Wege geleitete Werbeeinschaltungen. jedenfalls sollte auch die SPÖ eiligst personalmässig reinen Tisch machen, wenn sie bei künftigen Wahlen erfolgreich sein will.

Mr. Creosote
 
02
24.9.2011, 12:13
Bananenrepublik

Es hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert, wenn sich die SPÖ in einer so gewichtigen Sache vom kleinen BZÖ ausstechen ließe.

Herr Faymann sollte jetzt seinen Hut nehmen und sich auf den lukrativen Posten einer halbstaatlichen Großbank wegloben lassen. Als Bundeskanzler einer Demokratie westlichen Zuschnitts ist er jedenfalls untragbar geworden. Sollte Österreich jedoch eine Bananenrepublik sein, dann darf er bleiben.

sitting bull
00
25.9.2011, 00:40
österreich ist eine bananenrepublik, drum darf er bleiben.

discodancer77
03
24.9.2011, 11:33
ein rätsel

für was die asfinag überhaupt werbung macht ..
jeder der mit dem auto unterwegs ist wird automatisch die vorhandenen strassen benützen und nicht querfeld-ein fahren ..

cyber ferkel
00
24.9.2011, 12:34

Stimmt! ...das ist, wie wenn z.B. Finanzamt, Polizei und Magistrat auch sündteure Werbung machen würden.

Red Baron 1
00
25.9.2011, 17:51

Wird auch noch kommen ! Werbung = Provision

B K
00
24.9.2011, 22:08
Habe aber auch schon einen Werbbrief vom Finanzminister bekommen.

Das war damals zur Steuerreform von Molterer und Grasser hat auch zu mindest einmal eine Werbe-Anzeige in der Zeitung geschalten. Das waren natürlich alles eher Image-Kampagnen (der Minister war gross zu sehen) offiziell ist das nur aufgrund der Informationsnotwendigkeit. Der Brief forderte zum Jahresausgleich auf, das Zeitungsinserat sprach über das Nulldefizit.

lucifer, sohn der morgendämmerung
 
00
24.9.2011, 12:51

also zumindest die polizei macht gerade eine imagekampagne - zu sehen in straßenbahnen und auf plakatwänden, mit den schlagwörtern 'gerechtigkeit' 'freiheit' und 'einsatz!'

Mr. Creosote
 
10
24.9.2011, 12:13

Entschuldigung, aber denken S' an die Konkurrenz durch die ÖBB, die deswegen auch auf Geheiß von F. kräftig werben muss. Und natürlich gibt es Leute, die sich die Vignette sparen und ihre Wege auf Nebenstraßen zurücklegen.

Wird schon alles korrekt abgelaufen sein. Wer zweifelt daran?

natoll
04
24.9.2011, 11:23

seit es unternehmen der öffentlichen hand gibt wird damit schindluder getrieben. seit jahrzehnten. und es wird sich niemals ändern.

es ist einfach zu verlockend sich ohne wirklicher verantwortung laufend selbst bedienen zu können. auf die vergesslichkeit der wähler ist verlass.

geek!
01
24.9.2011, 11:21
wozu bitte?

glaub ned das sich ein Radfahrer jetzt denkt "Uh, ASFINAG is ja ur toll ich kauf mir jetzt drei Vignetten für mein Fahrrad"

me phisto
05
24.9.2011, 11:20
In jedem anderen "normalen" Land ...

... ist der betroffene Minister, wenn sich die Vorwürfe verifizieren lassen, dass Gelder von zu 100% dem Ministerium unterstellten Staatsunternehmen abgezogen bzw. missbraucht wurden, um Gefälligkeitsinserate in befreundeten Medien zu schalten, rücktrittsreif. Das ist nicht nur eine strafrechtlich relevante Handlung (obwohl es eine Grauzone ist), es ist in höchstem Maße verwerflich und disqualifiziert alle an der Durchführung beteiligten Personen für ein öffentliches Amt.

Nur nicht in Österreich!

rules90
00
24.9.2011, 12:55

italien auch nicht ;))

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