SPÖ sieht bei Anfütterung Gesprächsbedarf, ÖVP-Klub nicht

18. September 2011, 12:48

SP-Jarolim will so rasch wie möglich Neuregelung - VP-Donnerbauer: "Aktuell" kein Gesprächsbedarf

Wien - SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim sieht beim sogenannten "Anfüttern" von Amtsträgern im Strafrecht Handlungsbedarf. Die aktuelle Regelung betreffend des Gewährens kleiner Geschenke sei zu wenig scharf, betonte Jarolim.

Jarolim sagte, die alte, vor 2009 geltende Regelung sei ja "überschießend" - also zu weitgehend - gewesen, daher habe man dann eine Entschärfung vorgenommen. Die jetzige Regelung sei aber "zu wenig scharf", meint der SP-Justizsprecher nun. Daher müsse man eine Lösung finden, die "in der Mitte" ist. Man müsse eine Grenze definieren, wo die Anfütterung beginnt, es gehe darum, dass man klar sagt, was ist erlaubt, und was nicht. Der SP-Abgeordnete will das Thema noch heuer neu geregelt wissen, am besten im Zuge des von der Regierung geplanten Transparenz-Pakets.

ÖVP_Klub dagegen

Anderer Meinung ist sein Gegenüber, ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer: Alle jene Fälle, die in der Öffentlichkeit aktuell diskutiert werden, seien Korruptionstatbestände, daher sehe er "keinen Grund, aktuell über den Anfütterungsparagrafen zu reden". Es habe bisher auch noch keine Gespräche gegeben. Sollte sich aber die Notwendigkeit dafür zeigen, so sei man seitens der ÖVP dafür offen.

Anfang vergangener Woche hatte hingegen Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) erklärt, Gespräche über eine Verschärfung dieses Paragrafen unterstütze sie sehr. Auch sie sagte, es gehe vor allem darum, klarzumachen, was man darf und was nicht. 

Steinhauser erfreut

Erfreut über die Bereitschaft Jarolims, über die Anfütterungs-Bestimmungen zu reden, zeigte sich der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser. Vor dem Sommer sei es noch explizite Position beider Regierungsparteien gewesen, über diesen Punkt nicht zu reden. "Offensichtlich hat es bei SPÖ einen Gesinnungswandel gegeben, das werden wir gerne aufnehmen", sagte Steinhauser. Er tritt dafür ein, dass im wesentlichen wieder die strengeren Bestimmungen, die vor 2009 gegolten haben, eingeführt werden. (APA)

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20 Postings
armin delmenhorst
 
00
21.9.2011, 15:37
Wann werden die Bürger/innen

diese beiden unsäglichen Regimeparteien mit dem sprichwörtlichen naßen Fetzen verjagen?

Diskussionen wie diese zeigen, wie abgehoben und zivilisationsressistent die beiden Proporzklumpen sind. Im Wissen, dass ihnen die Medien hörig sind, können sie sich auch solche Frotzeleien (keine Gesprächsbesdarf versus Gesprächsbedarf) auch öffentl. erlauben.

armin delmenhorst
 
00
21.9.2011, 15:37
Wann werden die Bürger/innen

diese beiden unsäglichen Regimeparteien mit dem sprichwörtlichen naßen Fetzen verjagen?

Diskussionen wie diese zeigen, wie abgehoben und zivilisationsressistent die beiden Proporzklumpen sind. Im Wissen, dass ihnen die Medien hörig sind, können sie sich auch solche Frotzeleien (keine Gesprächsbesdarf versus Gesprächsbedarf) auch öffentl. erlauben.

Jo H
00
19.9.2011, 10:37

so richtig korrupt ist die övp bei uns in hintertupfing im mühlviertel. sie behaupten, es sind eh alle die gleichen und schämen sich nicht mal dabei.
so wird der strache immer stärker.

Ingrid Goeschl
00
19.9.2011, 09:29

Unfassbar, wie die ÖVP nach wie vor reagiert. Offenbar ist man noch immer so blasiert, dass man über die Wirkung auf die WählerInnen noch nicht einmal nachdenkt (von Moral rede ich hier ja noch gar nicht).

nachtflug71
30
18.9.2011, 17:48
auf standard.at immer noch nichts zu lesen über die ÖBB-inserate.

