"Alle Hirten sind Männer, alle Frauen sind Schafe“

Interview | Elisabeth Lind, 22. September 2011, 10:16
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    foto: apa/oliver multhaupt

    Weil sie 1987 in einer TV-Sendung aus einem Buch Joseph Ratzingers zitierte, dass die Jungfrauengeburt nicht biologisch sondern nur theologisch zu verstehen ist, verlor sie ihren Lehrstuhl.

Uta Ranke-Heinemann, eine Studienkollegin von Benedikt XVI., sieht drohende Spaltung innerhalb der katholischen Kirche voraus

Uta Ranke-Heinemann ist nicht nur eine ehemalige Kommilitonin des aktuellen Kirchenoberhaupts sondern auch die erste Frau der Welt, die einen Lehrstuhl in katholischer Theologie erhalten - und später aufgrund ihrer Kritik an der Kirche - wieder verloren hat. Im derStandard.at-Interview spricht sie über die Hoffnungen, die sie in ihren Studienkollegen einst gesetzt hatte und die Ernüchterung, die sich seit Beginn seiner Regentschaft zunehmend breit macht.

***

derStandard.at: Papst Benedikt XVI besucht sein Heimatland Deutschland. Vor sechs Jahren jubelten die Deutschen über "ihren" Papst, jetzt wird ihm nur ein sehr "lauwarmer" Empfang bereitet. Warum haben die Deutschen ihre Begeisterung verloren?

Ranke-Heinemann: Der Empfang ist nicht nur "lauwarm", sondern es herrscht voller Protest. Ich glaube, das Schlimmste, was dieser Papst sich geleistet hat, neben vielem anderen, ist die Sache mit den Missbrauchsfällen. Er hat ja sein Schreiben "De Delictis gravioribus" ("Über schwerer wiegende Verbrechen") von 2001 bis heute nicht zurückgenommen.

derStandard.at: In dem Schreiben, das Sie eben ansprechen, geht es um einen Brief, den Joseph Ratzinger in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation (vormals Inquisition) an alle Bischöfe geschrieben hat.

Ranke-Heinemann: Genau. Kein Wort über die Opfer. Es werden alle Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich an den Vatikan als einen apostolischen Gerichtshof zu melden, was eine totale Justizbehinderung für die staatlichen Gerichte zur Folge hat und zu einer ständigen Versetzung der pädophilen Priester und Ordensleute führt, die nach einer "Therapie" ihr Unwesen Jahrzehnte weitertreiben. Das Schreiben hat er bis heute nicht zurückgenommen. Er weint nur ab und zu Krokodilstränen, wenn er irgendwo Missbrauchsopfer trifft.

derStandard.at: Vor einem Jahr entschuldigte sich Joseph Ratzinger allerdings als Papst erstmals bei den Opfern und versprach, dass alles getan werde, um Missbrauch nicht mehr vorkommen zu lassen. Glauben Sie an diesen Wandel?

Ranke-Heinemann: Nein, dieser Papst wandelt sich von schlimm zu schlimmer. Ich war ihm über fünfzig Jahre treu, seit wir 1953/54 ein Jahr zusammen in München studiert haben und uns gegenseitig halfen, unsere Thesen unserer jeweiligen Doktorarbeiten ins lateinische zu übersetzen. Ich hielt ihn für einen bescheidenen, intelligenten Theologen. Erst 2005, als er Papst war, gingen mir die Augen auf.

derStandard.at: Sie glauben also, dass die aktuelle Kritik der Deutschen an Papst Benedikt XVI. vor allem mit dem Umgang des Papstes mit den Missbrauchsfällen zusammenhängt?

