Forum Personal standardisierte Anforderungsprofil und Kompetenzen, um Professionalität der Branche zu festigen
Wien - Das österreichische Forum Personal, die hierzulande größte Vereinigung von Personalmanagern, hat zehn "Gebote" für die Arbeit von Personalchefs herausgearbeitet und in eine Broschüre über HR-Standards gegossen. "Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Qualität des Personals und dem Erfolg eines Unternehmens, wie zahlreiche Publikationen belegen", sagte der Senior Vice President Human Resources bei der OMV AG und Präsident des Forum Personal, Georg Horacek, am Dienstag vor Journalisten. Die Schaffung von Standards für das Management von Human Resources liege international im Trend, "im deutschsprachigen Raum sind wir die Vorreiter".
Konkrete Verhaltensbeispiele
Zielgruppe der Publikation, welche die Professionalisierung der Branche festigen soll, sind zum einen die HR-Manager selbst, zum anderen deren Chefs. Jeder CEO sollte wissen, was die Personalmanager leisten können und wofür sie letztlich dann auch verantwortlich sind. In den Standards sind die Kompetenzen in den zehn wichtigsten Kernbereichen jedes Personalmanagers definiert. Die dazugehörigen Prozesse, Abläufe und Instrumente wurden festgeschrieben und mit konkreten Verhaltensbeispielen veranschaulicht.
Personalchefs agieren in Österreich selten auf Vorstandsebene, sollten aber gleich darunter angesiedelt sein, so die Ansicht vieler HR-Manager. "Der Personalist sollte nicht zu weit weg vom Vorstand sein", betonte der Finanz- und Personalvorstand des Wiener Süßwarenherstellers Josef Manner, Albin Hahn. "Die Ebene ist nicht so wichtig wie die Rolle, die man bei strategischen Entscheidungsprozessen spielt", meinte wiederum Co-Autor und Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), Wolfgang Mayrhofer.
Das Forum Personal zählt laut Eigenangaben rund 300 Mitgliedsunternehmen, die für mehr als 530.000 Arbeitnehmer zuständig sind und seit 45 Jahren Erfahrungen austauschen. Die nunmehr vorliegenden HR-Standards seien in den vergangenen eineinhalb Jahren in fast 1.000 Arbeitsstunden erstellt worden und sind für Nicht-Mitglieder um 45 Euro (ohne Mehrwertsteuer und Versandkosten) erhältlich. (APA)