Polnischer Geistlicher soll die Schule als "Teufelswerk" und Lehrkräfte als "vom Satan besessen" bezeichnet haben
Linz - Die Absetzung des konservativen Pfarradministrators
von Kopfing, Andreas Skoblicki, durch den Linzer Diözesanbischof
Ludwig Schwarz stößt dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun sauer
auf. In einem Interview mit dem katholischem Internetmagazin
"kath.net" sprach er von "innerkirchlicher Christenverfolgung". Die
angekündigten Proteste gegen den Papst-Besuch in Deutschland lassen
ihn aber offenbar kalt: "Über die Ungläubigen lacht Gott", so der
Weihbischof.
Schwarz hat angekündigt, den polnischen Geistlichen mit 6.
Oktober
zu entpflichten, weil offenbar kein versöhntes Miteinander in Kopfing
mehr möglich gewesen sei. Skoblicki soll laut seinen Gegnern
uneheliche Kinder als "Kinder der Sünde", die Schule als
"Teufelswerk" oder Lehrkräfte als "vom Satan besessen" bezeichnet
haben. "Ich denke mir, diese Entscheidung ist nicht die, die sich der
Bischof Ludwig gewünscht hätte", ist Laun dennoch überzeugt.
Bischof Schwarz rechtfertigt Entscheidung
Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz beharrt auf seiner Entscheidung, den umstrittenen Pfarrer von Kopfing, Andreas Skoblicki, zu entpflichten. Die harsche Kritik vom Salzburger Weihbischof Andreas Laun zeige, wie verhärtet die Fronten seien und bestätige die Notwendigkeit der Personalentscheidung, hieß es in einer Presseaussendung der Diözese am Donnerstag.
Schwarz habe seine Entscheidung "wohl abgewogen und nach reiflicher Überlegung getroffen" und sie in einem Brief an die Gläubigen von Kopfing ausführlich dargelegt, so die Diözese. Für ihn sei die Sorge um die Einheit in der Pfarre dabei im Mittelpunkt gestanden.
Schwarz hatte am Sonntag angekündigt, den polnischen Geistlichen mit 6. Oktober zu entpflichten, weil offenbar kein versöhntes Miteinander in Kopfing mehr möglich sei. Skoblicki soll laut seinen Gegnern uneheliche Kinder als "Kinder der Sünde", die Schule als "Teufelswerk" oder Lehrkräfte als "vom Satan besessen" bezeichnet haben. (APA)