Kostengünstig

Einfache Methode zur Wasserstoff-Speicherung

23. September 2011, 14:14
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    foto: likat

    Wasserstoff aus Ameisensäure: Was im Kleinen und bei Zimmertemperatur funktioniert könnte in Zukunft auch in industriellen Maßstäben angewendet werden.

Energiereiches Gas wird mittels Eisenkatalysator aus flüssiger Ameisensäure gewonnen - Entstehendes Kohlendioxid in Salzen gebunden

Rostock - Wasserstoff wird als preiswerte und umweltfreundliche Energieform der Zukunft gehandelt, doch dem stehen immer noch einige technische Hürden im Weg. Nun sind deutsche Wissenschafter einen entscheidenden Schritt weiter gekommen, indem sie eine neue Methode zur Speicherung und Rückgewinnung des energiereichen Gases entwickelt haben.

Keine Speicherung nötig

Neben organischen Wasserstoffspeichern wie Methan und Methanol interessiert sich die Forschung seit einiger Zeit für Ameisensäure (HCO2H) und ihre Salze, die so genannten Formiate, zur Wasserstofferzeugung. Ein grundlegendes Problem bei der Verwendung dieser Speichermaterialien ist die Abtrennung des bei der Wasserstoff-Freisetzung entstehenden Kohlendioxids. Mit Hilfe eines Eisenkatalysators ist es nun gelungen, auf bisher einzigartig einfache und effiziente Weise Wasserstoff aus der Ameisensäure freizusetzen und dabei das CO2 zu binden, berichtet der Chef des Rostocker Leibniz-Instituts für Katalyse, Matthias Beller.

So umgehen die Forscher eine ansonsten notwendige Speicherung des gasförmigen Wasserstoffs und zeigen einen Weg auf, wie der Wasserstoff "vor Ort" ganz direkt und sehr umweltschonend und einfach aus flüssiger Ameisensäure erzeugt werden kann.

Das System wurde gemeinsam mit Kollegen der Universität Rostock und der technischen Hochschule in Lausanne (Schweiz) entwickelt und im US-Fachjournal "Science" vorgestellt. Ameisensäure ist eine natürliche und frei erhältlichen Säure, die von mehreren Insekten und von Brennnesseln produziert wird. Sie ist auch Nebenprodukt bei der Herstellung von Essigsäure.

Bei der nun vorgestellten Reaktion mit Hilfe des Eisenkatalysators, einem frei verfügbaren Eisen(II)-Komplex, werde auch Kohlendioxid wieder frei. Um nicht das Klima einer weiteren Kohlendioxid-Quelle auszusetzen, arbeiten die Forscher daran, das Gas wieder aufzufangen.

Kohlendioxid in Bikarbonaten eingefangen

Dabei gebe es die Möglichkeit, das Kohlendioxid in Salzen, sogenannten Bikarbonaten, zu binden. Im kleinen Maßstab sei es inzwischen auch möglich, dieses in den Bikarbonaten gebundene Kohlendioxid für die Neubildung von Ameisensäure einzusetzen. Es gelte nun, diese verschiedenen Schritte bei der Entstehung und Bindung von Wasserstoff und Kohlendioxid zusammenzuführen.

Das neue System mit dem Eisenkatalysator arbeite unter milden Bedingungen. Es liefere schon bei Raumtemperatur gute Umsätze, erziele aber die besten Ergebnisse bei circa 80 Grad Celsius, sagte Beller.

Der Vorteil von Wasserstoff sei, dass er sauber und universell einsetzbar ist, beispielsweise in Brennstoffzellen zur Erzeugung von Elektroenergie. Abfallprodukt ist dann lediglich Wasser. "Angesichts begrenzter natürlicher Ressourcen wie Öl und Gas ist ein Wechsel der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien unumgänglich", betonte Ralf Ludwig, Chemiker an der Universität Rostock.

Bisherige Methoden teuer

Die bisherige Gewinnung von Wasserstoff aus Ameisensäure sei nur mit teuren Katalysatoren wie zum Beispiel Ruthenium möglich gewesen oder mit Systemen, die zusätzlich der Bestrahlung mit Licht bedürfen. "Mit unserem System, das bisher im Labormaßstab arbeitet, können erheblich Kosten gespart werden", sagte Beller. (red/APA)

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C2H6O
00
26.9.2011, 14:59
Was nun?

Ist das nun eine Methode um Wasserstoff aus Ameisensäure zu gewinnen, oder Wasserstoff mit hilfe von Ameisensäure zu Speichern/Lagern? Der Artikel schwenkt zwischen den beiden Möglichkeiten hin und her.

Bababim
01
28.9.2011, 15:17

lieber herr ethanol ;)

wasserstoff ist H2
Ameisensäure ist H-COOH
Somit ist in Ameisensäure immer Wasserstoff gespeichert (wie in jeder anderen Verbindung, welche "H" enthällt).
Das schwierige ist nur diese wirtschaftlich zu gewinnen.
Also der Artikel handelt eigentlich nur von einem neuen Weg H2 zu gewinnen (bzw einen neuen Katalysator einzusetzen)

C2H6O
00
28.9.2011, 15:54
Entschuldige bitte...