Ranke-Heinemann: Bestimmt. Aber ein zweites Entsetzen ist dies: Kondome sind von Benedikt nur "für männliche Prostituierte" erlaubt, wie er es 2010 in dem Buch "Licht der Welt" uns verkündet. Wieso denkt er an "männliche Prostituierte", aber liefert Ehefrauen dem ewigen Höllenfeuer aus, wenn sie ein Kondom benutzen, um sich vor Ansteckung mit AIDS zu schützen? Papst Benedikt nimmt jede Gelegenheit wahr, um die Ehe, wenn nicht zu verunmöglichen, dann wenigstens von A bis Z zu asketisieren, zu eunuchisieren, zu vermönchen und zu zölibatisieren. Warum entfernt er sich nicht endlich aus den ehelichen Schlafzimmern, die inzwischen sein Hauptaufenthaltsort für seine Verkehrskontrollen geworden sind? Er hat mit seiner Kondomtheologie Jesu Frohbotschaft zu einer Bordellbotschaft für männliche Prostituierte pervertiert. Der nichtprostituierten Restbevölkerung predigt er das ewige Höllenfeuer. Ich klage Papst Benedikt an, wegen tödlicher Irreführung der Menschheit.

derStandard.at: Warum, glauben Sie, wenden sich so viele Menschen weltweit von der katholischen Kirche ab?

Ranke-Heinemann: Ich habe mich 26 Jahre lang über Papst Johannes Paul II. aufgeregt. Dann ist mir, als Benedikt Papst wurde, nach ein paar Monaten klar geworden, dass die gesamte Politik des Vatikan schon seit 1981 (als Ratzinger Präfekt der Glaubenskongregation wurde) auf das Konto von Joseph Ratzinger geht. Er ist die größte Enttäuschung meines Lebens. So habe ich mich noch nie geirrt.

derStandard.at: In Österreich gibt es eine Initiative, die zur Revolution des Kirchenvolkes und zum Ungehorsam gegenüber dem Papst aufruft. Unter anderem wird die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt, die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene und eine Änderung beim Zölibat verlangt. Auch in Deutschland gibt es einen umfangreichen Reformdialog in der Kirche. Welche Chance sehen Sie für diese Initiativen?

Ranke-Heinemann: Es droht eine Spaltung zwischen unten und oben. Alle die mit den karnevalesken Tüten auf dem Kopf, vom Bischof und Kardinal bis zum Papst, werden nicht mehr akzeptiert. Aber die einfachen Priester, die immer bereit sind, Jesu Botschaft zu verkünden: "Keine Vergeltung, den Feinden Gutes tun" und zu helfen und sämtliche Frauen sowieso, werden sich langsam von den Oberhirten trennen. Seit 2000 Jahren sind alle Hirten Männer, alle Frauen Schafe. Die Vertreibung der Frauen hat unter den letzten beiden Päpsten ihren Höhe- und Schlusspunkt erreicht. Eine Spaltung zwischen oben und unten ist möglich.

derStandard.at: Was halten Sie davon, dass Papst Benedikt XVI. der erzkonservativen Piusbruderschaft nun wieder die Hand reichen und sie wieder in die röm.-kath. Kirche aufnehmen möchte?

Ranke-Heinemann: Das ist doch auch ganz furchtbar, das ist eine Katastrophe. Das sind Leute, die mit dem Christentum absolut nichts mehr zu tun haben.

derStandard.at: Ist die Annäherung an die Piusbruderschaft als ein Symbol dafür zu deuten, dass die Politik unter Benedikt XVI. konservativer und radikaler wird?

Ranke-Heinemann: Ja, absolut. Es ist eine Katastrophe mit diesem Papst.

derStandard.at: Wie viel Macht hat der Papst tatsächlich? Wird Benedikt XVI. von seinen Beratern beeinflusst?

Ranke-Heinemann: Natürlich. Er hat sich umgeben mit lauter Beifall klatschenden Kardinälen, die die mittelalterliche Weltherrschaft des Papstes wiederherstellen wollen. Seit 30 Jahren regiert er die Kirche und hat sich in dieser Zeit weltweit auf allen Bischofssitzen geklont.

derStandard.at: Der Papst ist eingeladen, im Bundestag zu reden. Was sagen Sie dazu?

