Anrainern werden drei Modelle vorgelegt

16. September 2011, 18:43

Eine reine Fußgängerzone, eine für Autos gesperrte Straße oder ein Shared-Space-Modell sind im Gespräch

Wien - Für die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou gibt es für die Mariahilfer Straße nur ein Ziel - Verkehrsberuhigung. Ob das durch eine Fußgängerzone, eine für Autos gesperrte Straße oder durch ein Shared-Space-Modell erreicht werden kann, wird nach einer Bürgerbeteiligung, die mit Ende November startet, fest stehen.

Das Ergebnis einer Studie, die ein Ziviltechnikerbüro im Auftrag Vassilakous durchgeführt hat und deren Ergebnis nun den Verkehrsausschüssen der beiden betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau vorliegt, sei nur der erste Schritt, betont Vassilakou im Gespräch mit dem Standard. Dabei wurde erhoben, welches Modell den größten Verdrängungseffekt mit sich bringen würde, ohne begleitende Maßnahmen zu berücksichtigen.

"Die stärkste Verdrängung würde demnach klarerweise eine Fußgängerzone bedeuten, knapp gefolgt von Shared Space und den geringsten Verdrängungseffekt hätte eine Einbahnregelung" , sagt Vassilakou. Dieses Zwischenergebnis sei nun die Basis, auf der das Verkehrsexpertenteam um Helmut Knoflacher von der TU Wien in einem zweiten Schritt erheben werden, mit welchen zusätzlichen Begleitmaßnahmen die stärkste Verkehrsberuhigung erreicht werden können.

Drei Modelle für Anrainer

Am Ende der Phase zwei sollen drei mögliche Varianten stehen, die den Anrainern und Geschäftsleuten des 6. und 7. Bezirk vorgelegt werden. Ende November wird die Bürgerbeteiligung im roten Mariahilf und im grünen Neubau starten. "Und erst danach wird es eine endgültige Lösung geben" , sagt Vassilakou. (Bettina Fernsebner-Kokert/DER STANDARD, Printausgabe, 17./18. 9. 2011)

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Mahübefragung kommt

An die Verantwortlichen wurde von mir seit 2011 Kritik geübt,ohne Antwort bis vor kurzem. Es wurde jetzt aber mit vereinten Kräften eine verpflichtende Befragung erwirkt. Die kommt bald, wenn Sie Interesse daran haben nehmen sie am Tweet teil. Twitterkonto mit Namen und Email und Passwort eröffnen oder per Google https://twitter.com/MariahilfstrNeu eingeben und sofort ohne Login mitlesen,was ein Vorteil von Twitter ist. Dieses Medium ist frei zugänglich.

dialog?

einer spricht und alle haben zuzuhören? lasst die mahü doch wie sie ist, eine städtische starße halt und relativ neu gemacht. diese paar millionen wären in den umliegenden bezirken viel sinnvoller ausgegeben

yeeeehhh

fussgängerzone in der mariahilfer wär der ultimative wahnsinn, generell alles innerhalb vom gürtel sollte fussgängerzone sein.

dann sollen die bauern halt hackeln wo sie wohnen wenn sie ohne auto nicht auskommen. auf die vielen fetten leute werden sich sicher reduzieren, wenn sie mehr zu fuss gehen müssten und desshalb daheim bleiben^^

yeeeehhh

oh mein gott, was ist mit ihnen passiert! mein beileid!

Anrainerpolitik, keine Verkehrspolitik

Wenn das Ziel darin besteht, aus dem Viertel der Mariahilferstraße eine 2. City zu machen, also ein exklusives Wohnviertel für Radfahrer und Fußgänger, dann ist diese Maßnahme wohl gerechtfertigt...aber welchen Sinn das im Gesamtkontext haben soll, bleibt schleierhaft. Verbindungsstraßen Gürtel - Ring fehlen jetzt schon, es wird halt woanders stauen. Und einkaufen geht dann auf der Mariahilfer Straße keiner mehr. Das wird sich, außer ein paar Touristen, in die Außenbezirke verlagern. Sorry, für mich ist das konzeptuell nicht zu Ende gedacht...

sie haben es verstanden.

