Südkorea: Keine Beweise für Atombombe im Norden

2. Juni 2003, 09:37
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USA und China: "Nordkorea muss an den Verhandlungstisch" - Bush lehnt direkte Gespräche jedoch weiter ab

Seoul/Evian - Südkorea liegen nach Aussage von Präsident Roh Moo Hyun keine Beweise vor, dass Nordkorea im Besitz von Atomwaffen ist.

Roh sagte am Montag vor der Presse in Seoul, es gebe keine Neuigkeiten. "Unsere Geheimdienste haben keinen endgültigen, entscheidenden Beweis." Nordkorea hat bereits mehrfach behauptet, im Besitz einer Atombombe zu sein. Diese Äußerungen müssten mit Vorsicht zu Kenntnis genommen werden, sagte Roh weiter. Bush verweigert direkte Gespräche

Im Streit um die nordkoreanische Atompolitik wollen die USA und China das kommunistische Land an den Verhandlungstisch zurückbringen. Nach einem Treffen von US-Präsident George W. Bush und Chinas Präsident Hu Jintao am Rande des G-8-Gipfel-Treffens im französischen Evian verlautete am Sonntag aus hochrangigen US-Regierungskreisen, beide Seiten seien sich über die Dringlichkeit einig gewesen, Nordkorea an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Die von Nordkorea geforderten direkten Gespräche mit den USA habe Bush aber erneut abgelehnt, hieß es in den Kreisen. Die USA treten für eine multinationale Konferenz ein, an der auch Südkorea, China und Japan beteiligt sein sollen. Auch China stehe multinationalen Gesprächen offen gegenüber, hieß es in den US-Kreisen weiter. In einer solchen Runde seien direkte Kontakte zwischen den USA und Nordkorea möglich. (APA/Reuters)

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