Frage der Solidarität, nicht des Eigentums

Interview | Lisa Aigner, 20. September 2011, 09:10
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Unternehmersohn Christian Köck erklärt, warum er keinen Hörsaal kaufen will und er stattdessen für neue Steuern ist

Der Universitätsprofessor und Sohn von Elektro-Unternehmer Walter Köck, Christian Köck, würde entgegen der Wünsche von ÖVP-Chef Michael Spindelegger keinen Hörsaal kaufen. Wissenschaft und Forschung zu finanzieren gehöre zur Aufgabe des Staates, so der Gesundheitsökonom im Interview mit derStandard.at. Er will, dass jene, die "genug verdienen" dem Staat auch mehr zahlen und fordert eine Erbschafts- und eine Schenkungssteuer, sowie eine Erhöhung der Einheitswerte bei der Grundsteuer. Köck spricht sich für mehr Solidarität aus und glaubt, dass eine Debatte über den Gesellschaftsvertrag notwendig ist. Entgegen den Vermutungen von Finanzministerin Maria Fekter fühlt er sich trotz seines Vermögens nicht verfolgt.

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derStandard.at: ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat vorgeschlagen, dass Reiche ihr Geld den Unis spenden. Würden Sie einen Hörsaal kaufen?

Köck: Nein, ich würde keinen Hörsaal kaufen. Man muss das Thema ganz grundsätzlich angehen. Es gibt einen Gesellschaftsvertrag und der sagt, was der Staat für seine Bürger leistet und was die Bürger für den Staat zu leisten haben. Zu den Dingen, die der Staat zu leisten hat, gehört, dass er Ausbildung anbietet und dass er Wissenschaft und Forschung finanziert. Das muss er tun, indem er für ausreichendes Steueraufkommen sorgt. Ich bin dafür, dass diejenigen, die genug Kapital haben und genug verdienen einen höheren Beitrag leisten und sicher auch einen höheren, als sie jetzt schon leisten.

Wenn dann noch jemand einen Hörsaal kaufen will, finde ich das gut, wenn er oder sie das macht. Das kann aber nicht ersetzen, dass diejenigen, die über mehr Ressourcen verfügen, mehr beitragen. Man kann nicht sagen: Schauen wir, dass wir einen möglichst schlanken Staat haben, der möglichst wenig einnimmt und nur die, die Lust dazu haben und das Bedürfnis verspüren, sollen über Spenden noch etwas dazu beitragen. Das, was im Gesellschaftsvertrag für den Staat verpflichtend ist, nämlich die Gesundheitsversorgung, Bildung und Forschung und Umweltschutz, usw. muss über das Steueraufkommen finanziert werden. Das kann nicht von der Benevolenz Reicher abhängen.

derStandard.at: Kann man daraus schließen, dass sie eher für Vermögenssteuern sind, als für diesen Vorschlag von freiwilligen Spenden?

Köck: Wenn ich mich zwischen diesen beiden Dingen entscheiden müsste, dann wäre ich natürlich dafür, dass es Vermögenssteuern gibt. Ich bin aber grundsätzlich gegen eine Vermögenssubstanzbesteuerung. Ich finde, der Zugang zu Vermögen gehört besteuert. Wir brauchen eine Erbschaftssteuer. Wenn jemand Geld erbt, dann muss man eine Steuer dafür zahlen. Außerdem ist es auch leistungsfeindlich. Das müsste die ÖVP eigentlich nachvollziehen können. Es braucht eine Schenkungssteuer, es braucht eine Vermögenszuwachssteuer, die haben wir ja schon. Und es braucht eine entsprechende Einkommenssteuer. Wenn jemand Vermögen hat und dann der Zuwachs auch besteuert wird, dann verstehe ich nicht, warum man das Vermögen noch einmal besteuert. Das ist meines und da verstehe ich nicht, warum der Staat noch einmal intervenieren soll.

derStandard.at: Sie haben eine Erhöhung der Einheitswerte für die Grundsteuer vorgeschlagen. Was sagen Sie zu dem Vorschlag von Finanzministerin Maria Fekter, dass diese von den Ländern bestimmt werden?

Köck: Das halte ich für das Verschieben des Problems auf eine Ebene, wo es wahrscheinlich nie gelöst werden wird. Ich würde nicht verstehen, warum ich in Mödling einen anderen Einheitswert habe, als im 23.Bezirk.