Ranke-Heinemann: Die Leute verstehen einfach nicht, warum er jetzt auch noch im Bundestag reden muss. Dass der Papst im Bundestag redet, ist vollkommen abwegig. Er kann in der Kirche reden, aber doch nicht im Bundestag. Das finden die meisten Deutschen inakzeptabel. (Elisabeth Lind, derStandard.at, 21. September 2011)

Uta Ranke-Heinemann war die erste Frau der Welt, die einen Lehrstuhl für katholische Theologie erhielt (1970) und die erste Frau der Welt, die ihn wieder verlor (1987), weil sie an der Jungfrauengeburt zweifelte. 1953/54 war sie in München Studienkollegin von Joseph Ratzinger. Ihre beiden Bücher "Eunuchen für das Himmelreich. Katholische Kirche und Sexualität" (inzwischen 25. erweiterte Auflage, 2008, Heyne Verlag) und "Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum" (9. Auflage 2011, Heyne Verlag), sind internationale Bestseller.

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hema1
 
00
23.3.2012, 13:03
"Alle Hirten sind Männer, alle Frauen sind Schafe“

Vielleicht möchte das der Vatikan; so ist es aber nicht. Schön wäre es, wenn sie noch Hirten wären. Ich sehe aber Versager, die weder den Glauben an den liebenden Gott verbreiten, kaum weiter helfen, noch Demut üben. Wie wäre es meine Herren: auf die Knie vor Gott!
Frauen als Schafe zu bezeihnen finde widerlich. Dann wird es wohl an der Zeit sein, dass wir den "Hirten" zeigen was Frauen sind. Sicher keine Schafe, die nur MÄH schreien.

http://www.hopeland.at

Krimhilde
59
23.9.2011, 18:29
"Gott" ist die Lüge,

die seine selbst ernannten Stellvertreter erfunden haben, um sich selbst Autorität und Macht zu verleihen.

Genial konstruiert.

Da es Gott nicht gibt und eine Nichtexistenz nicht bewiesen werden kann, kann man nur an das Hirngespinst "Gott" glauben, oder nicht glauben. Deshalb ist es oberstes Ziel der kath. Berufslügner, die Opfer im Glauben "zu stärken".

Dass diese größte Lüge der Menschheit immer noch weitergeht, verdanken wir unseren Politikern, die das ermöglichen, etwa durch Kreuze in Kindergarten und Schule, Schulmesse, Religionsunterricht.
Mir wird echt schlecht dabei.

Und warum tun sie das? Um die Masse der katholischen Opfer nicht als Wähler zu vergraulen.

Die Parteien wollen nur an der Macht bleiben, sonst nichts.

Rahoul
11
29.9.2011, 04:38

Hm. Das posten Sie doch normalerweise unter einem anderen Nick ("Celina")

http://derstandard.at/plink/131... id23006118

http://derstandard.at/plink/131... id22995516

Aus reinem Interesse: Warum heute die Änderung ?

Barbarin
10
27.9.2011, 12:56
Sie belügen sich selbst...

..."Gott" (noch nicht mal lt. Jesus) hat mit Religionen nix am Hut!

Sie glauben an das Urknall/Ursuppen-Märchen? Oder an die Religionnen Wirtschaft oder Wissenschaft? hi hi....

Danke...Sie haben mich sehr zum Lachen gebracht (mit einem weinenden Auge, aufgrund Ihrer Ängste)

anton haupt
04
25.9.2011, 11:54

Naja, diese "Masse katholischer Opfer", auf deren Stimme die derzeit regierenden Parteien Ihrer Meinung nach schielen, existiert nur in den Köpfen jener, die sich selbst für klüger und aufgeklärter halten als die anderen.
Daraus spricht derselbe Hochmut, der auf alle Afrikaner herabsieht: wegen des Kondomverbots sei der Papst an der Verbreitung von Aids schuld. Als seien in anderen Kontinenten die Menschen alle so fremdbestimmt, dass sie ständig auf eine Anweisung aus Rom warten, ehe sie sich ein Stück Gummi überziehen.

konski
05
23.9.2011, 18:18
good job ratzi!

weiter so! nur ein bisschen härter! masoschafe brauchen das! nein heißt ja, du weißt schon.

misfits74
 
00
26.9.2011, 08:50
beschleuniger :)

Quartz1
104
23.9.2011, 13:10
Die Kirche geht den richtigen Weg.

