Unabhängigkeitserklärung

Samsung macht Bada zur Open-Source

Helmut Spudich, 21. September 2011, 09:15
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    foto: samsung

    Als Open-Source-Plattform soll Bada mehr Entwickler als bisher anziehen und möglicherweise auch andere Android-Hersteller.

Mit der Motorola-Übernahme wird Google zum Konkurrenten - Um die Abhängigkeit zu verringern, soll die Samsung-eigene Software aufgebaut werden

Bada, das Samsung-eigene Handybetriebssystem, soll im nächsten Jahr in eine Open-Source-Plattform umgewandelt werden. Damit will sich Samsung aus einer Zwickmühle befreien: Einerseits wird Google, dessen Android-Betriebssystem von den allermeisten Samsung-Handys und -Tablets verwendet wird, durch die Übernahme von Motorola zu einem Konkurrenten Samsungs. Andererseits bekriegen sich Samsung und Apple in zwei Dutzend Prozessen wechselseitig wegen Patentrechts- und Designverletzungen.

"Googorola"

Als Open-Source-Plattform soll Bada mehr Entwickler als bisher anziehen und möglicherweise auch andere Android-Hersteller, die sich durch "Googorola" bedroht fühlen, berichtet das Wall Street Journal. Hingegen soll Samsung weiterhin kein Interesse daran haben, das von Hewlett-Packard aufgegebene, von Palm gekaufte WebOS zu übernehmen. Bada spielt derzeit mit einem Anteil von unter zwei Prozent (laut Gartner) keine nennenswerte Rolle am Handymarkt. Android ist hingegen mit rund 43 Prozent in der Pole-Position und besetzt, auch bei Samsung, dabei auch das Topsegment bei Smartphones. Das 2009 herausgebrachte Bada wird hingegen vor allem auf billigeren Geräten verwendet.

Einsatz

Bada soll künftig nicht nur als Handyplattform, sondern auch für Tablets und SmartTV - mit Internet verbundene, appfähige Fernseher - geeignet sein.

Schwieriges Unterfangen

Samsung verspricht sich von der Stärkung einer eigenen Software sein starkes Wachstum bei Smartphones und Tablets aufrechtzuerhalten. Die Positionierung Badas auf einem größeren Markt ist jedoch ein schwieriges Unterfangen. Nokia scheiterte vor einigen Jahren daran, sein Symbian-Betriebssystem in einen offenen Standard zu verwandeln, und vollzieht derzeit einen vollständigen Schwenk zu Windows. Für Android-Hersteller wie HTC oder Sony Ericsson wiederum ist die Aussicht, ein Samsung-Betriebssystem zu verwenden, kaum verlockender, als mit Motorola im Besitz von Google zu konkurrieren.

US-Markt ist relevant

Dazu kommt, dass Bada nur erfolgreich sein kann, wenn es gelingt, im US-Markt und bei den dortigen Konsumenten und Entwicklern Fuß zu fassen. Nokia ist dies nie gelungen, und selbst das im PC-Bereich mächtige Microsoft liegt bei Windows-Handys weit abgeschlagen hinter Apple, Google und Blackberry.

Samsung ist, nach Umsatz, der weltgrößte Produzent elektronischer Hardware. Die Palette reicht von Handys, Kameras und PCs bis zu LCD-Panels, Speichern und Prozessoren. (spu, DERSTANDARD/Printausgabe, 21.09.2011)

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10 Postings
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01
25.9.2011, 14:22
Bada 2.0 zeigt...

...wie weit es sich seit der 1.0 version von vor 15 monaten her entwickelt hat und 3.0 ist für´s kommende Jahr schon angedacht. Es kommen immer mehr wichtige Funktionen und die Bedienung ist von jeher simpel.

Klar hat Samsung da von Android mit abgekupfert, allerdings ist die bedienung viel einfacher gehalten und das macht es zum idealen Alltagsbegleiter!!!

Und das schöne an Bada ist??? Samsung spart Geld gegenüber der benutzung von Androidgeräten und das macht die Smartphones trotz starker Technik sehr günstg!!!

Das Wave 2 z.B. kostet jetzt nach 10 Monaten nur noch ca. 180 € NEU, trotz starker CPU und GPU, Alugehäuse, tollem SCLCD Display (eine bessere version als die SLCD-Schrime von HTC) spielt viele Videoformate ab (.mkv) und mehr =)

Decius
01
21.9.2011, 16:40
Na da werden Zusammehänge herbeigezaubert

das Bada Open Source werden soll hat Samsung schon vor ein paar Monaten angedacht, lange vor Motorola & Google. Da wäre es realistischer dieselben Schlussfolgerungen auf MS & Nokia umzulegen, das war nämlich ungefähr zu der Zeit.

bedarf ist keine konstante
00
21.9.2011, 12:18
"Googorola"

xD

Ser sum sin
00
21.9.2011, 10:01

Super. Bada ist vom System her Adroid eh überlegen. Warum sich google mit Java herumschlägt soll verstehen wer will.

HinzundKunz
03
21.9.2011, 11:47

besser noch wäre, wenn mehr Leute Meego unterstützen würden, das ist nämlich das einzige wirklich freie System auf dem Markt...

PostIt
00
21.9.2011, 11:22
was gibts denn an java auszusetzen?

warum sich mit c++ rumschlagen, wenn die performance von java für 99% aller apps völlig ausreichend ist?

selbst apps wie google maps laufen auf uralten geräten flüssig. wer mehr braucht kann auch native code einbinden.

abgesehen davon - java code ist wesentlich leichter portierbar. bspw. richtung objective-c (iphone). bei c++ kann man das bei größeren projekten getrost vergessen (templates, etc...)

Ser sum sin
01
21.9.2011, 12:13

An Java gibt es sehr viel auszusetzen. Vor allem bei mobilen Plattformen gibt es zahlreiche weit überlegene Frameworks.
Warum wird eigentlich immer C++ angeführt, als ob das bei mobilen Oberflächen "die" Konkurrenz zu Java wäre. Es gibt Qt, usw.

sim89
01
21.9.2011, 12:26

Qt ist aber keine Programmiersprache ... Ansonsten mag ich persönlich C++ lieber als Java. Eine Kombination aus Python und C/C++ wäre meines Erachtens die beste Lösung für eine mobile Plattform, aber so wichtig ist mir die Sprache in der man programmieren muss nicht. Ideal wäre wenn man mehr Möglichkeiten hätte als eine Sprache ...

Ser sum sin
00
21.9.2011, 14:31

Natürlich. Aber besonders für Oberflächen greift man eben auf Frameworks wie Qt zurück (oder gtk, oder ...). (Fast) niemand programmiert direkt in C++ oder C ein Programm für den Desktop oder eben mobile Platformen.

Qt ist wirklich (für mich) das beste. Platformübergreifen, genial durchdachtes Framework.
Java ist ... naja

Diversion
10
21.9.2011, 11:15
bada ist android überlegen?

können sie das näher erläutern?

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