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Steinbrunn - Patrekur Johannesson hat von Sonntag bis Dienstag in Steinbrunn seinen ersten Lehrgang mit der österreichischen Handball-Nationalmannschaft absolviert. Nach Dagur Sigurdsson und Magnus Andersson setzt Johannesson die Tradition der jungen skandinavischen ÖHB-Teamchefs fort, der 39-Jährige Isländer hat mit den Österreichern viel vor.
Johannesson will weiterhin auf die arrivierten Akteure wie Viktor Szilagyi (derzeit verletzt), Konrad Wilczynski, Patrick Fölser, Robert Weber, Nikola Marinovic oder Roland Schlinger setzen. "Ich gehe davon aus, dass sie weitermachen. Aber man muss auch akzeptieren, wenn jemand genug hat. Ich brauche nur die, die zu hundert Prozent bereit sind", meinte Johannesson, der bereits Gespräche mit den Routiniers geführt hat.
Gleichzeitig wird der 243-fache isländische Teamakteur versuchen, zahlreiche junge Spieler auf- und einzubauen und so den Kader auf deutlich breitere Beine zu stellen. Da die Deutschland-Legionäre aufgrund des dichten Spielplans nicht in Steinbrunn dabei waren, hatte Johannesson gleich einmal die Gelegenheit, zahlreiche Junge wie David Brandfellner (18 Jahre), Alexander (19) und Maximilian Hermann (19), Marian Klopcic (19), Raul Santos (19) oder Dominik Schmid (22) genauer unter die Lupe zu nehmen.
Medaille bei einem Großereignis
"Die Jungen haben mit einer sehr guten Einstellung trainiert. Wenn sie so weiter machen, dann habe ich keine Angst. Es ist eines meiner Hauptziele, die jungen Spieler einzubauen und ihnen Chancen zu geben", meinte Johannesson.
Johannesson startete hochmotiviert in seine ÖHB-Ära, hat bereits zahlreiche HLA-Clubs und -Spiele besucht. Der ehemalige Deutschland- und Spanien-Legionär möchte weit länger als bis zum aktuellen Vertragsende 2013 in Österreich arbeiten und träumt sogar von einer Medaille bei einem Großereignis. "Momentan sind wir natürlich noch weit davon weg, aber jeder soll seine Traumziele haben."
Die handballerischen Vorstellungen von Johannesson unterscheiden sich nicht von jenen seiner Vorgänger. "Ich hoffe auf eine aggressive Deckung, meine große Stärke als Spieler war ja die Abwehr. Ideal wäre eine starke Verteidigung und viele leichte Gegenstoßtore", sagte Johannesson.
Gruppensieg als Grundvoraussetzung
Die ersten Spiele unter seiner Führung wird Österreich im November bei einem Viernationen-Turnier gegen Gastgeber Polen, Ägypten und Russland bestreiten. Im Dezember testen die Österreicher in der Heimat noch zweimal gegen Algerien, ehe es dann im Jänner erstmals wirklich ernst wird.
In Gruppe 1 der Qualifikation für die WM 2013 trifft der ÖHB auf Großbritannien und Israel. Nur der Gruppenerste steigt ins entscheidende Play-off im Juni 2012 auf. "Man muss abwarten, welche Spieler zur Verfügung stehen. Es wird nicht einfach, aber ich finde es realistisch, dass wir unsere Gruppe gewinnen wollen", sagte Johannesson. (APA)
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