Ist zwar nicht schön anzusehen, aber pragmatisch ganz richtig.
Auch in unseren Regionen wird die Verarmung alsbald zunehmen, und das wird einer wertkonservativen Kirche in die Hände spielen.

Frau Ranke-Heinemann und die anderen kleinen Schreihälse sollen jetzt noch schnell schnell bissl Knete mit diversen Publikationen und Aktionen machen, denn bald wird ihre Sonne untergehen.

Josef Dvorak
00
23.9.2011, 12:40
Psalm von Dawid (Tehillim 23

Eman Gnitsop
 
83
23.9.2011, 11:23
Warum geht die Frau Ranke nicht zu den Protestanten?

So ziemlich alle ihrer Forderungen sind dort verwirklicht - wenn auch mit dem Resultat, daß die Evangelische Kirche wesentlich schneller schrumpft als die Katholische (vgl. http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=6985 ).

Aber die Dame wäre dort sicher gut aufgehoben - und den Katholiken würde sie nicht wirklich fehlen...

Kiste
03
23.9.2011, 16:50

Das fragte ich mich auch schon. Aber sie war ursprünlich Protestantin, studierte auch ev. Theol. und konvertierte 1953 zum Katholizismus.

tignosa
21
25.9.2011, 15:48
der einzige, bei dem ich Konvertieren in dieser Richtung verstehe, ist Jean Ziegler, aber bitte, alle mögen nach ihrer Facon glücklich werden

aber sie weiß jetzt eh wies Konvertieren geht, wenn sie unbedingt katholisch sein will, kann sie ja auch zu den Altkatholen gehen, das ist sicherlich die bessere Katholenvariante.

Fox Den
01
23.9.2011, 15:21
"..die Evangelische Kirche wesentlich schneller schrumpft.."

Quelle (laut Fußnote 8): "Eigene Berechnungen"

Igor Gassner
24
23.9.2011, 11:13
Missbrauch

Meiner Ansicht nach wird auch der Missbrauch falsch verstanden. Die Voraussetzung für da Priestersakrament ist das leben in der Liebe Christi, wenn nun ein Priester diese spirituelle Liebe vorgaukelt und statt dessen Pedofil oder homosexuell also materiell oriebntiert ist muss man sich fragen ob die Grundlage für die Priesterschaft nicht vorgekaukelt wurde und das Sakrament nicht unwirksam ist.

tignosa
01
25.9.2011, 15:49
wer strichelt sowas grün???

kann, wer HOMOsexuell ist, nicht in der Liebe Christi stehen???

Igor Gassner
12
23.9.2011, 11:09
Sowohl die Haltung zum Missbrauch als auch zu den Kondomen

ist problematisch und kann auch aus dem Glauben herraus nur schwer erklärt werden.

Die Möglichkeit der Empfängni muss bestehen bleiben ist die Rechtfertigung für Ablehnung von Kondomen. Jeder mechanische Eingriff in den Geschlechtsakt wird demnach abgelehnt.
Wenn aber die Empfängnis inspiriert woran ich glaube ist ist das verwenden von Kondomen schon mit eingeplant. ES kann ja auch ein Streit die Empfängnis verhindern, das heißt das Kondom hat kine spirituelle Bedeutung. Da aber Leben sehr wertvoll ist und durh die Nichtverwendung von Kondomen Leben gefährdet wird stellt diese Haltung das Gebot du sollst nicht töten auf den Kopf, das steht über allen anderen Geboten auch dem Ehebruch.

Peace 4 Libya
01
15.10.2011, 19:38

"Da aber Leben sehr wertvoll ist und durh die Nichtverwendung von Kondomen Leben gefährdet wird.."

