Somalia verwehrt Helfern Zugang zu Hungernden

17. September 2011, 17:02

Zwei Millionen Hungernde können nicht erreicht werden

Mogadischu - Die Lage für internationale Helfer in den Hungergebieten Somalias wird immer aussichtsloser: Die Regierung in Mogadischu verbietet Ausländern Reisen in die Rebellengebiete des Landes. So sollten die internationalen Helfer vor Übergriffen der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz geschützt werden, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Mogadischu und Gouverneur Mohamud Ahmed Nur am Freitagabend der Nachrichtenagentur Reuters.

Al-Schabaab hatte im vergangenen Jahr selbst Nahrungsmittellieferungen in ihre Gebiete im Süden des Landes unterbunden. Wegen drohender Entführungen haben die meisten Hilfsorganisationen bereits ihre ausländischen Mitarbeiter vom Einsatz in Somalia abgezogen.

Helfer gestoppt

Der Bürgermeister von Mogadischu erklärte weiter, die Hilfsorganisationen sollten ihre Lieferungen örtlichen Gruppen übergeben, die diese in den von der Dürre betroffenen Al-Schabaab-Gebieten verteilen sollten. Das Leben der Ausländer solle nicht gefährdet werden. Zuvor hatte die somalische Polizei türkische Helfer und einige Journalisten auf dem Weg in die Al-Schabaab-Gebiete gestoppt. Die mit Al-Kaida verbundene Organisation steht jeglicher Einmischung des Westens kritisch gegenüber.

Die Helfer können mehr als zwei Millionen Hungernde in den Al-Schabaab-Regionen nicht erreichen. Den Vereinten Nationen (UN) zufolge droht in Somalia 750.000 Menschen der Hungertod. Täglich sterben Hunderte an Unterernährung. (APA/Reuters)

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Eine neue Korruptionsschicht...

Die Regierung will ein Stueck vom Kuchen. sie wissen, dass Al Shabaab mehr als die Haelfte der Lieferungen einstreift, wenn die Konvois ihre Gebiete erreichen. Daher wollen sie ihren Anteil vorher, gruenden "NGOs" die dan die Verteilung vornehmen sollen. Diese NGOs verkaufen einen Teil der Lieferungen und zahlen die Regierungsbeamten fuerstlich. Somalia eben...

Die Islamisten und die Regierung (übrigens auch islamisten nur etwas "gemässigter") verhindern also die Hilfe gleichermassen ...

.. was also macht den islamismus zu etwas "gutem"?

Wo bleibt der Aufschrei der islamischen welt gegen einen derartigen Missbrauch des Islam?

Nachdem dies kein Missbrauch des Islam im eigentlichen Sinne ist, werden sie da keinen Aufschrei hören.

das würde ja bedeuten dass der Islam das gutheisst ..

wie zb auch dieses:

http://www.berlinonline.de/berliner-... index.html

"Den" Islam gibt es nicht. Nachdem es keine oberste Interpretationsinstanz gibt und in Koran und dem Hadith jede Menge drinnensteht (recht umfangreich auch zum Thema Intoleranz und Radikalität) und das auch noch in einer uneindeutigen Sprache aus dem 7.-8. Jahrhundert (also mit nahezu keinem Bezug auf technische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und soziale Realitäten des 21. Jhdts.).

genau das ist der Punkt.

"Der Islam" .. so wird doch allgemein behauptet heisse dies oder jenes nicht gut oder .. dieser oder jener wäre kein Muslim weil er dies oder das "nichtislamische" getan hätte ..

de facto allerdings fallen alle diese dinge zumindest in "irgendeine" Interpretation des Islam.

Genau. Durch die Schriften des Islam lassen sich sehr viele Gräueltaten rechtfertigen (das Prinzip des Märtyrertums und der Dschihads eignen sich dafür recht gut).

Das Ausmaß unterscheidet dahingehend auch den Islam von anderen relevanten Religionen. Damit ist diese Problematik inherent in diesem Glaubensmodell.

Es lohnt sich, das zu lesen:

Hier ein Interview mit der sambische Finanzexpertin Dambisa Moyo im Spiegel.
http://www.spiegel.de/politik/a... 58,00.html

Aber die Person kann man beliebig austauschen. JEDER gebildete Afrikaner sagt praktisch das selbe, und es ist das Gegenteil von dem, was üblicherweise europäische Gutmenschen und ihre Leitmedien sagen. Weils halt viiieeel besser ins selbstgestrickte Weltbild passt und tausende NGO-Mitarbeiter davon abhängig sind.

jeder gebildete europäische gutmensch und auch die meisten ngo´s sagen doch das selbe! also wo ist jetzt das selbstgestrickte weltbild?
zitat interview:
"Moyo: Ich bin dagegen, weiterhin automatisch jedes Jahr Milliarden Dollar in Form von Billig-Krediten oder Budgethilfen nach Afrika zu pumpen. Dieses Geld hat Abhängigkeit und Inflation erzeugt, es lässt die Menschen gar nicht erst produktiv werden... und trotzdem gibt es in Afrika noch immer eine miese Infrastruktur, schlechte Ausbildung und ein lausiges Gesundheitssystem. Die Armut hat sogar zugenommen, seit Entwicklungshilfe gezahlt wird. 1970 lebten zehn Prozent der Afrikaner in Armut, inzwischen etwa 50 Prozent."
ist doch nichts neues und hat viel mit politischer! motivation zu tun.

