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Joana Bakas, Managing Director bei LHBS Consulting, präsentierte zum Thema "Crowdsourcing, Co-Creation and Collaboration revealing the energy of creative ideas" die Ergebnisse der Kellog-Studie "Collaboration & Creativity", die auf der Basis von Musicalproduktionen Parallelen zu digitalen Kollaborationsprojekten untersucht hat.
Die Grundvoraussetzungen gelten laut Bakas für beide Genres: Es existiert ein grundlegende Idee, darauf folgt die strategische Phase und endet in der Produktion. Wie bereits allgemein angenommen, spielt für die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts die Zusammensetzung der Gruppe eine tragende Rolle.
Der "Bliss-Spot"
Die perfekte Mischung wird in der Studie der "Bliss-Spot" genannt. Dieser garantiert neben den besten Ergebnissen die besten Performance-Chancen für durchschnittlich qualifizierte Teilnehmer und führt zu einer höheren Risikobereitschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass sich dieser aus dem richtigen Verhältnis der Erfahrung von Branchenkennern und frischen Ideengebern ergibt.
Zu wenig und zu viel
Ist die Gruppe sehr unterschiedlich zusammengesetzt und weist damit ein geringes Level an Übereinstimmung auf, fällt das Ergebnis extrem aus: zwischen einem großen Erfolg und einem totalen Flop bleibt bei dieser Variante nur wenig Raum. Sind die Beteiligten allerdings zu gleichgeschalten, dreht sich die Arbeitsgruppe quasi um sich selbst, kann aufgrund zu ähnlichen Fachkenntnissen keine neuen Erfahrungen gewinnen und limitiert somit die Talente aller Mitwirkenden.
Drei Grundsätze McIntryes
Gabriel McIntrye, Head of Innovation bei der Agentur Indie Amsterdam, outete sich als großer Fan von kollaborativem Arbeiten, unter anderem aufgrund seiner ausgeprägten Faulheit, wie er meinte, die man ihm aufgrund seines lebhaften, inspirierenden Vortrags aber nur mit einem Augenzwinkern abnahm. Seine Agentur sei auf drei Grundsätzen aufgebaut, die genau diese Arbeitsweise unterstützen würden.
Das Ego zurückstellen
Abschließend zitierte er Microsoft mit dem Satz "In den nächsten fünf Jahren wird sich mehr ändern, als in den nächsten fünfzig Jahren" und appellierte an die "egogetriebene" Werbebranche, nicht auf Preise für die eigene Bestätigung hinzuarbeiten, sondern mit frischen Ideengebern den Ruhm zu teilen, und stattdessen mehr Zeit für andere Dinge zu gewinnen. Durch das Gespräch führte Jeremy Tai Abbet, Mitbegründer von Dare Double Dare. (tara)
Link: Ubercloud.de
Der Appell wird verhallen. Leider. Denn es geht nicht um den "Ruhm" sondern um den Etat und den Zugang zum Kunden, der um jeden Preis vor "Eindringlingen" und "Etatgefährdern" geschützt werden muss.
Wer Innovationen vom Kunden möglichst fern halten kann, scheint den Etat zu sichern.
Der Kunde ist "froh" weil er sich mit nichts Neuem auseinandersetzten muss, nichts neues ausprobieren muss und somit auch nichts falsch machen kann.
Eigentlich sehr nachvollziehbar, so lange es (Stillstand) sich alle noch leisten können.
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