Studiengebühren

Töchterle für Volksbefragung als letzter Ausweg

18. September 2011, 17:55

Wissenschaftsminister will Druck auf Koalitionspartner erhöhen

Wien - Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) will diese Woche den Druck auf den Koalitionspartner SPÖ zur Wiedereinführung der Studiengebühren weiter erhöhen. Er könne sich "als letzten Ausweg auch eine Volksbefragung zu den Studiengebühren vorstellen", weil er eine breite Mehrheit hinter sich sehe, erklärte Töchterle in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Montagsausgabe).

"Aus bisherigen Umfragen wissen wir, dass sich eine klare Mehrheit der Bevölkerung für Studienbeiträge ausspricht", meinte der Minister. "Ich bin ein Freund der direkten Demokratie. Doch jetzt sind wir in der Koalition beauftragt, im Sinne der repräsentativen Demokratie eine Lösung zu finden. Ich frage das Volk gerne, aber: Ich weiß, was ich will. Eine Volksbefragung kann also nur ein letzter Ausweg sein", formulierte Töchterle. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 69
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Toporosso
00
20.9.2011, 16:27

Bitte dann auch eine Volksabstimmung über Ministergehälter. Ich bin mir sicher, dass sich eine klare Mehrheit der Bevölkerung für eine drastische Kürzung derselben auspricht.

flachzange
00
20.9.2011, 14:50

Und wenn ich einen Kredit aufnehmen muss, ich studier fertig und dann reiß ich ab, dass dieses Land keinen Cent Steuer von mir bekommt...

Wie wäre es mit einem System a la Holland?!

why_so_puddi?
00
20.9.2011, 01:35
Wieso nicht gleich eine Volksbefragung über Ausländer?

Ausländer raus?

0 ja 0 nein

F. T.
00
19.9.2011, 18:52
So eine Volksbefragung könnte man übrigens auch noch ganz allgemein auf alle Abgaben und Gebühren ausdehnen,...

...wo es kräftige Gebührenbremsen für die Wohlhabenden und Reichen gibt, aber schon der untere Mittelstand immer die volle Pulle zahlen muss.

Wobei es übrigens auch noch im Sinne einer finanziellen Unterstützung der Unis sicher hilfreich wäre, wenn alle, die früher kostenlos oder um einen geringen Betrag studiert haben, gemäß ihren damaligen Familieneinkommen (müssten ja zumindest zum Teil bei den Finanzämtern feststellbar sein) rückwirkend und wertgesichert entsprechende Kostenbeiträge an die Unis zurückzahlen müßten. Insbesondere die Befürworter der Studiengebühren! Die würden das außerdem doch sowieso gerne tun. Oder?

F. T.
00
19.9.2011, 18:51
Wenn schon Volksbefragung, dann aber eine gescheite:

Nämlich, ob die Wohlhabenden und Reichen wirklich auch nur so viel an Studiengebühren zahlen sollen wie sie bereits der untere Mittelstand bezahlen muss. Der in der Regel auf den Euro genau auch schon so viel an Studiengebühren zahlen muss wie die Reichen und Reichsten im Lande.

Oder ob die Studiengebühren für die Wohlhabenden und Reichen nicht doch eher im direkten Verhältnis ihrer Einkommen zu den Einkommen der normalen Bevölkerung angehoben werden sollten. Ohne Deckelung. Und nicht mit kräftiger "Reichenbremse"! Die Bevölkerung bzw. die Angehörige jener Bevölkerungsgruppen, die bereits die volle "Krot" bzw. die vollen Beträge bei den Studiengebühren brennen müssen, würden so eine Volksbefragung sicher gerne beantworten.

qwertztt
04
19.9.2011, 13:42

Die nächste Volksbefragung:

Soll mein depparta Nachbar mehr Steuern zahlen müssen als ich?
0 Ja 0 Nein

emily_morin
00
19.9.2011, 13:34
die nächste volksbefragung

sind die wahlen. und dann wird man sehen, wo diese unmoralische, dumme und elitäre partei landen wird.

NobbyNobbs
00
19.9.2011, 12:49
letzter ausweg?

ich finde, volksbefragungen sollten im allgemeinen viel öfter stattfinden...

Got Your Nose!
01
19.9.2011, 12:45

na, wenn man jahrzehntelang die meinung im nicht-studierenden teil der bevölkerung richtung bildungsfeindlichkeit manipuliert, dann kann man sich natürlich anschleißend guten gewissens auf den volkswillen berufen.

dumm gelaufen
10
19.9.2011, 13:38

Man koennte volksbefragungen fuer alle moeglichen kpntroversiellen politfragen verwenden.
Das volk entscheidet via volksbefragung zu allen moeglichen themen und die politik fuehrt die entscheidungen aus.

Nur brauchen wir dann so unnoetige politiker a la toechterle nicht

kein nick will mir mehr einfallen
02
19.9.2011, 12:18

traurig, herr töchterle. hab wirklich nicht damit gerechnet, dass auch sie so schnell zu einem phantasielosen vp-soldaten mutieren werden. das ist schade, denn sie waren ein ausgezeichneter rektor.

Már
02
19.9.2011, 12:12

Eine Volksbefragung über die Einführung von Studiengebühren durchzuführen, in einem Land in dem Studenten von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung als "faule Säcke" und Arbeitsverweigerer angesehen werden, halte ich halt auch für bedenklich. Aber vielleicht ist ja genau das der Gedanke unserer bildungsfreundlichen Regierung..

silverfinger
01
19.9.2011, 11:57

und wen will er im bildungspolitischen schwarzen Loch Österreich fragen?

jene welche "Bildung" haben wissen, dass eine Umfrage nichts bringt!
jene die "Bildung" nötig hätten glauben es wäre besser den HC Strache zu wählen

so oder so ein fiasko - geschuldet jenen politischen pfeifen wie gehrer, hahn, karl usw. usf.

