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vergrößern 500x330Weinvierteldraisine, Samstag, Sonn- und Feiertag bis 26. Oktober, Abfahrten in Ernstbrunn 9.30 und 11.00 Uhr, in Asparn 13.30 und 14.30 Uhr. Information: Tel. 0664/4476944
Ernstbrunn - Der Zug ist noch nicht abgefahren: Nach der Gründung einer neuen Betreiberfirma Anfang August befindet sich das Tourismusprojekt "Weinvierteldraisine" wieder auf Schiene. Bei einem Pressegespräch in Ernstbrunn erläuterten Verkehrslandesrat Karl Wilfling (V) und Bürgermeister Johann Prügl (V) am Mittwochvormittag das neue Konzept der nach dem im April 2011 erfolgten Gang in die Insolvenz nun wiederbelebten Attraktion.
Der Betrieb der 2007 eröffneten Draisinenbahn hatte die Erwartungen übertroffen, mit durchschnittlich 10.000 Besuchern pro Jahr konnte laut Prügl auch eine hohe Wertschöpfung für die Region erzielt werden. Trotz des Konkurses handle es sich um einen wirtschaftlich ausgeglichenen Betrieb, ein Schuldspruch nach einem Auffahrunfall bedeutete allerdings einen schweren Rückschlag. Nun wurde - nach dem Unternehmenskauf durch die Firma Juhasz & Markgraf VerkehrsConsultingOG - aus Mitgliedern des Vereins Neue Landesbahn und Mitarbeitern der Weinvierteldraisine eine neue Betriebs GmbH gegründet. Über die Übernahmekosten sei Stillschweigen vereinbart worden, so Geschäftsführer Gerold Markgraf. Am 1. Oktober soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Als geplante Marketingmaßnahmen kündigte Markgraf neben regionalen Kooperationen die Erschließung des tschechischen Marktes, ein "Ertüchtigungsprogramm" im Vorfeld der NÖ Landesausstellung 2013 sowie die laufende Sanierung der Infrastruktur durch vorbeugende Erhaltungsmaßnahmen (Justieren der Gleislage, Tausch von circa 300 Holzschwellen) an. Die Gesamtkosten für die Erhaltung der Bahnstrecke werden mit bis zu 250.000 Euro angegeben, durch kurzfristige Maßnahmen wie u.a. Achstausch und Entfernung von Wildwuchs und Reinigung der 12,7 Kilometer langen Strecke erwachsen Kosten in der Höhe von 80.000 Euro. Abhängig von Verhandlungen mit dem Land NÖ und der NÖVOG (Niederösterreichische Verkehrsorganisations GmbH) wird auch daran gedacht, den Bahnhof Asparn an der Zaya zu erwerben und zu adaptieren.
Neben der Draisinenstrecke im Weinviertel gibt es noch eine bei Mank, eine weitere von Carnuntum nach Bruck an der Leitha wird noch im September eröffnet. Dabei sollte es aber bleiben, meinte Wilfling. Die Weinvierteldraisine will der Landesrat weiterhin "mit großem Wohlwollen begleiten", ohne sich dabei konkret festzulegen. Von den ÖBB würden in nächster Zeit keinesfalls weitere Strecken in Niederösterreich übernommen, stellte Wilfling in diesem Zusammenhang klar. (APA)
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