Kirche

Nicht mehr so ungehorsam: Pfarrer-Rebellen schwächen Erklärung ab

22. September 2011, 17:58

"Kein genereller Ungehorsam", nur mehr gegen "strenge kirchliche Regeln und Gesetze"

Wien - Die Pfarrerinitiative schwächt ihren Aufruf zum Ungehorsam etwas ab. Im Entwurf für eine neue Erklärung betonen die Priester rund um Helmut Schüller, dass es ihnen nicht um "generellen Ungehorsam um des Widerspruches willen" gehe, sondern nur um "Ungehorsam gegenüber einzelnen geltenden kirchlichen Regeln und Gesetzen", berichtet die "Presse". Dies könne ein erstes Zeichen einer vorsichtigen Entspannung der verhärteten Fronten zwischen Kardinal Christoph Schönborn und Helmut Schüller sein. (APA)

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10 Postings
Walter J. Ferstl
00
28.9.2011, 16:48
"Wir machen den Stephansplatz zum Tahrir-Platz"

(Anton Achleitner von "Wir sind Kirche")
http://derstandard.at/1315006493228/

Das war doch schon einmal kein schlechter Ansatz?

Walter J. Ferstl
02
28.9.2011, 16:27
Dies könnte ein erstes Zeichen eines...

... Zurückruderns der Initiative sein.

Wäre schade.

Naphtali
82
23.9.2011, 13:54

Mein Respekt gilt den vielen vielen Geistlichen, die treu zu Rom und treu zum Glauben stehen. Wie müssen die sich vorkommen, wenn sie sehen, wie der Herr Schüller allen auf der Nase herumtanzt?

Ginge es nach mir, dann könnte sich Herr Schüller einen neuen Job suchen - dem alten (Pfarrer) widmet er ohnehin kaum mehr Aufmerksamkeit.

Mister Magister
 
00
22.10.2011, 15:24

Mein Respekt gilt jenen, die es schaffen beim lesen deines Posts vor Lachen nicht vom Sessel zu fallen.

litswd
01
26.9.2011, 15:17

mein respekt gilt allen gläubigen, die ehrlich versuchen die kirche jeden tag ein stück besser zu machen (behaupten tun das ja viele), natürlich auch jenen, die nicht meiner meinung sind (die sich in vielen positionen mit der Schüllers deckt).

aber: was sollen Schüller und co denken, wenn sie Demokratie, Frauenpriestertum, mehr ökumene etc fordern und theologisch begründen (!), und das einzige gegenargument aus Rom ist "nein"? das nenn ich auf der nase herumtanzen.

ginge es nach mir, dann müsste sich kein pfarrer einen neuen job suchen, dann gäb's nämlich sowas wie meinungsfreiheit.

Alter Knacker
66
22.9.2011, 22:19
der Papst ratschte im deutschen Bundestag die kompliziertesten, philosophischen Zusammenhänge herunter,

als ob es Kleinigkeiten wären, wie etwa Mehrheitsrecht, Naturrecht, Ethos, Gewissen, Moral und Vernunft, wissenschaftl Denken usw und ihm glaubt man es, dass er weiß, wie Vernunft und Glaube zusammen arbeiten. Mich wunderte, dass alle Politiker nachher noch sinngemäß wiedergeben konnten, was er gesagt hatte. Viele können gar nicht so alt werden, daß sie ihm das nachmachen könnten. Es ist wie er sagt, der Glaube gibt das Leben, die Fülle des Lebens. Am Ende der Messe wurde gesagt: das ist das Geheimnis des Glaubens, weil wenn einer dort steht und ihm gefällt die Musik nicht, dann kann niemand etwas machen. Es ist aber ein Fest, das schöner ist als eine Party, weil eine Lebensphilosophie dahinter steht, die Gott heißt.

haarspalter
33
23.9.2011, 13:37

vernunft und glaube schließen sich aus.

byron sully
10
23.9.2011, 17:14

nein.

Mister Magister
 
00
22.10.2011, 15:28

Was für ein Argument.

Doch, tun sie. Vernunft bedingt die Wahrnehmung der Welt als Fakten, bedingt kritisches Hinterfragen, das Ablehnen von Dogmen, die Ungültigkeit von Zirkelschlüssen (B=A weil A=B), und das Herangehen an Fragen ohne eine a priori Meinung. Keines dieser Dinge kann man realistisch tun, wenn man an seine Glauben Festhalten will.

grauslich
11
23.9.2011, 11:08
"Es ist wie er sagt, der Glaube gibt das Leben, die Fülle des Lebens."

Die "Atheistische Religionsgesellschaft" wird sich freuen ;)

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