Kinderbetreuung: Mindestöffnungszeiten kommen verspätet

22. September 2011, 13:59
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    foto: dapd photo/matthias rietschel

    Im Begutachtungsentwurf wurde eine Entschärfung vorgenommen.

SPÖ-Frauenministerin hatte Reduktion der Zahl der Schließtage gefordert

Wien - Die 15a-Vereinbarung mit den Ländern zum Ausbau der Kinderbetreuung wird kommende Woche im Ministerrat beschlossen und zwar mit einer Änderung: Die vorgesehenen Mindestöffnungszeiten kommen in einem Stufenplan, also später als ursprünglich geplant. Das wurde der APA im Familienministerium auf Anfrage bestätigt. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), die die Vereinbarung für die SPÖ verhandelt hat, hatte im Zuge der Begutachtung genau das Gegenteil gefordert, nämlich eine Reduktion der Zahl der Schließtage.

Laut der Vereinbarung bekommen die für die Kinderbetreuung zuständigen Gemeinden bis 2014 55 Mio. Euro vom Bund, die Länder müssen die gleiche Summe investieren. Für heuer gibt es 10 und in den Folgejahren je 15 Mio. Euro vom Bund. Jährlich sollen dadurch rund 5.000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden, insgesamt 20.000 in vier Jahren.

Stufenweise Einführung

Die Förderung ist an einer Mindestöffnungszeit von 47 Wochen im Jahr gekoppelt. Die Betreuungseinrichtungen dürfen demnach nicht länger als fünf Wochen im Jahr zusperren. Hier wurde aber zum Begutachtungsentwurf eine Entschärfung vorgenommen. Die Mindestöffnungszeit kommt stufenweise: Die Betreuungsplätze müssen heuer mindestens 30 Wochen zur Verfügung stehen, im Betreuungsjahr 2011/2012 sind es 37 Wochen und 2012/2013 44, das Ziel von 47 Wochen muss spätestens 2013/2014 erreicht sein. (APA)

Kommentar posten
20 Postings
Ravenspower
00
16.12.2011, 02:45
Mütter und Väter

lasst eure kinder nicht allein.
hört auf die ladiner!

http://www.youtube.com/watch?v=0... re=related

K1981
00
9.12.2011, 22:25

Aber wer schaut auf die Kinder wenn Frau nach 12 Monaten wieder arbeiten gehen möchte? Nicht jeder hat Oma/Opa in der nähe bzw sind diese oft selbst noch im erwerbsprozess....

Ich bin voll dafür dass Frauen rasch wieder in den Job zurückkehren...aber mangels Kinderbetreuung ist das schwierig!

Marlon62
40
31.10.2011, 15:04
An die MA10:

Derzeit herrscht doch Mangel an KindergartenpädagogInnen. Überprüfen Sie doch einmal, wieviele PädagogInnen, die ja nur 36 Stunden/Woche Dienst im Kindergarten versehen, weil man ihnen 4 Stunden Vorbereitungszeit zugesteht, die Vorbereitung während der "Schlafstunde" im Kindergarten erledigen, somit tatsächlich nur 36 Stunden/Woche tatsächlich arbeiten.

Feuergeist
 
00
30.11.2011, 23:33
Und eine Behebung dieses "unglaublichen Mißstandes" würde welche Auswirkungen haben?

Oder entstehen dadurch auf magische Weise neue Kindergärtnerinen?

Thomas Felder1
02
11.11.2011, 19:04

und angemessene bezahlung und bedingungen, dann klappts auch mit mehr PädagogInnen

Thomas Felder1
02
11.11.2011, 19:03

Sie wissen schon, dass während der schlafstunde die meisten Kinder nicht schlafen (Krippe ausgenommen)?

K1981
12
23.9.2011, 17:27
Wir sind bereits im 21. Jhd!

Wahsinn! Wie soll Frau in meinem alter auf 40 Jahre durchrechnung kommen, wenn ihr es nicht schafft gescheite Kinderbetreuungszeiten auf die beine zu stellen??? Wobei...pension werden wir keine mehr bekommen...

