Streit Israel-Türkei: Obama will vermitteln

17. September 2011, 09:05

US-Präsident will am Rande des UN-Gipfels Erdogan und Netanjahu treffen - Ankara lehnt Vermittlung ab

Washington - Unter dem Eindruck der aggressiven türkischen Rhetorik gegenüber Israel drängt US-Präsident Barack Obama die früheren Verbündeten, ihr Verhältnis zu verbessern. "Wir haben Israel und die Türkei ermutigt, ihre Differenzen zu überbrücken", sagte der stellvertretende Sicherheitsberater Obamas, Ben Rhodes, am Freitag in Washington. Obama werde den türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan und dessen israelischen Kollegen Benjamin Netanjahu in der kommenden Woche am Rande der UN-Vollversammlung in New York treffen. Am Dienstag soll Obama mit Erdogan zusammenkommen. Ein Gespräch mit Netanjahu wird für Dienstag oder Mittwoch erwartet.

Die Türkei lehnte Hilfen der USA zur Lösung ihrer diplomatischen Krise mit Israel allerdings am Samstag ab. „Wir brauchen keine Vermittlung", sagte Außenminister Ahmet Davutoglu am Samstag in einer vom Fernsehen übertragenen Auftritt vor der Presse. Die Forderungen der Türkei an Israel für eine Verbesserung der beiderseitigen Beziehungen seien „klar" und Washington bekannt, fügte er hinzu. Niemand solle Ankaras Ernsthaftigkeit in Frage stellen. Davutoglu verwies darauf, dass US-Präsident Barack Obama und der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan das Thema kommende Woche bei ihrem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung erörtern könnten.

Das Verhältnis der Türkei und Israel ist schwer belastet. Die Türkei droht, Solidaritäts-Schiffe für Gaza von Kriegsschiffen schützen zu lassen. Hintergrund des Streits ist ein Einsatz der israelischen Armee im vergangenen Jahr, bei dem neun türkische Aktivisten getötet wurden. Sie wollten mit einem Schiff die von Israel verhängte Seeblockade gegen den von Radikalislamisten regierten Gazastreifen durchbrechen. Die Türkei kappte unlängst Rüstungskontakte und wies den israelischen Botschafter aus, nachdem Israel eine Entschuldigung für den Armee-Einsatz abgelehnt hatte. (Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2
fred bull
21
19.9.2011, 15:27

bei diesem thema zeigt sich, wie nahe sich zionisten und fpö-sympathisanten (gekommen) sind

Freigeist78
12
18.9.2011, 16:48

Ich denke es geht hier weniger darum zu vermitteln, als herauszufinden ob Erdogan auch mit den USA brechen will.
Obama hat den außenpolitischen Kurs der Türkei bereits als inakzeptabel bezeichnet und mit dem Ende der Militärhilfe gedroht.

aiuto
12
20.9.2011, 09:36
na, da werden sich die Türken aber giften !?

Ich denke, dass denen das in der gegenwärtigen Situation so ziemlich egal ist.

Tuncay
24
18.9.2011, 15:47

Ich lach mich kaputt,ausgerechnet die USA möchte Frieden vermitteln.

grumbleduke
 
32
18.9.2011, 15:44
"Obama will vermitteln"

Lauft! Lauft um euer Leben! :)

wieso auch nicht
13
18.9.2011, 15:44

Nur Islamisten, Ewiggestrige und leider ein paar Linke stehen auf das Gebrüll von Erdogan. Sollte letzteren eigentlich zu denken geben.

Markus Freyberg
00
18.9.2011, 19:59
Genau so ist es....

positiv gesehen
30
18.9.2011, 14:22
erdogan und netanyaun sind ausgesprochene ungustln

Ich hoffe das obama die beiden zur vernunft bringt.