Die Einheitswerte gehören bundesweit erhöht in Richtung des Marktwertes. Das ist die Ausnahme, wo ich für Vermögenssubstanzbesteuerung bin. Das ist machbar. Finanzvermögen lässt sich sowieso nicht besteuern, dass ist sofort weg. Es ist viel einfacher Grund zu besteuern. Wenn jemand Grund und Boden, der sonst öffentlicher Raum wäre, privat besitzt, dann müsste er der Allgemeinheit etwas dafür zahlen, dass er den Grund einzäunen darf und ihn damit für andere unbenutzbar macht.

derStandard.at: Zur aktuellen Debatte rund um die Vermögenssteuer hat Spindelegger folgenden Vergleich gezogen: Er meinte, dass, wenn in der Schule ein Kind schön gespitzte Bleistifte hat und ein anderes Kind einen Stift wegnimmt, dann würde die Lehrerin das auch nicht erlauben.

Köck: Natürlich ist es gut, dass die Lehrerin das nicht erlaubt, weil es wichtig ist, dass auch in unserer Gesellschaft das Privateigentum geschützt ist. Abgesehen von dieser Selbstverständlichkeit muss man sich die Frage stellen: Was heißt gesellschaftliche Solidarität? Ich glaube, aus moral-philosophischen Gründen, dass Solidarität ein wesentlicher Wert ist. Um bei dem Bild zu bleiben: Wenn ich jetzt wunderbare Bleistifte habe und der neben mir hat keine und er kann seine Hausübungen nicht machen, dann brauche ich keine Lehrerin, die mir sagt: Gib ihm den Bleistift, sondern dann würde ich es von selber tun. Ich würde erwarten, dass das jeder von selber tut. Und wenn er das nicht macht, dann würde ich erwarten, dass in dem Bild die Lehrerin, also der Staat, dafür sorgt, dass so etwas wie Solidarität Platz greift.

In diesem Sinne widerspreche ich Spindelegger grundsätzlich: Die Frage ist hier nicht nur der Schutz des Privateigentums, sondern Solidarität und der Auftrag der Gesellschaft für solidarisches Verhalten und Umverteilung zu sorgen. Wenn man nur auf das Privateigentum achtet und nicht auch auf Solidarität führt das zu einer unsolidarischen Gesellschaft. Die Idee, dass der, der keine gespitzten Bleistifte hat, sie nur deswegen nicht mit hat, weil er sie vergessen hat und schlampig ist, ist unzulässig. Realität ist, dass sich viele die Bleistifte einfach nicht leisten können.

Es gibt auch empirische Gründe, für Solidarität zu sein. Alles, was wir aus Forschung wissen, sagt uns, dass es sich in solidarischen, egalitären Gesellschaften besser leben lässt. Es lebt sich gesünder, stressfreier und gewaltfreier und es ist insgesamt eindeutig, dass solidarische Gesellschaften lebenswerter sind, auch für die, die viel Geld haben.

derStandard.at:  Warum glauben Sie, sagen andere Reiche in Österreich nichts zu diesem Thema?

Köck: Kaum jemand in Österreich redet gerne über Geld. Dazu kommt, dass, wenn der Bundeskanzler sagt, er will die Reichen erwischen, ist das nicht dazu angetan eine redliche und sachliche Diskussion zu diesem Thema zu beginnen. Wenn es jetzt um "die einen gegen die anderen" geht und in dieser Situation ein völlig sinnloser Klassenkampfduktus hineingebracht wird, dann führt das nicht zu einer offenen Diskussion. Die Lösung des Problems, nämlich das Schaffen des Verständnisses dafür, dass diejenigen, die mehr haben auch mehr geben müssen, weil Solidarität ein Wert ist, wird leichter, wenn man sich solche Bemerkungen spart. Die bringen nichts. Das führt nur dazu, dass die, die mehr Geld haben, das Gefühl haben, sie müssen sich jetzt einigeln und in eine Verteidigungshaltung gehen.

derStandard.at:  Nehmen wir an, Sie hätten eine Million Euro, die sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen könnten. Wo würden sie die investiert sehen wollen?

Köck: Wahrscheinlich in die Integration schlecht integrierter sozialer Gruppen. Das können Migranten sein, oder Kinder aus Familien mit niedrigstem Einkommen. Ich würde, wenn ich das hätte, versuchen Beispiele sozialer Solidarität zu setzen und das mit ökologischem Verhalten verbinden. Es gibt vieles, was man tun kann, um soziale Randgruppen zu mehr Selbstbestimmtheit und größerer ökonomischer Selbstständigkeit zu verhelfen.

derStandard.at: Warum gerade dort?

