Gute Bilanz für Österreichs Medizin-Forschung

29. Mai 2003, 10:00
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Daten über den Output der Medizinischen Fakultäten Wien, Graz und Innsbruck präsentiert

Wien - Die Forschung an den medizinischen Fakultäten Österreichs hat weiter an Umfang und Qualität gewonnen. Mittwoch Abend wurden im Rahmen der "Wissenschaftlichen Sommertagung" der Gesellschaft der Ärzte in Wien die Daten über den wissenschaftlichen Output der Medizinischen Fakultäten Wien, Graz und Innsbruck präsentiert. In diesem Vergleich, der seit 1987 durchgeführt wird, werden die wissenschaftlichen Veröffentlichungen der einzelnen Institute und Kliniken innerhalb Österreichs verglichen. Zusätzlich wird sie in Relation zu ausgewählten Ländern Europas gestellt.

Laut dem Organisator, Univ.-Prof. Dr. Bernd R. Binder vom Institut für Gefäßbiologie und Thromboseforschung in Wien zeigt sich, dass sich die publikatorische Leistung aller drei Fakultäten innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich gesteigert hat. So hat sich der Gesamtoutput, gemessen am so genannten Impaktfaktor, der ein Maß für die Qualität des jeweiligen Publikationsjournals ist, in Innsbruck und Graz mehr als verdoppelt, in Wien auf das dreieinhalbfache gesteigert werden.

Diese Zunahme in Wien ist im wesentlichen auf den Beitrag der Kliniken zurückzuführen, welche etwa zwei Drittel der Veröffentlichungen erbringen. Beim Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeigt sich, dass Österreich auf bestimmten Gebieten, wie z.B. der Dermatologie, der Herz-Kreislaufforschung und der Allergieforschung führend ist. Diese Stellung biomedizinischer, universitärer Forschung Österreichs sollte nicht durch budgetäre Restriktionen der Universitäten gefährdet werden, stellte Binder als Forderung auf. (APA)

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