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Herdhelden
Sarah Wiener
Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch
216 Seiten, 200 Fotos
Preis: 25,60 €
Gräfe und Unzer

Den "Herdhelden und -heldinnen", die der Köchin ihre Küchen geöffnet haben, gilt Sarah Wieners Dankeswort in ihrem beinahe gleichnamigen Buch. Unübersehbar - wie in ihrer TV-Serie und den Kochshows, in denen die medienaffine Wiener/Berliner Köchin und Unternehmerin präsent ist - strahlt sie auch vom Cover ihres neuesten Werkes. Rotes Kleid mit weiß-grünen Blumen, die linke Hand mit dem Kochlöffel hoch hoch erhoben. Eine Art Freiheitsstatue á la Wiener? Nur dass die Fackel-tragende Hand des Originals die rechte ist.
Ein ganzes Buch für die Heimat
Im Klappentext eine Widmung an die "männlichen Freunde und die Zweitfamilie auf all meinen kulinarischen Abenteuern". Das Vorwort ist persönlich gestaltet: Wiener schreibt über die Speisen ihrer Kindheit in Wien, über Schinkenfleckerln, Palatschinken und Punschkrapferln, die ihren Geschmackssinn geprägt haben. Die österreichische Küche ist ihr also eine Herzensangelegenheit: "Es war mir ein Anliegen, ein ganzes Buch meiner Heimat zu widmen, der Heimat meiner Kindheit und frühen kulinarischen Prägung." Herausgekommen ist ein durch und durch österreichisches Kochbuch mit klassischen Gerichten aber auch Experimenten mit typisch österreichischen Zutaten.
Erhobener Kochlöffel
Ein erhobener Kochlöffel und viele Rufzeichen illustrieren "Meine 15 Gebote zur Ernährung". Beispiele: "Nehmt euch Zeit für eure Mahlzeiten." "Achtet auf artgerechte Nutztierhaltung. Unsere Tierschutzbestimmungen machen vor den Nutztieren halt. Kauft kein Fleisch aus Massentierhaltung. Zu teuer? Weniger Fleisch essen und auch andere Teile des Tieres probieren! Unser Körper wird es uns danken!" "Und last but not least: "Koche selbst und bringe es deiner Umgebung bei!"
Deftiges, Ländliches, Jagdliches
Das erste Kapitel ist betitelt mit: "Was man zum Heurigen und im Buschenschank verkosten kann" und widmet sich den deftigen Speisen - vom Kernölaufstrich über das Alt Wiener Rindsgulasch bis zum Backhendl mit Rahmgurken. Berglamm im Kräuterheumantel, Brennnesselblätter in Bierteig oder Hagebuttenmarmelade finden sich im folgenden Kapitel "von der Alm und aus dem Wald".
"Die Helden vom Bauernhof" kommen aus Stall und Garten, vom Feld und vom Acker und werden verkocht zu Petersilienpastete, Radieschensuppe mit Kren, Mostbratl, süßem Grießschmarren aus dem Ofen, Omas Eierlikör... Die Hühnersuppe köchelt leider ohne die klassische Ingredienz Muskatblüte dahin, aber das ist Geschmackssache und unterliegt vermutlich auch regionalen Variationen.
Frau Hofrats-Küche
"Die Schürzenhelden aus der Beletage" widmet sich den Wiener Klassikern und der feinen Küche, "wo die böhmische Köchin die Frau Hofrat verwöhnte". Mit von der Partie sind - keine Frage - Rindssuppe mit Frittaten, Tafelspitz mit Semmelkren oder Wiener Schnitzel mit Erdäpfel-Vogerl-Salat. Lobenswerterweise finden sich hier auch (fast) vergessene Gerichte wie Donauwaller mit Schmorgurken oder das Salonbeuschl.
Buchteln mit Kanarimilch
In "Zucker war sein letztes Wort" schwelgt Wiener in der Zuckerbäckertradition: Cremeschnitten mit Himbeersauce, Sachertorte, Burgenländer Mandeltorte, Apfelstrudel, Waldviertler Mohntorte oder Malakoff-Torte mit selbst gemachten Biskotten kommen auf den Tisch. Leider gibts kein Rezept für Punschkrapferln, aber wen wunderts, hat Wiener doch bereits im Vorwort festgestellt: "Als Kind war ich punschkrapferlsüchtig (heute wäre mir das viel zu süß)". Umso größer die Freude, dass sie bei den Buchteln nicht auf die Kanarimilch vergessen hat! (tin, derStandard.at)
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Das Essen meiner Kindheit: Spinatcurry zu Weih -nachten.Im oberen Stock der Geruch von Koriander und Knoblauch, im mittleren Stock Basilikum und trocknende Tomaten und im unteren in Schmalz herausgebackene Krapfen. Ist meine Heimat Wien - ist es das Cafe Jelinek oder das Cafe Landmann, ist es der Heurige oder ein asiatisches Take-A-Way? Finde ich es mehr in einem Schnitzler Roman oder bei Ivan Cankar? Das was die wiener Küche immer schon ausgemacht hat war die Melange der verschiedenen Kulturen. Heimat ist kein Ort den Du auf der Karte finden kannst sondern ein Platz im Herzen. Das wienerische aber als Marketing-Gag seit dem späten 19. Jahrhundert sollte seinen Platz nicht einmal mehr im Nachmittagsprogramm des zweiten ORF habe
...aber wer will schon all die banalen Bücher lesen.
Sind wir doch froh wenn nur ein paar wenige Menschen monitäre Interessen pflegen indem diese uns ihre kulinarische Esoterik aufdrängen.
das Problem is aba: Sie ist nicht gut.
die Dame wird im Koch-Kollegium nur geduldet....was sollns bei den Shows leicht sagen: "Tut ma leid, Sarah...schmeckt nach nix.."?
Das heißt Sie hat keine Qualifikation, is den härteren Weg gegangen und es hat trotzdem nichts gebracht. Lediglich die richtigen Freunde an den richtigen Positionen und irgendwo an potenten Geldgeber.
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