Köck: Ich glaube, dass das unser größtes Problem ist. Das größte Problem ist nicht die fehlende Ausstattung der Universitäten. Wenn wir das öffentliche Geld effizient einsetzen und mit den Ressourcen ordentlich umgehen würden, dann brauche ich keinen Hörsaal spenden. Der Universität Wien oder dem AKH Wien etwas zu spenden halte ich angesichts der Tatsache, dass es Menschen gibt, die unter Bedingungen leben, die Sie und ich uns nicht vorstellen wollen und können und die keine Chance auf einen sozialen Aufstieg haben, für frivol.

derStandard.at:  Sie haben schon angesprochen, dass die SPÖ derzeit eine Kampagne gegen Reiche fährt. Ministerin Fekter hat kürzlich in diesem Zusammenhang mit einer Aussage für viel Empörung gesorgt: Sie meinte, dass gerade "enorme Feindbilder in Europa gegen die Reichen und Banker aufgebaut werden" - und dass sie das an den frühen Antisemitismus erinnere - Haben Sie das Gefühl, dass gegen Sie Feindbilder aufgebaut werden?

Köck: Nein, das habe ich nicht. Ich habe das Gefühl, dass "Erwischen wir die Reichen" ein Schlenker für den Boulevard ist. Wenn das keine Grundhaltung ausdrückt, dann kann man das in der Hitze der Diskussion entschuldigen. Zu Frau Fekter: Ich fühle mich nicht verfolgt und kann hier nur Kreisky in Abwandlung zitieren: Frau Finanzministerin, lernen Sie Geschichte!

derStandard.at:  Politologen sehen derzeit viel Potenzial für eine neue Partei. Sie waren selbst schon politisch für das Liberale Forum tätig. Könnten Sie sich vorstellen, wieder in die Politik zu gehen?

Köck: Ich glaube, dass es für eine neue Partei in Österreich keinen Platz gibt. In Österreich lässt sich keine Partei erfolgreich gründen. In der Geschichte der Zweiten Republik hat sich gezeigt, dass erfolgreiche Parteigründungen mit Ausnahme der Gründung der Grünen immer Spaltungen waren. Alle anderen Versuche sind gescheitert. Das hat mit unseren Systems und der korporatistischen Kultur zu tun, dass die Etablierten so viele Startvorteile haben, dass die anderen nicht mitkommen. Das Ziel müsste sein, dass man in den Parteien, in denen man sich am meisten verwirklicht sieht, mittut und versucht so Einfluss in auf die Politik zu nehmen.

derStandard.at: Würden Sie aktiver Politiker werden wollen?

Köck: Nein, das würde ich sicher nicht mehr machen. Hut ab, vor allen, die sich das antun. Das sage ich jetzt nicht zynisch aus dem Out stehend lächelnd. Ich finde es wirklich eine verantwortungsvolle, komplexe und das gesamte Leben beeinträchtigende Tätigkeit. Wenn man sich die Resonanz anschaut und das, was Politiker dann bieten lassen müssen, dann sage ich: Hut ab! Ich würde mir das nicht antun. Wenn ich jetzt schon lange in einer Partei sozialisiert wäre, dann wäre das etwas anderes. Aber als "Quereinsteiger" würde ich das nicht machen wollen. Bis jetzt ist jeder Quereinsteiger gescheitert. Auch ich. (Lisa Aigner, derStandard.at, 19.9.2011)

Christian Köck ist Universitätsprofessor und Gesundheitsökonom.  Er war Bundessprecher des Liberalen Forums und ist im Management der Health Care Company. Köck ist Sohn des Elektrounternehmers Walter Köck.

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bei seinen persoenlichen heuschreckeninvestments ist der herr köck weniger zimperlich...

Danke danke danke

Endlich gescheite Sätze zu diesem so wichtigen Thema.....
Ps: bin nicht Reich geboren, Arbeit gern und viel und geb gern was von meinem Reichtum ab für eine solidarische Gesellschaft. ( und widerspreche somit einigen Postern die meinen dass Menschen die sich Reichtum erarbeiteten - schreib absichtlich nicht sich "verdienten", denn dies gilt es zu hinterfragen - beim Eintritt in die oberen 10000 ihr Gehirn abgegeben haben.)

Leider nur eine Ausnahmeerscheinung .....

http://derstandard.at/131500562... er-Reichen

Bei aller Wertschätzung des Herrn Köck, aber Vermögen haben soll erleichtert

und Vermögen erwerben noch schwerer werden?

