Andritz baut Wasserkraft-Anlagen in der Türkei

21. September 2011, 09:14

90-Millionen-Auftrag - Andritz kauft Vliesstoffsparte, keine Angaben über Kaufpreis

Wien/Graz - Der börsenotierte Technologiekonzern Andritz hat einen Großauftrag in der Türkei an Land gezogen. Die Wasserkraftwerkssparte Andritz Hydro erhielt von Cetin Enerji A.S., einer Tochter der staatlichen norwegischen Versorgungsgesellschaft Statkraft, den Auftrag zur Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für das Wasserkraftwerksprojekt Cetin in der Türkei. Der Auftragswert beträgt mehr als 90 Mio. Euro, teilte Andritz am Mittwoch mit.

Das Projekt Cetin am Fluss Botan in Südostanatolien besteht aus zwei Wasserkraftanlagen, die 2015 in Betrieb gehen sollen. Andritz liefert die komplette elektromechanische Ausrüstung inklusive Turbinen und Generatoren.

Andritz kauft Vliesstoffsparte

Einkaufen tut man sich in Frankreich und China. Das börsenotierte Unternehmen hat einen Vertrag über den Erwerb der Vliesstoffsparte der im Elsass ansässigen NSC-Gruppe einschließlich der Tochtergesellschaften Asselin-Thibeau (Elbeuf, Frankreich) und NSC Wuxi (Wuxi, China) unterzeichnet, teilte Andritz am Mittwoch in der Früh mit. Die erworbenen Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 200 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 40 Mio. Euro.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. "Der Kauf tritt nach Zustimmung der relevanten Gremien voraussichtlich im 4. Quartal 2011 in Kraft", heißt es weiter. Die Verhandlungen zwischen der NSC-Gruppe und Andritz sind bereits seit dem Sommer bekannt. (APA)

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4 Postings

hoffe die agieren gescheiter als manche öst. konkurrenten bei solchen projekten.
sonst gehts nächste unternehmen den bach runter...

kennt irgendjemand das unternehmen genauer? betriebsklima o.k.?

Offensichtlich ok. Die Firma steht im Ruf, ein gut zahlender und erstrebenswerter Dienstgeber zu sein. Mir ist noch nichts Negatives zu Ohren gekommen.

Einen "Nachteil" hat die Andritz in manchen Augen: Sie lässt sich von der Politik nur wenig sagen. Deswegen wollte Voves zum Beispiel, dass die ehemalige Elin in Weiz von einer Landesholding übernommen wird, und nicht von der Andritz. Nicht um Arbeitsplätze ging es -der Standort läuft auch heute gut - sondern um politischen Einfluß.

Echter Nachteil: Die Andritz hängt wie alle Anlagenbauer sehr an der internationalen Konjunktur. Mal läuft es sehr gut, mal auch schlechter.

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