Deutschland

Jung-Akademiker wollen bei Google arbeiten

19. September 2011, 09:45
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    foto: apa/dpa/kerkmann

    Google ist der beliebteste Arbeitgeber.

Deutsche Großkonzerne werden beliebter - Frauen nach wie vor weit schlechter bezahlt als Männer

Berlin - Deutsche Großunternehmen haben bei Jung-Akademikern stark an Popularität gewonnen - besonders die Industrieriesen. Zwar würden junge Akademiker ihre Karriere noch immer am allerliebsten beim US-Internetkonzern Google starten. Darüber hinaus liebäugeln aber überproportional viele mit einem Job in einem der hier angestammten großen Unternehmen wie BMW (Platz 2), Siemens (Platz 3), Audi (Platz 6), Bosch (Platz 8) und Deutsche Lufthansa (Platz 10), wie aus der Studie des Marktforschungsunternehmens Trendence hervorgeht, über die die "Welt am Sonntag" berichtet.

"Die klassischen deutsche Konzerne haben einen ganz ordentlichen Sprung gemacht und dominieren derzeit die Top 10", zitiert die Zeitung Trendence-Geschäftsführer Holger Koch. "Das spricht dafür, dass das Sicherheitsdenken der jungen Akademiker wieder zugenommen hat." Offenbar ließen die anhaltenden Verwerfungen an den globalen Finanzmärkten und die Euro-Krise die Risikobereitschaft der Berufsstarter sinken.

Öffentlicher Dienst

Auch staatliche oder halbstaatliche Institutionen legten in der Gunst der jungen Akademiker stark zu: So ist unter den insgesamt knapp 4.000 Befragten, die bis zu acht Jahre Berufserfahrung haben, das Interesse am öffentlichen Dienst und an Forschungszentren ungebrochen: Neben dem Auswärtigen Amt (Platz 7, Vorjahr Platz 1), der Max-Planck-Gesellschaft (Platz 3) und der Fraunhofer-Gesellschaft (Platz 14) brachten es gleich zwei öffentlich finanzierte Neueinsteiger unter die Top 20: die Helmholtz-Gemeinschaft (Platz 15) und das Europäische Parlament (Platz 20).

Mit am meisten an Popularität eingebüßt haben die klassischen Energiekonzerne wie RWE (von Platz 38 auf Platz 55), Eon (23 auf 38) und EnBW (72 auf 108) - vermutlich infolge des Atomunfalls in Fukushima und der eilig beschlossenen Energiewende. Umgekehrt profitierte der Erneuerbare-Energien-Spezialist Solarworld von den Ereignissen.

Nach wie vor halten sich geschlechtsspezifische Unterschiede beim Gehalt: Während laut Studie die jungen Akademikerinnen im Schnitt ein Jahresgehalt von 48.600 Euro verdienen, sind es bei ihren männlichen Kollegen bei gleicher Qualifikation 61.500 Euro. Insgesamt stehen die jungen Akademiker den gewachsenen Herausforderungen des Berufsalltags skeptisch gegenüber: Immerhin 42 Prozent ordnen sich selbst der Risikogruppe für Burn-out-Erkrankungen zu. (APA)

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23 Postings
Reich sein muss sich lohnen!
05
20.9.2011, 11:57
Muss man sich bei Google eigentlich noch bewerben?

Oder bekommt man da irgendwann eine Mail:

Die Analyse Ihrer persönlichen Daten hat ergeben, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für Google Inc. arbeiten möchten.
Ihren Gehaltsvorstellungen von X € können wir leider nicht nachkommen, aber wir wissen, dass sie sich auch mit X-Y € zufrieden geben werden.
Sie können am Montag nach ihrem Ägypten-Urlaub anfangen.

timurinamanu
00
20.9.2011, 08:46
Was verdient man bei Google? Gibts da irgendwo Zahlen?

Johann Dau
00
20.9.2011, 12:23
Ziemlich mies

In Dublin €35.000 im ersten Jahr für Absolventen - bei den dortigen Lebenshaltungskosten alles andere üppig, und deutlich unter dem was High Potentials bei anderen Konzernen kriegen. Aber Google rechnet halt damit, dass die Leute wegen des Mythos kommen, und stellt so halt auch die ganzen Fringes wie Guitar-Hero-Pausenraum, Kühlschrank zur freien Entnahme,... in Rechnung.

Hari Ka
00
20.9.2011, 13:11
35k

ist auch in Dublin eine ganze Menge als Einstiegsgehalt. 1st level support bekommen zwischen 19000 und 21000 als Vergleichswert. Akademiker frisch von der Uni bekommen dies auch nicht im ersten Jahr in Österreich raus.

Johann Dau
00
24.9.2011, 15:58

Also die Absolventen, die Google überhaupt nehmen würde (ca. <0,1% der Absolventen), kriegen bereits in Österreich aus dem Stand weg fast das Doppelte (bei diversen Unternehmensberatungen).

wer ist wir?
00
20.9.2011, 11:10

@1: ich denke das kann man so pauschal nicht beantworten in einem unternehmen mit 1000den Mitarbeitern.
@2: http://www.infoportal-nordheide.net/wp-conten... 00x225.jpg

her mit den Strichen!
11
19.9.2011, 16:29
Ja ja, die Konzerne stellen immer gerne Absolventen ein...

...während Sie andernorts zig oder 100e Mitarbeiter kündigen oder in den Vorruhestand schicken und 1.000e über Zeitarbeit beschäftigen.