Tut leid, das kann nur der Ansatz zu einer schon jetzt existierenden feudalistischen Gesellschaft sein!!!

Das sagt er doch gar nicht, im Gegenteil, er ist für eine solidarische egalitäre Gesellschaft.

Der Typ scheint irgendwie Österreich mit der Sowjetunion zu verwechseln

Oder wie kann ich öffentlichen Raum privat besitzen?
Wenn ich Eigentum an einem Haus habe, dann war das nie öffentlicher Raum, sondern immer Privateigentum.
Warum soll ein Mäzetantentum nicht funktionieren?
Nebenbei die wirkliche Aufgabe des Staates ist die innere udn äußere Sicherheit, Justiz, eine Basis-Gesundheitsversorgung und ein gewisse Volksbildungniveau zu gewährleisten, der Rest sollte privat sein.

Gib dem Kaiser was des Kaisers ist

aber mehr als 44%?

Die Abgabenquote ist hoch genug, um sämtliche Leistungen, die der Staat erbringt, abzudecken. Mehr Steuereinnahmen sind überhaupt nicht notwendig. Also muss man schauen, wo man weniger ausgeben kann:
- Subventionen und Förderungen aller Art (Wirtschaft, Kunst, div. Vereine mit (durchaus ehrenwerten) Anliegen aller Art,...)
- Verwaltungsvereinfachung und die Regel, dass sich jede Gebietskörperschaft die Steuern für ihre Ausgaben selbst holen muss
- Zusammenlegung von Gemeinden und Bundesländern
...

lg
Dimple

einheitswert

warum kommentiert niemand herrn köck's aussagen zum einheitswert? das ist der knackpunkt an diesem (sehr interessanten) interview.
lg ein (nicht besitzender) landbewohner

Schon wieder ein

Herr der nicht nichts von Gerechtigkeit versteht. Substanzbesteuerung, gleicgültig welcher Form ist Enteignung gleichzusetzen. Schon wieder jemand, für den die Feasibility an erster Stelle steht. Das kann er in seinem bzw. seines Vaters Unternehmen so halten, doch der Staat ist nun einmal kein Unternehmen und die Regeln des Zusammenlebens richten sich nach der Verfassung.

Enteignen kann man nur den Besitzer, der Erbe hat es weder geschaffen noch etwas dazu beigetragen. Will man eine Leistungsgesellschaft oder will man Vermögensverwalter? Frage an die ÖVP.
Das Problem geht ja auch soweit das diese Personen ihren Reichtum immer weiter ausbauen können unter den aktuellen Bedingungen, z.B. Mieterhöhung usw. bis der Arbeiter wie eine Zitrone ausgequetscht ist, da der Staat/Land auch zu wenig alternativen schafft

Eben, davon spreche

ich von der Substanzbesteuerung. Erben erhalten beim Erben keine Substanz und sollten dementsprechend auch Steuern zahlen, wie für alle Einkünfte, unabhängig von der Herkunft, gleich viele Steuern anfallen sollten. Das gilt auch für die Zinsbesteuerung die abhängig von der Summe aller Einkünfte entsprechend gestaffelt werden müsste.

Und Sie glauben, dass das Verwalten des Erbe keine Leistung ist? Ansonsten werden Sie das Erbe nicht lange haben.
Außerdem ist eine Erbschaftssteuer erst recht eine Enteignugn, weil sie a) keinen Lenkungseffekt hat, den eine Stuer haben sollte und b) wenn ich mein Erbe verkaufen muss um erst die Steuer zu bezahlen, ist das Enteignung im klassischen Sinn.

Das Wort Enteignung

in Verbindung mit Vermögenssteuern ist das wiederlichste und dümmste NLP-Neusprech der letzten 20 Jahre.

Aber wenn Sie ein ganz klein wenig selber denken lernen, werden Sie das ganz rasch erkennen.

Eine Steuer ist ein - im Idealfall gerechter - Anteil den die Gesellschaft vom Individuum auf Grund seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhält zur Deckung allgemeiner Aufgaben (Sicherheit, Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur usw.) erhält.

Und wenn Sie z.B. etwas erben mit einem Verkehrswert von 2 Mio, werden Sie nicht enteignet, sondern ihnen gehören niemals mehr wie der Netto-Wert. Also z.B. 1.5 Mio.

Davon kann jeder LSt oder ESt -Zahler eine Lied singen. Allerdings sind es dort bis 50%.

Gerechtigkeit ist ein Begrifft der in alle Richtungen weit auszulegen ist.

