Italien

480 Migranten in drei Tagen auf Lampedusa eingetroffen

18. September 2011, 13:33
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    foto: epa

    Die Probleme von Lampedusa haben sich herumgesprochen, am 19. Juni verhalf Schauspielerin Angelina Jolie den Flüchtlingen durch ihren Besuch zu kurzer Publicity.

Auffanglager überfüllt, Angst vor Revolten - Kaufleute protestieren: "Unsere Insel ist nicht Alcatraz"

Rom - Die Flüchtlingswelle in Richtung Lampedusa lässt nicht nach. In den vergangenen drei Tagen erreichten insgesamt 480 Tunesier die Mittelmeerinsel. In der Nacht auf Sonntag trafen drei Boote mit insgesamt 287 Menschen an Bord auf Lampedusa ein. Die letzten 167 Migranten erreichten die Mittelmeerinsel zwischen Sizilien und Tunesien mit Hilfe der Küstenwache, die das Boot mit den in Seenot geratenen Migranten noch retten konnte.

Lampedusa appelliert an Rom

Auf Lampedusa herrscht Aufregung wegen der hohen Anzahl von Migranten. 1.500 Ausländer, darunter viele Minderjährige, befinden sich im Auffanglager der Insel. Der Bürgermeister Lampedusas, Dino De Rubeiis, appellierte erneut an die Regierung, Hilfe zu leisten. In den vergangenen Tagen sei es wiederholt zu Protesten tunesischer Migranten gekommen, die von Italien aufgrund eines Anti-Migrationsabkommens mit Tunesien in ihre Heimat abgeschoben werden sollen. Auch der Verband der Hoteliers und Kaufleute der Insel forderte in einem Appell an die Regierung Berlusconi, dass die Migranten sofort aufs Festland gebracht werden. ''Lampedusa ist kein Alcatraz'', lautet ihr Slogan.

Seit Beginn der Krise in Nordafrika sind offiziellen Angaben zufolge 26.000 tunesische Migranten auf Lampedusa eingetroffen, weitere 28.000 Flüchtlinge seien in Libyen in Richtung Norden aufgebrochen. Aufgrund eines zwischen Italien und Tunesien abgeschlossenen Abkommens werden tunesische Migranten in ihre Heimat abgeschoben, was heftigen Protest unter den Tunesiern ausgelöst hat. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 40
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armin delmenhorst
 
24
20.9.2011, 11:25
Warum keine zügige Retournierung

erfolgt, ist nicht nur unverständlich sondern skandalös. Menschen aus Tunesien, Ägypten und dem jetzt zum Glück befreiten Lybien gehören unverzüglich in die Heimatländer gebracht.

Damit würde ein Signal in den Fluchtstaaten gesetzt und die Anreize beim Aufbau der Heimat erhöht. Zudem bleibt ihnen eine lange Prozedur, wo am Ende ohnehin nur die Abschiebung stehen kann und darf, erspart. Mit einem harten und unmissverständlichen Eingreifen könnte viel Leid und Entäuschung verhindert werden. Natürlich sollte von der EU möglichst bald ein Signal beim Wiederaufbau erfolgen. Investitionen, die der breiten Bevölkerung zugute kommen, wäre das Beste.

Infoladen Wels
00
19.9.2011, 09:44
Filmabende "The Factory of Clandestines"

nächste Woche in Salzburg, Wels, Linz, Wien und Graz, siehe: http://kvinfoladenwels.wordpress.com/2011/09/0... ndestines/

Tunisie
00
18.9.2011, 22:11
Wirtschaftsflüchtlinge !!!!!!!!! Ganz genau !!!!

alhamdulillah endlich mal jemand der wirklich versteht um was es geht !!!

Briefmarkenkleber
00
18.9.2011, 21:09
Servus, Grüazi und Hallo!

Elisabeth Ulrich
02
18.9.2011, 19:39
Wirtschaftsflüchtlinge

Tatsache ist, dass Tunesier Wirtschaftsflüchtlinge sind. Tatsache ist, dass sie ein besseres Leben erhoffen. Tatsache ist, dass sie öfters Arbeit in der EU finden (schwarz natürlich). Tatsache ist, dass Tunesien während dem Krieg in Libyen 900'000 Flüchtlinge empfangen hat (viele sind immer noch da!) und in dieser Hinsicht sind die Zahlen in Italien doch wirklich nicht alarmierend. Hoffen wir, dass Libyen, das versprechen einhält, 300'000 Arbeitsplätze an Tunesier zu vergeben, in der Hoffnung Lampedusa so zu entlasten.

Briefmarkenkleber
10
18.9.2011, 19:30
Servus, Grüaui und Hallo!

Zieht die Lederhose an und los gehts...

planet error
00
18.9.2011, 18:57

netter image boost für frau jolie...

F. Zauners
30
18.9.2011, 18:15
Die Flüchtlinge stimmen mit den Füßen ab, wie es so schön über die DDR Flüchtlinge hieß

Jetzt zeigen uns die Flüchtlinge, was sie von den Westrezepten für ihre Länder halten.

Herzerzog Johann
05
18.9.2011, 19:11

Ja eh. Gleich direkt in den Westen ist auch wesentlich komfortabler.

Brel
02
19.9.2011, 11:27

Was wollen Sie uns mit dem Link sagen: Dass man in Tunesien nur mit Vitamin B Staatsbediensteter wird?
Wenn's danach ging, müssten in Österreich auch viele Menschen auswandern.

Ernst Kratochwil
03
18.9.2011, 18:43
Niemand hindert sie ihre eigenen Rezepte umzusetzen.

