Salzburg fertigt Fehervar nach Startproblemen ab - Graz holt erste Punkte in Zagreb
Wien - Die Vienna Capitals haben auch ihr zweites
Saisonheimspiel in der umgebauten Kagraner Eishalle verloren und
stehen nach drei Runden in der Erste Bank Eishockey Liga mit
lediglich zwei Punkten da. Die ersatzgeschwächten Wiener mussten sich
dem VSV am Freitag nach gutem Beginn noch 3:4 (2:0,0:3,1:1)
geschlagen geben.
Die Capitals begannen stark und gingen vor 5.100 Zuschauern durch
den Ex-Villacher Ferland (5.) und einen Unterzahltreffer von Gratton
(19.) mit einer verdienten Führung in die erste Pause. Die Gäste
brachten bis zur 19. Minuten keinen einzigen Torschuss zustande,
kamen aber wie ausgewechselt aus der Kabine. Powerplay-Tore von
Neuzugang Weller (23.) und Routinier Unterluggauer (36.) und ein
Treffer von Rückkehrer Pewal sorgten für den Umschwung.
Capitals-Tormann Divis mit einigen starken Paraden und die Stange bei
einem Kaspitz-Schuss hatte die Wiener vor weiteren Gegentreffern
bewahrt.
Im Schlussabschnitt sah es nach dem 4:2 von Razingar (52.) kurz
nach einer Vorentscheidung aus, Gratton (53.) ließ die Wiener Fans
mit seinem zweiten Tor wieder hoffen. Die mit einer Niederlage in die
Saison gestarteten Villacher brachten den knappen Vorsprung aber in
trockene Tücher und durften sich über eine gelungene Generalprobe für
das Derby am Sonntag gegen den KAC freuen.
Salzburg nach Anfangsmühen mit Sieg
Eishockey-Meister Red Bull Salzburg hat seine Saison-Heimpremiere gegen
Fehervar 5:2 (2:2,2:0,1:0) gewonnen und damit auch den ersten
Saisonerfolg gelandet. Die Gastgeber kamen in diesem Drittrundenspiel
aber erst im zweiten Drittel in Schwung, mussten über das Remis nach
dem ersten Abschnitt angesichts einer Flut an Fehervar-Chancen froh
sein. Danach fixierten die Salzburger jedoch gegen den ungarischen
Titelträger den sicheren Erfolg.
Latusa hatte die Heimischen zwar in der 10. Minute in Fürhung
gebracht, doch binnen 24 Sekunden drehten Palkovics und Ryan die
Partie für die Ungarn in der 11. Minute um. Earl sorgte noch vor der
Pausensirene für den Ausgleich (17.). Zwei Powerplay-Treffer durch
Latusa (30.) und Abid (33.) brachten die Vorentscheidung, 29 Sekunden
nach Beginn des letzten Drittels fixierte Raffl den Endstand (41.).
Bei den Salzburgern debütierte überraschend der erst 20-jährige
Alexandre Carrier, der Kanadier aus Quebec war eigentlich für die
Junioren-Mannschaft geholt worden. Er überzeugte Trainer Pierre Page
im Training aber derart, dass er in die Kampfmannschaft gestellt
worden. Fehervar war nur mit drei Linien angetreten, der Kader war
durch einen Virus etwas reduziert worden.
Graz siegt in Zagreb
Die Graz 99ers haben erstmals gepunktet. Die Steirer, die am
Vorabend noch das letzte Drittel in Ljubljana nachgeholt und eine
1:2-Niederlage kassiert hatten, feierten einen harterkämpften
3:2-(1:0,1:1,1:1)-Erfolg in Zagreb.
Patrick Harand brachte die Gäste in Minute zwölf im Powerplay in
Führung, die Greg Day mit einem Penalty im Mittelabschnitt
egalisierte (29.). Doch nur 104 Sekunden später führten wieder die
Grazer nach einem Überzahl-Treffer von Dustin van Ballegooie (31.),
der zuvor mit einem Haken den Penalty verursacht hatte. Im
Schlussdrittel erhöhte Toni Dahlman auf 3:1 (53.), doch Andy Sertich
machte die Partie mit seinem Anschlusstreffer (56.) noch einmal
spannend.
Im Finish kassierten die Steirer noch eine Strafe, die den Kroaten
sogar eine 6:4-Überlegenheit für 42 Sekunden ermöglichte, nachdem sie
ihren Goalie durch einen weiteren Feldspieler ersetzt hatten. Dieses
Powerplay brachte aber nichts mehr ein, es blieb beim 3:2 für Graz.
Znijmo biegt Linz
Die Black Wings Linz haben die erste
Saisonniederlage kassiert. Die Oberösterreicher
unterlagen Liganeuling Znojmo auswärts 5:7 (2:1,1:3,2:3). Die Linzer gingen vor 2.500 Zuschauern nach Rückstand dank zweier
Tore von Baumgartner (13./PP, 18.) mit einem 2:1 in die erste Pause.
Die Tschechen entschieden bei ihrer Heimpremiere aber das
Mitteldrittel klar mit 3:1 für sich. Für die Black Wings hatte
lediglich Ouellette (28.) zum zwischenzeitlichen 3:3 getroffen.
Auf zwei Tore zog Znojmo erstmals im Schlussabschnitt davon. Leahy
(46./PP) und Lebler (54.) hielten die Partie mit ihren Anschlusstoren
zum 4:5 und 5:6 zwar weiter offen, die Wende gelang aber nicht mehr.
In der Schlussminute erhöhte Znojmo zum 7:5 ins leere Tor. Am Sonntag
können die Linzer mit einem Heimsieg gegen das nun voranliegende
Ljubljana mit den Slowenen gleichziehen.
(APA)