Protagoras v. Abdera
03
19.9.2011, 11:30
Warum so zaghaft? Wenn dann gleich eine Volksbefragung über das gesamte UG 2002.

Sich eine isolierte Frage herauszupicken und sie in einer suggestiven Formulierung von der Bevölkerung beantworten zu lassen passt zum reduzierten Demokratieverständnis Töchterles und der ÖVP. Solange viele Menschen in Österreich das Gefühl haben, Studieren sei nur etwas für Reiche, werden sie auch dafür sein, das diese mehr dafür zahlen sollen. Der Klassenkampf der ÖVP von oben schließt hier seinen ideologischen Kreis. Also sollte man das Volk umfassender befragen: Seid ihr für mehr Akademiker? Seid ihr für einen offeneren sozialen Zugang, damit auch eure Söhne und Töchter studieren können? Soll man dafür mehr Geld aufwenden, oder für die Bankenrettung? Seid ihr für eine Redemokratisierung der Unis, oder für den Absolutismus der Rektoren?

Mike 23
10
19.9.2011, 11:52
Das hat man von der SPOE gelernt

Ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass eine Volksbefragung mit isolierter Frage eine Schwachsinnigkeit ist.

Aber dieses Vorgehen hat die OEVP in den letzten Jahren von der SPOE gelernt, die sich z.B. in Sachen Wehrpflicht seit Jahren an die Bevoelkerung wenden will.

Michael

smea_gol
12
19.9.2011, 15:15

die wehrpflicht gehört aber schon lange weg.
denn außer lebenszeitdiebstahl mit alkoholikereinstieg und teuer ist der krempel nix.

trollvottel
01
19.9.2011, 11:21

Ah. Der schwarze Finanzminister sch*t auf Bildung, bei dem kann Töchterle nur abblitzen.

Weil er aber gerne den lukrativen Ministerposten behalten will, kritisiert er nicht den Finanzminister, der den Unis das Geld vorenthält, sondern - wie ja bei der ÖVP traditionell üblich - schimpft auf die Roten.

Egal, wer oder was ursächlich an den Problemen schuld ist.

Taschenkalender
01
19.9.2011, 11:05
Liebes Christkind, ich wünsche mir..

die Einrichtung von U-Ausschüssen per Volksentscheid

Ja sicher ist die Mehrheit dafür, die betrifft es ja auch nicht..

Genausogut kann ich fragen, ob die Pensionen nie mehr erhöht werden sollen und das Geld stattdessen für eine Senkung der Einkommensteuer verwendet werden soll..

Jetzt kommt wieder das diese Bevölkerugnsgruppe vs. die andere Bevölkerungsgruppe..sehr supa..

ja aber
08
19.9.2011, 10:38
ich haette gerne eine volksbefragung ueber die agrarfoerderung

sind milliarden fuer die stuetzung des exportes notwendig? die muessen ja alle steuerzahler aufbringen und haben nix davon.

wie waers mit einer volkdbefragung ueber die offenlegung der parterispenden ab 1e?

oder fuer die offenlegung der politikereinkuenfte abseits des normalen gehalts?

die einzige idee der oevp fuer die unis sind studiengebuehren, wann kommen endlich neue ideen?

futurezonez
00
19.9.2011, 11:31

Senkung der Politikergehälter auf nordkoreanisches Niveau und Streichung sämtl. Parteiförderungen wären ebenfalls hoch im Kurs.

Prof. Engeri Derer
 
20
19.9.2011, 10:50

Hätt ich auch gerne. Aber irgendwo müssen wir ja anfangen.

Mehr direkte Demokratie, jetzt.

per verser
00
19.9.2011, 11:32

falsch: "irgendwo" ist genau das, was wir nicht brauchen. "irgendwo", das ist der vollendete ausdruck der wirtschaftskompetenz der ÖVP - und die hat uns nichts gutes gebracht, ganz im gegenteil.

Prof. Engeri Derer
 
00
19.9.2011, 15:33
Nix falsch

Sie machen sich halt ins Hemd, weil sie wissen, wie so eine Abstimmung ausgehen würde.

Und die Argumentation von "ja aber" ist etwas schwachbrüstig. Einen Vorschlag für mehr Demokratie mit "aber das und das möchte ich auch haben" abzutun, bringt uns nicht weiter. Ich kann nicht nur die Abstimmungen zulassen, die mir in den Kram passen.

you dont see me
00
19.9.2011, 10:21

wenn so viele gebühren zahlen wollen, dann konto
einrichten. jeder der zahlen will kann dies dann tun.

Rob01
01
19.9.2011, 10:17
Volk befragen -wozu?

Was das Volk will ist klar und durch Studien und Meinungsumfragen hinreichend geklärt: Eine fundierte (Aus-) Bildung für die Kinder und damit die Absicherung des Wohlstandes, angesichts der Tatsache, dass unser Land über nichts anderes verfügt, als schöne Landschaft und kluge Köpfe. Im Volksbegehren sind die Arbeitsfelder für die Regierung definiert, die BildungsexpertInnen haben ausgearbeitet was zu tun ist, lieber Hr. Töchterle, Sie brauchen nur noch abzustauben. Das Volk zu befragen, ob man uns StudentInnen von dem Wenigen, mit dem wir auskommen müssen, noch was wegnehmen und damit weitere Bildungshürden errichten soll, ist ein Ablenkungsmanöver. Niemand kann ernsthaft annehmen, dass mit den paar Kröten die Unimisere gelöst wird!

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