eBay-Auktion

Wikileaks versteigert Depeschen und Kaffee

20. September 2011, 09:38
  • Artikelbild
    foto: ap

    Wikileaks-Gründer Julian Assange

Auktion mit Erinnerungsstücken zur Finanzierung von Aktivitäten

Die Enthüllungsplattform Wikileaks versteigert seit dem Wochenende Erinnerungsstücke wie ein geschmuggeltes Kaffeepäckchen oder eine handsignierte Diplomatendepesche. Mit der Aktion im Internetauktionshaus Ebay will die Organisation, die angesichts der Blockade durch Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard mit akuten Finanzproblemen kämpft, Geld für ihre laufenden Aktivitäten sammeln.

Laptops, signierte Depeschen und Eintrittskarten für Modenschau

Angeboten wird etwa einer der beiden Laptops, mit denen die Veröffentlichung der mehr als 250.000 vertraulichen US-Depeschen vorbereitet worden war. Das Startgebot liegt bei 6.000 Pfund (6.863 Euro). Für eine von Wikileaks-Gründer Julian Assange signierte Kopie der Depesche, in der US-Außenministerin Hillary Clinton die Geheimdienste zum Ausspionieren der Vereinten Nationen anweist, gilt ein Mindestgebot von 2100 Pfund. Außerdem wurden Eintrittskarten für eine Modenschau von Vivienne Westwood Ende September in Paris angeboten, die Assange von der britischen Designerin zu seinem 40. Geburtstag in diesem Jahr geschenkt bekam.

Kaffeepäckchen

Die meisten Gebote gab es am Montag jedoch für ein versiegeltes Kaffeepaket, das Assange im Dezember aus dem Londoner Wandsworth-Gefängnis schmuggelte, in dem er eine Woche wegen eines schwedischen Auslieferungsgesuchs einsaß. Neun Bieter trieben den Preis von 200 auf 250 Pfund. Der Erlös soll ausschließlich für die Tätigkeit von Wikileaks verwendet werden, nicht für Assanges Kampf gegen seine Auslieferung. Dem Australier wird in Schweden Vergewaltigung vorgeworfen. (APA/AFP)

Mit der Gesamtsituation unzufrieden
17
20.9.2011, 10:31
Das unrühmliche und selbstverschuldete Ende.

Super Assange, super Domscheidt ihr Quadrategomanen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.