Treffen war "Erfolg"

Sudan und Südsudan einigen sich auf Öffnung von Grenzübergängen

19. September 2011, 06:42

Nach monatelangen Verhandlungen

Khartoum - Nach monatelangen Verhandlungen haben sich der Sudan und der neu gegründete Südsudan auf die Öffnung von zehn Grenzübergängen zwischen beiden Ländern geeinigt. Damit sollten die Reisemöglichkeiten und der Austausch zwischen den Nachbarstaaten erleichtert werden, erklärte der sudanesische Verteidigungsminister Abderrahim Mohammed Hussein am Sonntag vor Journalisten in Khartoum. Sein südsudanesischer Kollege John Kong nannte die Gespräche, die unter Vermittlung des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki stattfanden, einen "Erfolg".

Der Südsudan hatte am 9. Juli seine Unabhängigkeit erklärt, nachdem sich die Bevölkerung in einem Referendum klar für die Abspaltung vom Sudan ausgesprochen hatte. Seitdem gibt es mit dem Norden immer wieder Konflikte um die Grenzregionen zwischen beiden Staaten. Vergangene Woche hatte der Südsudan der Regierung in Khartoum auch vorgeworfen, Hilfslieferungen für den neuen Staat zu blockieren. Beide Seiten kamen nun überein, sich im kommenden Monat zu treffen, um die genaue Lage der Grenzübergänge festzulegen. Bereits Ende Juli waren beide Länder grundsätzlich übereingekommen, die Stationierung von 300 äthiopischen UNO-Soldaten zur Überwachung ihrer gemeinsamen Grenze zuzulassen. (APA)

iwan grorosnij
00
19.9.2011, 22:05

ein hoch auf den sudan
und so kanns auch ohne blutbad gehen, i hoffe auf zahlreiche nachahmungstäter :-)

carl guggelhupf
00
7.10.2011, 08:39
Das hat größeren Hintergrund

Afrika ist es bewusst dass nach Libyen verstärkt auch andere afrikanische Staaten, vorerst noch nur die nordafrikanischen, von der NATO angegriffen werden (falls die NATO in Libyen gewinnt was noch nicht fest steht). Und daher versucht gerade Südafrika die Idee Gaddafis, nämlich einen militärisch wirtschaftlichen afrikanischen Staatenbund, schon mal teilweise umzusetzen und sich so auch militärisch gegen die NATO verteidigen zu können. Verliert die NATO in Libyen, dann wird es innerhalb eines Jahrzehnts so sein.

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