In dem fall sollten sich alle eine starke usa wünschen die den frieden erzwingt.

aiuto
01
19.9.2011, 13:42
die USA sicher nicht,

denn wo die hin gehen, hat es immer nur "verbrannte
Erde" gegeben.

omar chamra
11
18.9.2011, 13:56
Wie man in der Journalistenschule lernt über die Türkei und Israel zu berichten

http://blog.camera.org/archives/... +Kramer%29

johann steiner
00
18.9.2011, 08:59

da wird wieder etwas herauskommen,der sollte schauen wie er bei den Nahostverhandlungen etwas weiterbringt

Hubert Ungeist
 
712
18.9.2011, 05:24
Was soll das Bringen..

ein Vermittler zwischen Türkei und Israel der bei jedem Entschluss sagen wir "Ja, das mag schon gegen internationale Gepflogenheiten und Gesetze verstoßen, aber ISRAEL HAT RECHT" (Begr.: Weil es eben Israel ist.

SO einen Vermittler braucht niemand

aiuto
20
18.9.2011, 11:00
vor seiner Wahl zum Präsidenten hat der Obama aber ganz anders geredet.

NONE
12
18.9.2011, 17:02

Der Obama ist ein grosser Lügner.

aiuto
10
19.9.2011, 13:50
da dürften Sie recht haben,

denn er wollte ja Israel ein bisserl zur Räson bringen. Davon scheint er aber schon meilenweit entfernt zu sein.

Bastardl
2213
17.9.2011, 13:58
Israel gilt als wichtiger Verbündeter der NATO

Erdogan und die Türkei könnte schön einpacken wenn sie mit militärischer Gewalt gegen eine von der UNO abgesegnete Seeblockade Israels vorgehen würden!
Solange in der Türkei das Klischee vom "starken Türken" gepflegt wird und sich zugleich ein gewisser Islamismus einschleicht sehe ich schwarz.
Kurden, Armenier und orthodoxe Christen "grüßen" die Palästinenser...

aiuto
33
18.9.2011, 11:01
Israel hat doch unter seinen Nachbarstaaten aber schon gar keinen Verbündeten mehr...

... find ich eigenartig...

Reece384
02
19.9.2011, 16:00
Die einzigen Freunde, die Israel hat

sind die Amis. Israel hat sonst keine. Ist das nicht seltsam?

Thomas Blattl
12
18.9.2011, 14:25
Was soll da eigenartig sein?

Wenn die Nachbarn Israel nicht mögen, oder wenn überhaupt jemand Israel nicht mag, beweist das nur, wie böse die sind, die Israel nicht mögen, und nie, wie böse Israel ist. Das ist ein Naturgesetz. Wenn Sie "eigenartig" sagen, ist das nichts als Hetze.

aiuto
11
19.9.2011, 13:45
Sie haben natürlich recht,

und als nächstes wedelt der Schweif mit dem Hund,... oder so irgendwie !?

Fritz Wunderlich
24
18.9.2011, 11:20

türkei ist kein nachbarstaat
lernen sie geographie

aiuto
00
19.9.2011, 12:29
schon klar, Sie Obergescheiter.

bloß in dieser Region hat Israel sonst keinen auch nur irgendwie verbündeten Staat gehabt.

hallo51
77
17.9.2011, 23:31

Bastardl, was ist mehr wert !?!

Ein Verbündeter oder ein VOLLMITGLIED in der NATO !

Damit ist ganz einfach geklärt wo Israel steht.

Die Türkei ist die 2 größte NATO Armee hinter der USA.

Wenn sie wollen kann ja Deutschland oder
Österreich gerne diese Lücke füllen, huch ich vergaß
eine Spielzeug-Armee ist nicht nützlich in der NATO.

hallo51

erinnye
 
00
18.9.2011, 10:30
Gutester

das wollen wir definitiv nicht - die nato, weder als Mitglied noch als Verbündeter.

Halbmond
64
17.9.2011, 16:33

Nordafrika grüst die brüder in Kleinasien,oder haben sie keinen kontakt zu einem Bildschirm oder einer Zeitung.

Die UNO hat selber probleme am hals,die Gazaflotte sei dahin gestelt zb....Palistinänser,Balkan,Nord-Süd Korea,Georgien-Abchasien.....da könnte ich mehr aufzählen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.