Kritik an Entwicklungshilfe passt durchaus in linke Weltbilder. Neokolonialistische Theorien werden von "Gutmenschen" wie Du sie/uns nennst verwendet.

schau Hascherl, hier geht es schnelles Brot und Hilfe für Verhungernde und dessen Behinderung durch fanatisierte Splittergruppen, Du bringst eine findamentale Kritik an vom Westen geübter "Entwicklingshilfe". Und bevor Du mir nun den Begriff "fast food" vorwirfst, enteile ich nun schwupps der Diskussion

es stimmt schon, leider ...

der Mensch ist größtenteils dumm !

Das ist so nicht korrekt. Der Mensch handelt im allgemeinen weitgehend rational.

Die Schwierigkeit bei der Interpretation von Handlungen liegt darin, dass Sie von einer gleichen Motivbasis ausgehen. Dies ist allerdings nicht der Fall. Es ist nicht das Ziel der Islamisten möglichst viele Menschen zu retten.

Das Prolem an der ganzen Sache ist, für die Herrschenden gibt es kein Hungerproblem und jene die es betrifft sind für die nur der letzte Dreck!

es klngt hart aber so ist es leider.

das problem wird sich von selbst lösen, leider

die menschen in den radikal-islamisch-betreuten gebieten werden wegsterben
fragt sich wofür die islamfanatiker dort eigentlich kämpfen und welche ausländische macht soviel interesse an einem menschenleeren horn von afrika hat, dass sie die islamisten weiterhin bezahlen.

roter baron

Sie irren!

Es werden absolut keine Islamisten benötigt um dieses Land endgültig zu ruinieren.

Ob Somalia von Heuschrecken oder durch eine rasant wachsende Bevölkerung und deren Ziegenherden kahl gefressen wird macht keinen Unterschied.

Glücklicherweise hat die Natur eine effiziente Lösung parat, die allerdings nichts mit den rosaroten Heile-Welt-Träumereien diverser Weltverbesserer mit Helfersyndrom gemein hat.

Wahrscheinlich

wurden zu wenig Schmiergelder bezahlt!

.

erstens ist es natuerlich den entscheidungstraegern hoch anzurechnen dass sie keine auslaender in gefahr bringen wollen. zudem ist die entscheidung nach meinung mancher afrikanischer oekonomen auch oekonomisch sinvoll, so siehts zum beispiel
http://en.wikipedia.org/wiki/James_Shikwati

erstens ist es natürlich den entscheidungsträgern

hoch anzurechnen, dass hier auch vollkommene Trotteln posten dürfen. gibts ja nicht ! Da verhungern grad massenhaft die Menschen vor unserer Haustüre und Sie lassen sich vom Hausmeister erzählen, dass sie erst wieder hinausdürfen, wenn er die Türmatte sauber gekehrt hat.

Möchte mich für "Trottel" entschuldigen

bin nur fassungslos angesichts solcher Bankrotterklärungen der Menschlichkeit! Es ist unglaublich, wie erfolgreich den menschen die klare Sicht auf diese Tragödie vernebelt werden kann und mit wieviel Einfallsreichtum sich Gier und Gleichgültigkeit benamschen lassen.

Möchtest unbedingt ein time out (rot) gell ;)

Warum postet ein

vollkommen Ahnungsloser, offenbar nie Afrika-Bereister wie Sie, eigentlich ständig zu entsprechenden Themen? Und warum wird diese Bühne dazu benützt mehr oder minder subtil jene Ideologie zu pushen, die den AfrikanerInnen tagtäglich mehr schadet als nützt?
Ein Rat von Expertenseite: Ihre Quellen machen Sie lächerlich.

.

es entspricht dem rassistisch stereotyp jeden eigenstaendigen denkansatz aus afrika als irgendwie unpassend wenn nicht "laecherlich" zu betrachten - solange nur fremden, die natuerlich immer alles besser wissen sich weiter an ihrer allmacht erfreuen duerfen

Moooment:

Es gibt wahrhaft tolle Denkansätze aus Afrika, viele davon werden Sie nicht einmal kennen, da es - ganz dem genannten Stereotyp entsprechend - keine Möglichkeit für Übersetzungen gibt. Aber der Typ, auf den Sie sich berufen, ist ein von fremden Mächten bezahlter! Und sicher ein guter Showman, aber niemals ein Ökonom. Quellenkritik ist Ihnen fremd, denn wie kontrovers er ist, wäre leicht zu eroieren..

die Religion des Friedens

wird's schon richten!

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