Hellaphone genannter Fork bislang auf Nexus S und Nook Color zum Laufen gebracht
Die Entwickler des Netzwerkbetriebssystems Inferno OS haben eine Portierung für Android-Smartphones veröffentlicht. Der Hellaphone genannte Fork läuft bislang auf einem Nexus S und dem E-Book-Reader Nook Color, wie Golem berichtet.
Booten in zehn Sekunden
Hellaphone läuft direkt auf der Linux-Basisschicht von Googles Betriebssystem, statt des Java UIs von Android wird jedoch Hellaphone geladen. Der Bootvorgang soll daher nur zehn Sekunden dauern. Die Oberfläche wurde an den Smartphone-Bildschirm angepasst, so werden Fenster automatisch auf die Bildschirmgröße skaliert und die Menü-Leiste befindet sich am oberen Bildschirmrand. In einem Demo-Video wird gezeigt, wie man mit dem Nexus S telefonieren und SMS senden und empfangen kann. Multitouch-Eingaben und Browser funktionieren vorerst allerdings noch nicht.
Apps werden in Limbo statt Java programmiert. Wer Inferno auf seinem Nexus S oder Nook installieren will, sollte laut Entwickler John Floren zuerst die alternative Firmware CyanogenMod aufspielen. Auf Bitbucket findet man sowohl den Quellcode von Hellaphone als auch eine Anleitung und Screenshots. (red)
Plan 9 von Bell Labs sind Kult-Betriebssysteme... die device-files von Unix/Linux wie auch viele andere Ideen die in heutigen Betriebssystemen implementiert sind kommen aus dieser Ecke.
Inferno ist eine Weiterentwicklung einer (urtümlicheren) Version von Plan 9; Plan 9 hätte "das neue Unix" werden sollen, hat sich aber nicht durchgesetzt: die "alten" Unices hatten schon viel zu viel Software angesammelt, und niemand hat sich wirklich davon trennen wollen. Denn wie hieß es so schön: Der größte Feind eines revolutionären Systems ist ein altes, das aber noch seinen Job verrichtet (ähnliche Probleme haben ja Mac & Linux vs Windows). (Noch dazu haben die Macher von Plan 9 - selten blöder Weise - es teilweise absichtlich inkompatibel geschaffen!) Inferno konnte schon als "Schicht" auf Linux, Windows und FreeBSD laufen; Android ist sohin keine so große Überraschung. Die hoffen wohl, dass irgendwer das kauft, so wie Blackberry QNX
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