Habe ich noch nie kapiert. Mit welchem logischen Argument kann man einerseits ungeborenes, nach Ihnen sogar ungezeugtes, also noch gar nicht existierendes Leben schützen, andererseits dem geborenen Leben das durch Hunger, Krieg etc. bedroht ist und daran verreckt nicht jede Unterstützung zu kommen lassen. Zum Beispiel durch eine absolute Gewaltablehnung bis hin zur Forderung eines Verbotes von Krieg durch Religionen?

Apropos gefährdetes Leben. Die ungehemmte Vermehrungsrate der Menschen gefährdet alles Leben auf dem Planeten, einschließlich Spezies Mensch.

tignosa
03
25.9.2011, 15:53
mit Kondomen kennen Sie sich nicht so recht aus

sonst wüssten Sie, dass diese auch reißen können...

Soso, Kondome sind also Mord, auf das läuft es bei Ihnen hinaus. Und was ist dann ungeschützter Verkehr, wenn ein Partner oder eine Partnerin HIV hat? Oder HPV? Was ist unkontrollierte Vermehrung in kinderreichen Gegenden, wo die Leute nichts zu Fressen haben?

Krimhilde
00
23.9.2011, 18:30
Und warum

KOG1
03
23.9.2011, 11:06
Eunuchen für das Himmelreich ?

Die katholische Führung hat das oströmische System der politisch mächtigen Eunuchen übernommen.
Kaiser Konstantin I war ja nicht nur DER Förderer der Christen, sondern auch Kaiser von Byzanz.
Die Kirche hat einfach das erprobte System Ostroms kopiert.
Allerdings wäre es wirklich an der Zeit das zu revidieren, schließlich ist der Zölibat KEIN Dogma.

Kiste
02
23.9.2011, 16:53

So wie ich das gelesen habe, war Konstantin auch kein Christ, sondern er nutzte die gute Organisation der Christengemeinden um sein Riesenreich besser zu beherrschen.

odiN le
11
23.9.2011, 10:28
kirchen austritte

nirgends in der ganze welt gibt es kirchen austritte ausser in deutschland und oesterreich warum? wegen kirchensteuer. Auf den rest der katholischen welt gibts weder kirchen steuer noch kirchen austritte...sowas gibts nur in AUT & DE. vielleicht manche Leute von anderen laedern hoeren auf in der kirche zu kommen aber es heisst nicht dass sie ausgetreten sind weil ausserhalb AUT & DE gibts sowas nicht. Einmal getauft bist du fuer immer getauft. Kirchen steuer soll abgeschaft werden.

Kiste
01
23.9.2011, 16:55

Ich kenne einen, der aus der RK in Ö. ausgetreten ist um die Steuer zu sparen und dann in Polen kirchlich geheiratet hat. Die machten das für eine kleine Spende.

Zuckerlilly Zuckerlilly
04
23.9.2011, 11:03
Stimmt aber nicht: auch in den USA verlassen viele Katholiken die Kirche

The Hidden Exodus

http://ncronline.org/news/hidd... rotestants

Chien de Pique
00
23.9.2011, 11:55
Interessant: Und 2/3 der Hälfte, die nicht überhaupt

genug von Kirchen hat, wenden sich Evangelikalen zu. Von denen müsste man, wenn schon, zu lernen versuchen. Die neuen Evangelikalen folgen ihrem spirituellem Hunger und ihrem Bibelvertrauen, die neuen Mainstream-Protestanten sind mit den diversen "politischen" Positionen der Kirche unzufrieden.

Es schrumpfen die Mainstream-Protestanten trotz katholischer Übertritte ja auch rasant. Methodisten und Episkopalkirche besonders, Presybterianer und Lutheraner etwas moderater.
Demgegenüber können die Katholiken ihre Verluste durch Migration kompensieren. Es sind überdies 8% der Katholiken ehemalige Protestanten und 10% der Protestanten ehemalige Katholiken, das hält sich im Austausch also wohl fast die Waage.

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