...falls ich mich schlecht ausgedrückt habe. Mit Spichern/Lagern meinte ich natürlich einen Prozess um aus Wasserstoff die Ameisensäure herzustellen. Solange das nämlich nicht möglich ist kann keine Rede von Speicherung sondern nur von Gewinnung sein.

skyrock
10
25.9.2011, 10:24
na endlich bekommen diese Biester einen natürlichen Feind

cantanto
00
24.9.2011, 14:45
Die Herrschaften sollten sich Leibwächter besorgen....

larkmiller
00
23.9.2011, 21:08

Dazu fällt mir dieser Film http://de.wikipedia.org/wiki/Phas... _IV_(Film) ein...

Der Waehlerwille
 
00
24.9.2011, 13:12
Einer der absolut besten Science Fiction Filme.

Und jedem seine eigene Busspur
01
23.9.2011, 20:02
Ameisen im Tank

Und ab geht die Post....

Nerd Nr. 5
00
26.9.2011, 15:26
meh

|]3R |-|3RR |]1R3K70R
02
23.9.2011, 19:34

ist doch egal, ob das co2 wieder frei wird... wenn die ameisensäure als gährungs-nebenprodukt bei der essigherstellung entsteht, dann stammt es sowieso aus pflanzlichen quellen und ist damit klimaneutral... da die gleiche menge wieder aufgenommen wird, wenn das feld neu bestellt wird..

Guido Fawkes
00
23.9.2011, 17:30

zum glück gibts mehr ameisen als menschen, ich erfinde jetzt mal den ameisenfallensäureextraktor ..

M21
00
23.9.2011, 19:48
ein

ameisensäurefallenextrator geht mit einer wesentlich geringern physischen und pyschischen Belastung der Tiere einher und ist daher, sofern die Effizienz nicht um ein vielfaches geringer ist, zu bevorzugen.

kurt haenel
 
23
23.9.2011, 15:20

bevor ich hier dämlich und hämisch gegen das Geschriebene loskreische, würde ich mich zunächst einmal besser erkundigen....bzw.. nach Heilung der Kinderkrankheiten dieser Methode suchen...

Aber im standard-Forum ist es ja eh ein Sport loszukreischen, bevor man irgendwas von etwas geschnallt hat.

Kostet ja nix und anonym bleibt man auch...

Herzerzog Johann
04
23.9.2011, 17:08

Nun, seit die ORF-Foren weg sind, ist eben die geballte Intelligenz hier versammelt. Da muß man durch.

ANNOnymus
00
25.9.2011, 15:47

Der orf hate ein forum?

WBR
02
23.9.2011, 17:35

Aber die Kritik war gerechtfertigt. In der ersten Fassung erweckte der Artikel den Eindruck, man hätte Ameisensäure als QUELLE für Wasserstoff entdeckt.
(Titel: Einfache Methode zur Wasserstoff-HERSTELLUNG)
Woher dann die Ameisensäure nehmen?

Erst nachträglich wurde es auf Ameisensäure als Speichermedium geändert.
Es gab schon im Juni mal einen Artikel zu diesem Verfahren. Neu ist der billigere Eisenkatalysator.

Bernhard Marold
11
23.9.2011, 15:13
Morgem verkaufe ich

meine 12.000 Rinder und fange eine grossangelegte Ameisenzucht an.... hahaha

( -!- )
01
26.9.2011, 10:30
Mit 12000 Ameisen?

meischi@leistung.at
02
23.9.2011, 19:27
Ich helfe melken

thatslife
00
23.9.2011, 14:48
nein wie super umweltfreundlich

weil wir ja gleich sooooo viel ameisensäure billig und vor allem resourcenschonend produzieren (von dem wos als nebenprodukt anfällt mal abgesehen).

ausserdem auch nicht grad ein sonderlich co2 neutraler schritt zur produktion aus ameisensäure (jetzt ohen berücksichtigung von vorherigen prozessschritten), immerhin wird da pro mol h2 ein mol co2 frei, vergleicht mans mit der herstellung aus methan so wird dort nur halb so viel co2 frei.

h 90
10
23.9.2011, 14:53

Abgesehen davon, das Ameisensaeure eine ziemlich unangenehme Substanz ist.

weltfremder
00
23.9.2011, 15:26

benzin ist aber auch nicht wirklich angehm.

h 90
01
23.9.2011, 15:29

Habens mal mit Ameisensaeure gearbeitet?
Das Zeug ist so krass, dass stinkt sogar irgendwie aus der verschlossenen Flasche. Bevor ich nochmals damit arbeite wuerde ich mir eher jeden Tag Benzin unter die Achseln als Parfum spruehen....Wirklich unangenehm wenn man so einen Liter konzentrierte hat.

molekühl
00
23.9.2011, 14:47

Und die Ameisensäure wächst auf dem Baum (bzw. der Brennessel), oder was?
Das System ergäbe nur Sinn, wenn die Ameisensäure als "Speichermedium" für H2 dienen soll (d.h. man spart sich die Probleme mit Verdichtung und Explosivität von gasförmigem H2). Aber da scheint mir der Wirkungsgrad etwas gering - vorsichtig ausgedrückt.

Martin Müller10
 
21
23.9.2011, 14:46
Und die Ameisensäure gewinnen wir aus? Erdöl!

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