In Österreich wird wirklich das Heimchen am Herd gefördert...und dann wundert man sich, dass Frauen weniger verdienen (aktiv und später in der Pension)...das ist doch hausgemacht!

Feuergeist
 
00
30.11.2011, 23:32
Ich find nicht das die "Hausfrau" in Österreich gefördert wird

Für eine Familie mit Kindern und "normalem Einkommen (also unter 2000.- netto pro Verdiener) ist das doch gar nicht Leistbar.
Wenn sie schreiben "gezwungen" kann ich mich eventuell damit anfreunden.
Es ist aber nicht möglich bei den Kindern bleiben zu wollen. (Wie gesagt, normales Einkommen, net der politische Mittelstand)

Victoria Karl
 
00
30.11.2011, 23:27
klar

man muss ja das Klientel für die Caritas, Volkshilfe,... usw. sichern. Die hätten bei nem ordentlichen System ja nur mehr halb so viel zum tun.

-.-

traurig

The Chaos Path
13
23.9.2011, 10:11
Die Betreuungsplätze müssen heuer mindestens 30 Wochen zur Verfügung stehen

was macht ein alleinerzieher mit 30 wochen öffnungszeit...???

offensichtlich teilzeit gehen... und da wundert man sich über einkommensunterschiede.

Feuergeist
 
00
30.11.2011, 23:39
Das ist wirklich kompletter Blödsinn.

Wer bitte hat 22 Wochen Urlaub? Nicht ein mal ein Selbstständiger kann sich das leisten. Schon, aber nur einmal. Dann ist er beim AMS angemeldet.

Hage Butte
 
00
11.1.2012, 11:32
schulkind = 15 wochen urlaub organisieren

das setzt sich dann fort ... insofern ist es die eingewöhnungsphase für eltern :-) lächeln, drüberstehen sonst könnte man nur mehr schreien!

Victoria Karl
 
00
30.11.2011, 23:30
wahrscheinlich

in Teilzeit gehen - trotzdem 40 Stunden die Woche arbeiten - und den Rest auf Zeitausgleich buchen

sehr sinnvoll :(

K1981
11
23.9.2011, 17:30

Einen purer Wahnsinn ist das....und dann wundert man sich auch noch, dass die Geburtenrate nach unten geht...

derLuzi
02
23.9.2011, 00:02

und wiedermal eine "österreichische" Lösung!!!

wiedermal eingeknickt vor den Landesfürsten!!

Plattform EduCare Österreich
 
14
22.9.2011, 23:48
Ein Armutszeugnis für Österreich...

... dass sich unsere "Volksvertreter" nicht und nicht auf familiengerechte Erfordernisse einigen können: ganztägige Kindergärten, Kindergartenbesuch über die Landesgrenzen hinweg, Sprachförderung, einheitliche, hohe Standards für die Entwicklung und Förderung unserer jüngsten Mitbürger u.a.m.

Es bleibt offensichtlich "nur" AUFSTEHEN-HINGEHEN und das Bildungsvolksbegehren unterschreiben: http://www.vbbi.at/

Anne Vian
15
22.9.2011, 23:24
na das find ich super

jetzt muss ich mir endlich nicht mehr überlegen, wann der rechte Zeitpunkt für ein Kind ist..... vor 2014 keine Chance auf Kompatibilität mit Berufstätigkeit, also erst danach!

Danke, so einen paternalistischen Fingerzeig hab ich mir schon immer und unbedingt gewünscht!

Freigeistin1
30
29.11.2011, 10:42

Man kann eben nicht alles (gleichzeitig) haben. Es gibt übrigens keinen "perfekten" Zeitpunkt für ein Kind.
Man kann ja auch nach den 2-3 J. Kinderbetreuung daheim wieder erwerbstätig werden. Warum muss man beides parallel machen? Eines der beiden wird darunter leiden. Bleibt zu hoffen dass es nicht das Kind ist.

Anne Vian
00
22.9.2011, 23:21
na das find ich super!

mbli
21
22.9.2011, 15:23
stufenweise einführung ist ein armutszeugnis!

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