Neue Tarife präsentiert und Datenlimit abgeschafft - iPhone 5 kommt "selbstverständlich"
In Österreich tobt am Mobilfunkmarkt ein weltweit einzigartiger Preiskampf. Gleichzeitig gehen die Umsätze von A1, T-Mobile, Orange und "3" seit Jahren zurück. Lagen die Umsätze im Gesamtmarkt 2007 noch bei rund 3,5 Mrd. Euro sind sie vier Jahre später auf knapp 2 Mrd. Euro gesunken. Als Reaktion darauf hat der drittgrößte heimische Mobilfunker Orange seine Strategie geändert und positioniert sich, seit einigen Monaten, als "Preisbrecher" am Markt. Mit neuen Tarifen uns Services zementiert man diese Position. Den Takt bei der Tarifgestaltung geben derzeit die Angebote der A1-Billigschiene "bob" an. Man muss sich an "Smartbob orientieren", so Firmen-Chef Michael Krammer bei der Vorstellung des neuen Tarifmodells "All in" am Freitag vor Journalisten.
Aus für "Horrorrechnungen"
Zusätzlich sollen "Horrorrechnungen" wegen der Überschreitung des Datenlimits bei Orange künftig Geschichte sein.
Bei den ab 26. September angebotenen neuen Tarifen, sowie bei "Supernet Tarifen" ist der Datentransfer unlimitiert, allerdings wird - je nach Tarifmodell - aber einer bestimmten Datenmenge die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich auf 64kBit/s reduziert.
Warn-SMS
Ergänzend bekommen Kunden bei der Überschreitung von Freimengen ein Warn-SMS. Neue Einheiten können per SMS erstanden werden. 1.000 Zusatzminuten und 1.000 Zusatz-SMS kosten jeweils 10 Euro und ein zusätzliches GB fullspeed Datenvolumen beträgt 5 Euro.
"Schutzengelpaket"
Bereits bestehende Verträge können nun ebenfalls auf diesen Sicherheitsanker umgestellt werden. Dafür müssen Kunden allerdings das "Schutzengelpaket" erwerben. Dieses kann drei Monate kostenlos getestet werden, danach kostet es 1,5 Euro pro Monat. Das Service kann jederzeit gekündigt werden.
iPhone 5
Das iPhone 5 wird Orange "selbstverständlich" anbieten, so Krammer. Wann das Apple-Handy in den Handel kommt, konnte er allerdings nicht sagen.
Meldungen, wonach Orange und T-Mobile ihr gesamtes Netz zusammenlegen werden, nannte Krammer "Spekulationen."
UMTS-Netzausbau
Im April hatten die beiden Anbieter eine Kooperation beim UMTS-Netzausbau am Land angekündigt. Dort wollen die zwei Konkurrenten künftig Antennen und Kosten teilen. Dabei ging es um einige hundert neue Standorte in bisher schlecht erschlossenen Gebieten und eine Ersparnis von rund 30 Mio. Euro für jeden der Partner. Diese Zusammenarbeit könnte Ende 2011 bzw. Anfang 2012 Realität werden.
Krammer erwartet eine Vergrößerung der 3G-Abdeckung von 10 Prozent am Land. Für die Kunden beider Mobilfunker. (red)