Geschieht ja auch meistens.

maimai
92
18.9.2011, 17:45
Herzlich willkommen!

Europa begrüßt die Revolutionäre!

Franz Kohlegger
28
18.9.2011, 17:42
Wenn die Wahrheit verdreht wird

Gaddafi hat mit der EU zusammengearbeitet und die Asylanten vor der Abreise per Schiff gestoppt. Statt danke zu sagen wurde er verteufelt. Mehr als das, als die Asylanten waehrend des Libyen-Krieges wieder ins Meer stachen wurde es Gaddafi angekreidet.

So hiess es: "Die Fluechtlinge (fast keine von ihnen aus Libyen) riskieren ihr Leben um dem Regime von Gaddafi zu entfliehen".

Die Presstitutes hatten eine riesige Schaden-Freude, und wir glaubten es natuerlich alle.

Modjo
01
19.9.2011, 09:27

Unter Gaddafi wurde mit Flüchtlingen eben kurzer Prozess gemacht, mit dem Wohlwollen der Europäer. Gaddafi wurde von der EU (speziell von Italien) überhaupt nicht verteufelt, im Gegenteil, lange Zeit (viel zu lange) sah man den menschenverachtenden Methoden in Libyen tatenlos zu, schließlich ist Libyen ein wichtiger Öllieferant für die EU. Gaddafi wurde von der EU erst fallen gelassen, als schon mehr oder weniger klar war, dass sein Regime am Ende ist.

So falsch liegen die Medien auch wieder nicht. Mit dem Einsetzen der Unruhen und dem Fall Gaddafis werden die Flüchtlinge (aus diversen afrikanischen Staaten) eben nicht mehr am Abreisen gehindert. Zu Zeiten der Unruhen gab es aber auch genug Flüchtlinge, die vor Krieg und Diktatur flohen.

mistvieh666
 
10
19.9.2011, 17:52

es waren 10000 personen, die 2004 allein durch kufra jedes monat durchgekommen sind. wueste. man sagt so 50 sind monatlich am weg gestorben. und alle ohne aufenthaltsgenehmigung in libyen, soviel zur gefuerchteten polizei gaddafis.
davon hat 1/8 irgendwann das geld fuer die illegale ueberfahrt nach italien gehabt, der rest hat als tagloehner (ziemlich billige arbeitskraefte) irgendwo in libyen gearbeitet oder sonst was gemacht.
kurzer prozess? 2003-2005 hat libyen 145_000 (!!) migranten zurueck in den sueden verfrachtet.
http://www.migrationinformation.org/feature/d... cfm?id=484

Modjo
00
20.9.2011, 00:42
2003-2005 hat libyen 145_000 (!!) migranten zurueck in den sueden verfrachtet

Und woher hat man diese Zahlen? Von Gaddafis Behörden? Was über die Jahre mit hunderttausenden Migranten in Libyen tatsächlich geschehen ist, weiß wahrscheinlich niemand so genau.

Natürlich brauchte Gaddafi die Migranten immer als Druckmittel gegen Europa. Eine gewisse Anzahl an kostengünstigen Arbeitern im Land zu haben, wird Gaddafi wohl auch nicht unrecht gewesen sein. Manche Schwarzafrikaner bekamen offenbar sogar eine Einbürgerung geschenkt, wenn sie als Gegenleistung in der gaddaffiloyalen Söldnertruppe dienen.

DirtyHarry
018
18.9.2011, 17:28

Die Diktatoren in Tunesien und Libyen sind nicht mehr an der Macht, es gibt daher keinen Asylgrund, deshalb sollten die Menschen rasch wieder heimreisen, und in ihrer Heimat an der Verbesserung der Situation arbeiten.

DirtyHarry
07
18.9.2011, 17:26

Schauspielerin Angelina Jolie soll 100 mit in die USA nehmen.

Springender Jakob
00
18.9.2011, 15:56
Suboptimale Rahmenbedingungen für tunesischen demokratischen Aufbau

Wenn die Jugend in Schaaren das
Land verläßt, wer soll es dann in
Zukunft aufbauen?

Modjo
21
19.9.2011, 09:31

Bei einer Arbeitslosenquote von >30% kein Wunder! Auswandern ist für viele Tunesier die letzte Chance, denn im Land gibt es keine Arbeit.

Montgomery McFerryn
02
18.9.2011, 14:43

Es faszieniert mich ja das es immer noch Boote gibt in Tunesien, nachdem ja täglich ein paar davon ankommen, oder schickt man die Boote sammt Schlepper wieder zurück?

O5
273
18.9.2011, 14:04

Hochgerechnet sind das weniger als 60.000 pro Jahr. Kanada hat 44% weniger Einwohner als Italien und hat ca. 300.000 Einwanderer pro Jahr... schon seltsam dass Italien (und die EU insgesamt) über diese sehr geringe Zahl gar so viel jammert.

wiiha
08
18.9.2011, 20:22

Wie Sie auf 20 Follower kommen, ist mir schleierhaft. So was dummes hab ich hier ja selten gelesen.

Abgesehen von dem Unterschied Flüchtling/"geplanter Zuwanderer", sollten Sie vielleicht die verfügbaren Flächen vergleichen.

Lampedusa hat ca. 4500-5000 Einwohner auf 20km². Also ca 225 Einw./km². D.h. es sind letzte Woche ca. 10% Flüchtlinge dazu gekommen! Ich beneide die Lampedusar nicht.

Ach ja, Kanada hat ca.3,5 Einw./km²

Der Zwersch
81
18.9.2011, 21:48

Niemand zwingt Italien die Flüchtlinge alle auf Lampedusa zusammenzupferchen.

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