Live-Filter und Tilt-Shift zeigen Effekte in Echtzeit – Fotos werden hochauflösend gespeichert
Die populäre iPhone-App Instagram ist auf Version 2.0 aktualisiert worden und bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Neben bereits zuvor von den Entwicklern angekündigten neuen Filtern wurde die Foto-Anwendung ordentlich überarbeitet.
Funktionsweise beibehalten
Grundsätzlich hat sich an der Funktionsweise der App nichts geändert. Nutzer können Fotos aufnehmen, sie mit verschiedenen Filtern verändern und direkt auf Twitter, Facebook, Flickr, Tumblr, Posterous und Foursquare hochladen oder per Mail verschicken. Zudem erscheinen die Fotos im wahlweise öffentlichen oder privaten Instagram-Profil, dem andere Nutzer folgen können.
Neue Kamera-Buttons
Überarbeitet wurde die eigentliche Kamera-Anwendung. Die Einstellungs-Icons wurden durch neue Buttons am oberen und unteren Display-Rand ersetzt. So kann man den Blitz ein- und ausschalten, zwischen Front- und Hauptkamera wechseln und die Kamera-App schließen. Neu hinzugekommen sind zudem ein Button, mit dem man Foto-Rahmen aktivieren oder deaktivieren kann, ein Icon in Form eines Wassertropfens, am unteren Rand ein Augen-Symbol. Die beiden Letzteren machen das Highlight von Instagram 2.0 aus: Live Tilt-Shift und Live-Filter.
Echtzeit-Effekte
Tilt-Shift wurde bereits mit einem vorherigen Update eingeführt. Zuvor war es möglich die Tiefenschärfe der Fotos nachträglich zu verändern. Mit Live Tilt-Shift wird diese Funktion direkt auf das Kamera-Bild in Echtzeit angewendet bevor das Foto aufgenommen wird. In die gleiche Kerbe schlagen die neuen Live-Filter, die über das Augen-Symbol erreichbar sind. So kann man alle Filter live auf das aktuelle Kamera-Bild anwenden. Weiterhin ist es auch möglich, Fotos aus der iOS-Galerie mit Filtern zu überarbeiten oder direkt aus Instagram ein Foto aufzunehmen und danach einen Filter auszuwählen.
Neue Filter und hochauflösende Fotos
Zu den bisher 15 Filtern haben die Entwickler vier neue eingeführt: Amaro, Rise, Hudson und Valencia. Die Vorschau-Thumbnails zeigen nicht mehr Sneakers, sondern einen Baum. Fotos werden zudem in einer höheren Auflösung mit 1936 × 1936 statt 612 x 612 Pixel aufgenommen und können nach der Aufnahme um 90 Grad rotiert werden. Die hochauflösenden Fotos werden allerdings nur direkt am Gerät gespeichert, beim Upload greift Instagram nach wie vor auf die geringere Auflösung zurück.
Schnell
Die Überarbeitung ist den Entwicklern gelungen. Die Echtzeit-Effekte halten das, was sie versprechen: Filter und Tilt-Shift verändern das Kamera-Bild nahezu ohne Verzögerung und können sehr schnell geändert werden. Praktisch ist hier auch, dass die Filter-Vorschau am unteren Bildschirmrand automatisch nach links weiterrückt, sodass man sich schnell durch die verschiedenen Möglichkeiten durchklicken kann. Viele andere Foto-Apps benötigen mitunter sehr lange für die Foto-Bearbeitung.
Warten auf Android-Version
Instagram 2.0 kann ab sofort kostenlos im App Store heruntergeladen werden. Voraussetzung für die neuen Live-Funktionen ist iOS 4.2.1 oder eine neuere iOS-Version auf iPhone, iPod Touch und iPad. Vorerst bleibt iOS die einzige Plattform, für die die App verfügbar ist. An einer Android-Version arbeiten die Entwickler zwar, wann sie veröffentlicht werden soll, ist jedoch noch nicht bekannt. (br/derStandard.at, 21. September 2011)