Trotz steigender Umsätze - Verluste verringert
Wien - Der börsenotierte niederösterreichische
Büromöbelhersteller Bene konnte im ersten Halbjahr 2011/12 die
Kennzahlen deutlich verbessern. Das Ergebnis ist jedoch weiterhin
tiefrot, soll aber zum Jahresende ins Schwarze drehen -
vorausgesetzt, die Wirtschaftslage bleibt stabil. In Österreich hat
Bene den Preiskampf weiterhin zu spüren bekommen, dafür gab es in
Großbritannien, Deutschland und im Mittleren Osten eine starke
Wachstumsdynamik, so Bene-Vorstand Frank Wiegmann am Mittwoch vor
Journalisten. Die Büroausstattung gehe hin in Richtung Großraumbüro
mit stark verdichteten Arbeitsplätzen, aber gleichzeitig auch Ruhe-
und Kommunikationsräume.
Der Umsatz der Bene AG erhöhte sich im ersten Halbjahr von
77,12
auf 88,18 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) von minus 2,1 Mio. auf plus 1,83 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verharrte mit minus 2,34 Mio. Euro weiter
im negativen Bereich, verbesserte sich aber deutlich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum (minus 6,4 Mio. Euro). Der Mitarbeiterstand blieb
mit 1.261 Personen ebenso konstant wie die Eigenkapitalquote (25,1
Prozent) und die Investitionen (3,1 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr
erwartet Wiegmann "eine deutliche Erhöhung des Umsatzes und eine
signifikante Verbesserung der Ertragssituation". Aus diesem Grund sei
auch mit einem positiven EBIT zu rechnen.
Bene mit Sitz in Waidhofen/Ybbs produziert ausschließlich in
Österreich und will dies auch beibehalten. Erst wenn das Geschäft in
Asien eine kritische Größe erreicht habe, werde man auch dort
montieren. Dies sei aber in den nächsten vier Jahren nicht zu
erwarten. (APA)