Bis 30 hab ich auch geglaubt "big is beautiful" ;-)

Johann Dau
11
19.9.2011, 23:00

Konzerne können mit theorielastigen Absolventen noch am meisten anfangen, und die bekommen dort eine Praxisausbildung - klingt eigentlich nach einem fairen Deal. Muss ja nicht jeder ein Leben lang dort bleiben.

NONE
00
20.9.2011, 05:16

Guter Witz.

Nadann Weitweg
00
19.9.2011, 13:50
Gehaelter

Die Gehaelter der deutschen Jungakademiker sind gar nicht schlecht. Wie waere da der Vergleich mit Oesterreich?

evolution hunter
00
19.9.2011, 19:21

Akademiker Mitte 30 Durchschnitt:

Österreich 50.000 - 55.000 Euro
Deutschland 60.000 Euro
Schweiz 110.000 Franken ~ 90.000 Euro (kaufkraftbereinigt etwa 60.000 - 65.000 Euro) - in Zürich noch mal 10.000 - 15.000 chf mehr p.a.

Dafür zahlt man in Österreich die meisten Steuern...

Carlos Clementin
00
20.9.2011, 09:08
Wass ?

wo ist denn das Ausgegraben.
Entweder hat mich der SPÖ-Nahe Halbleiterkonzern in Villach Jahrelang besch... oder die Zahlen sind falsch. Mit 30 hatte ich keine 35000/p.a.

Johann Dau
00
19.9.2011, 22:49
Wo haben Sie die Zahlen her?

Dass man in Deutschland weniger Steuern zahlen ist jedenfalls falsch.

Die Einkommenssteuern sind zwar niedriger, aber die sonstigen Abgaben sind um so viel höher, dass sich das Ergebnis umdreht. Viele Großunternehmen rekrutieren im deutschsprachigen Raum mit Einheitsverträgen, und da sind die Bruttolöhne in D um 10-15% höher als in Ö, um auf das gleiche Netto zu kommen.

Blick Winkel
02
19.9.2011, 13:11
Die Zahlen sind ein Spiegelbild der Werbung.

BMW, AUDI, SIEMENS, BOSCH geben Unsummen für Werbung aus und sind dann wenig überraschend auch ganz oben auf der Wunschliste.

Aber gerade Siemens ist (zumindest in Österreich) für schlechte Bezahlung und massiven Mitarbeiterabbau bekannt. Wie die auf Platz 3 kommen ist mir ein Rätsel.

Jobs bei BMW und AUDI würden mich auch gefallen.

Herbert Novak1
00
27.9.2011, 10:13
Siemens als Schimpfwort für Turbo-Kapitalismus

Siemens ist mittlereweile ein Schimpfwort für Turbo-Kapitalismus. Es herrscht derzeit Hochsaison für Farewell-Manager in Siemens, die nicht anders machen als die unliebsame MA ins Gesicht zu sagen:"Es war eine schöne Zeit mit dir, du hast super geleistet, deshalb haben wir ein Geldsackel für dich zum Abschied bereits". Wenn Werner von Siemens noch lebt, er wird Peter Löscher sofort entlassen.

Carlos Clementin
10
19.9.2011, 11:43

Bei kleinen Firmen wirst halt nicht weiter kommen als Subchef mit 300-4000€ wenn überhaupt. Bei Konzernen besteht die Möglichkeit höher zu steigen - zwar nur mit Vitamin B, aber besser as gar keine Möglichkeit.

Johann Dau
00
19.9.2011, 22:53
Wohl eher umgekehrt...

Wenn man nicht das Glück hat, einen wirklich engagierten "Mentor" zu haben, ist die Gefahr, jahrelang auf dem gleichen Posten festzustecken (und den ersten Aufstieg nur mit einem Firmenwechsel vollziehen zu können) in Großkonzernen viel höher als in Kleinbetrieben. In Ersteren ist die Arbeit viel stärker fragmentiert und Zuständigkeiten sind strikter getrennt, während man in Kleinbetrieben gezwungenermaßen immer mehr Aufgaben übernimmt als eigentlich vorgesehen.

Carlos Clementin
00
20.9.2011, 09:06
Ja,

aber in Kleinbetrieben gibts oben halt nur mehr den Chef und nicht so gut bezahlte Führungspositionen dazwischen. Vor allem die BWL Wuzzi werden diort nicht mehr als bessere Buchhalter.
Bei Konzernen, auch wenn die wechseln werden die eventuell sowas wie Manager und kassieren dann ...

Peter Griffin13
00
19.9.2011, 10:27

Akademiker ist halt nicht Akademiker.
Eine Bauingenieurin wird auch mehr verdienen als ein männlicher Psychologie Absolvent.

redcruiser
00
19.9.2011, 09:58

Ok. Aber was soll ich von diesem Bericht halten?
Was is denn jetzt die Botschaft von dem??

Geoffrey of Monmouth
00
19.9.2011, 10:56

Riesige Konzerne sind super, dass ist die Aussage des Berichts...

kiwi99
01
19.9.2011, 11:11

Jungakademiker glauben, dass riesige Konzerne super sind.
In dem Alter glaubt man noch viel....

Geoffrey of Monmouth
00
19.9.2011, 12:03

Tjo, ist leider eine weitverbreitete Meinung, die aber durch Mundpropaganda viel Zuspruch findet.

Man betrachte nur die Mitarbeiterfluktuation einzelner Abteilungen in Konzernen, da sieht man, wie austauschbar der einzelne ist. Heißt ja nicht umsonst HR..

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