Substanzbesteuerung ist durchaus nicht Enteignung, insbesondere deswegen, weil ja der Vermögenserwerb hinsichtlich von Wohnraum ja seit je her steuerbegünstigt war und ist.

Im Grunde, um bei Ihrer Diktion zu bleiben, ist jede Besteuerung eine Enteignung, wenn ich 100 verdiene, zahle ich persönlich davon die rund die Hälfte an Steuern.

Wieso war der Wohnungserwerb steuerlich begünstigt? Wenn ich eine Wohnung kaufe muss ich schon ziemlich hart rechnen um eine rentable zu finden.

Wohnbaudarlehen

Förderungen, Abschreibung für Eigenheimbeschaffung,

Wie lang muss die Liste sein?

hä?

sie haben den artikel gelesen?

Glaub du hast echt NIX verstanden...

lies dir das interview bitte nochmal durch

was der herr köck nicht sagt...

auf die Frage hin: "Nehmen wir an, Sie hätten eine Million [...]" antwortet er: "Wahrscheinlich in die Integration schlecht integrierter sozialer Gruppen."
...ist: er tut es schon. Der Herr Köck fördert mit seiner Privarstiftung genau solche Gruppe von Menschen. Ermöglicht Kindern Ausbildung... tut auch viel im Kulturbereich.
Und er redet nicht darüber.
Wenns ein paar mehr von seinem Schlag gäb, würds ganz gut ausschauen in diesem Land.
Der ist integer. Punkt.

ER hat aber diese million auf keinen fall selbst verdient, deshalb hat er den komplett verdrehten blick darauf. ganz sicher wäre, er würde anders damit umgehen, hätte er viel dafür schuften müssen. so glaubt und ist er der 'gutmensch' geworden; das stellt niemand in frage. nur wäre er ein ganz anderer mit anderen ansichten und handlungen, wäre er mittellos geboren. mit garantie.

Es gibt eine Menge Menschen in diesem Land die mit großer Leidenschaft und Engagement ihrer Arbeit nachgehen und es nicht einmal bis hin zum Mittelstand schaffen, geschweige denn Reich zu werden. Diese Menschen sind teilweise Selbständige aber auch Arbeiter und Angestellte. Das Geraunze der Reichen, für ihren Wohlstand so über die Maßen hart gearbeitet zu haben kann ich nicht mehr hören und nur dazufügen: ja hoffentlich haben's dafür geschuftet....

Vermögenszuwachssteuern rauf, ok - aber Einkommenssteuern auf Lohn und Arbeit runter!!!

Danke, Herr Köck! Das war einmal ein durchdachter und qualifizierter Beitrag zur Diskussion über Vermögenszuwachssteuern - um solche handelt es sich nämlich in dieser Diskussion. Diese einmal wohltuend auch von reinen Vermögenssteuern zu unterscheiden, die reine Substanzsteuern sind, und die letztlich einer verfassungswidrigen Enteignung gleichkommen, ist sinnvoll und geboten. Gleichzeitig ist es aber auch notwendig über mehr Transparenz bei der Verwendung unserer Steuermittel zu diskutieren und dafür Sorge zu tragen, dass wir alle lernen die vorhandenen Mittel sinnvoll zu investieren und damit auszukommen ohne stets nach Mehreinnahmen zu rufen. Die Gegenfinanzierung von Vermögenssteuern müssen niedrigere Einkommenssteuern auf Arbeit sein.

Sie wissen aber schon auch, dass für viele Vermögenszuwächse die Einkommenssteuer gilt oder?

ES IST MÖGLICH!

Neues zu wagen.

Ein ordentliches Steuersystem.
Wozu bezahlt Österreich Tausende von Finanzbeamten, die sich da auskennen, wie was läuft.
Also gebe ich denen konsensualen politischen Auftrag, da was zu entwickeln. Damit dabei nichts schief geht, bitte ich führende Theoretiker, Wissenschafter und sonstige Praktiker wie (Steuer)Anwälte - und wer da halt noch dazu gehört, gemeinsam in einer Kommision ein passendes Konzept zu erarbeiten.
Das Ergebnis dieser Bemühung ist uns, den Bürgern zur Abstimmung vorzulegen.

Dann: Grundeinkommen für alle ÖSTERREICHER.

Wichtig: rechtliche Abgrenzung, um nicht den Rest der EU mit unseren erarbeiteten Sozialleistungen durchzufüttern.

Jetzt: Volkspension. Auch in bestehende Pensionen eingreifen.

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