Navajo
01
19.9.2011, 08:26

Wer nachts fliegt, muss das Licht einschalten, sonst sieht er nur schwarz.

Ingrid Goeschl
00
19.9.2011, 13:05

Vielleicht ist er eh schon ein paarmal mit dem Kopf gegen Mauern gedonnert.

Redaktion International
02
18.9.2011, 17:56
bitteschön - eine ganze Schwerpunktseite

http://derstandard.at/r12914551... ngswerbung

mfg

J. Reichhart
03
18.9.2011, 16:17
österreich, das paradies für korruption und bestechung,

und die övp die schutzpatronin aller nepotisten!

'anfüttern' muss generell verboten und strafbar sein.
ebenso das füttern lassen, also das annehmen von geschenken durch amtsträger.

leute wie sektionschefs etc. , die entscheidungen wirklich beeinflussen können, verdienen genug, um sich ihren cafe oder ihr abendessen beim nobelitaliener selbst zu bezahlen!

die putzfrau wird eh fristlos entlassen, wenn sie sich ein sandwich vom kalten buffett nimmt, das schon abgeweidet und auf dem weg zum abfallcontainer ist.

das ist die 'gerechtigkeit' a la ÖVP.

Bertel Mann
02
18.9.2011, 15:24
"Sollte sich aber die Notwendigkeit dafür zeigen, .."

...werde die ÖVP vor einer Anlassgesetzgebung warnen.

tho_mi
04
18.9.2011, 15:18

Und wer ist jetzt überrascht darüber, dass die ÖVP dagegen ist?

marsmanderl
03
18.9.2011, 14:23
Manchmal frage ich mich...

Wann war die ÖVP zm letzten mal FÜR etwas?

Bertel Mann
00
18.9.2011, 15:26
FÜR Steuererhöhungen bei Abfertigungen, FÜR Steuersenkungen bei Gutverdienenden...

nachtflug71
30
18.9.2011, 17:50
für inseratwerbung!

ach sorry, das war jemand anderer

Mick 22
00
18.9.2011, 14:53
Das haben konservative Parteien an sich

Wer den Status Quo beibehalten will, der wird in der Regel gegen Veränderungen sein.

Die ÖVP ist höchstens dann für etwas, wenn es einen Rückschritt bedeutet, d.h. der reaktionäre Flügel in der ÖVP sich durchgesetzt hat.

Althase
04
18.9.2011, 14:44

vor ein paar Tagen erst: Steuererleichtungen für die Reichsten

mulligan1
03
18.9.2011, 14:08
ÖVP - kollektiver selbstmordversuch - NUR WEITER SO !

Toto Wien
00
18.9.2011, 14:02
Die ÖVP, genauso wie die SPÖ, sollten...

in Sachen Korruption alles mögliche tun. Wenn die ÖVP schon wieder blockieren anfängt, dann weiß man ja was man von ihren Beteuerungen zu halten hat.

marsmanderl
00
18.9.2011, 14:32
ich bin neugierig

Gerade in punkto Korruption so gegen Transparenz und Strafbarkeit zu blocken ist doch das verdächtigste überhaupt.

Da müsste ja aus jedem Bürger mit Hausverstand sofort die Neugier und Aufmerksamkeit eines Sherlock Holmes erwachen.

Briefträger
01
18.9.2011, 13:27

Wozu sollte man eigentlich über ein solches Anfütterungsgesetz diskutieren?

Es ist doch ganz einfach, jegliche Geschenkannahme für Politiker und Beamte gehört absolut verboten. Dies bedarf nur einen Satz im Gesetz.

Spenden an politische Parteien müssen vom ersten Cent an, mit Namen des Spenders, öffentlich gemacht werden.
Denn wenn jemand einer Partei etwas spendet, dann erwartet er auch, dass die Partei etwas für ihn tut, somit wäre es auch keine Spende mehr, sondern bezahlen einer Dienstleistung.

Öffentlich deshalb, weil Parteien auch von den Steuergeldern (Wahlkampfkostenrückerstattung, Förderung von Parteiakademien usw, usw.) finanziert werden.

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