Gebe Ihnen teilweise recht

Ohne Straßenbahn verliert die Straße.

Meint Vassilakou tatsächlich Verkehrsberuhigung oder doch eher Reduktion des MIV?

ganz sicher allgemeine verkehrsberuhigung

egal ob mahü oder straßenstrich, alles was sich bewegt wird verfolgt

Konsumrausch von unterbelichteten Jugendlichen finde ich in der Lugnercity auch, also warum auf die Mariahilferstraße pilgern?

Seit der Einstellung des 52ers und 58ers ist die Mariahilferstrasse sowieso uninteressant. Die U3 ist ein Zubringer, mehr nicht.

Was hat der 52er mit interessant zu tun?

Man konnte damals dort noch wirklich mit den Öffis einkaufen fahren. Vergleichens einmal die Stationsdichte mit der heutigen U3.

Und beim Lugner?

Dort ist der Weg zur U6 aber auch nicht näher ...
und ich mein nicht die Strecke City-Ausgang/U-Bahn-Eingang, sondern den Weg von "ganz hinten" bis zum Bahnsteig.

Also nicht schlechtreden, was woanders nicht besser ist ;-)

Naja, die Stationsdichte hat sich nicht wirklich geändert, zumindest nicht am Teil Westbahnhof bis Kirchengasse. Der größte Nachteil der U3 ist systembedingt, nämlich dass man jedesmal in den Keller (ins 3. Untergeschoß) hatschen muss, um zum Bahnsteig zu kommen. Früher war man direkt an der Oberfläche unterwegs, ohne ewiglange Zugangswege.

Bleibt die Frage:

In welcher "guten" Einkaufsstraße Wiens ist das anders bzw. besser?

In großen Einkaufszentren muss man außerdem oft NOCH weiter hatschen als auf der Mahü (Donauzentrum, SCS, ...)

Nur, weil auf der Mahü einmal die Bim gefahren ist, schreien viele "automatisch" danach, dabei würde die wiederum ziemlich viel Platz wegnehmen und mMn die Straße erst recht wieder unattraktiv für Fußgänger und Radfahrer machen.

Wien nimmt hier wahrlich keine Vorreiterrolle ein, aber international gesehen gibt es einige Beispiele von Straßenbahnen in Fußgängerzonen. Einkaufsstraßen und EKZ sind nur bedingt vergleichbar.

Straßenbahnen bringen erwiesenermaßen Kunden. Jeder der in der Straßenbahn sitzt, und direkt an den Geschäften vorbeifährt, kann als potentieller Kunde gesehen werden, Schaufensterwerbungen etc. werden wahrgenommen. Die U-Bahn hat diesen Vorteil nicht, da sie tief unter der Erde in der Dunkelheit fährt.

Die Bim würde extakt den Platz brauchen, den derzeit der fließende Verkehr braucht (2 Spuren). Die Parkspuren könnten bei einer Fußgängerzone aber gänzlich wegfallen und den Fußgängern oder Radfahrern zur Verfügung gestellt werden.

Schon klar.

Nur funktioniert die Mahü ja als Einkaufsstraße perfekt (siehe letzte Studie).

Eine der vielen Begründungen für eine Fuzo war seitens der BV des 6. Bezirks ja (nachdem sie zuerst von "Geschäftssterben" gesprochen hatte und dann umgeschwenkt ist), dass zu wenig Platz für Fußgänger da ist, dass Plätze geschaffen werden sollen für große Schanigärten, etc.

Eine Bim würde letzteres unmöglich machen - und es ist eben nicht notwendig, Kunden "auf Biegen und Brechen" anzulocken, weil eben extrem viele dort unterwegs sind (wie gesagt, durch Studie belegt: Mahü ist die meistfrequentierte EK-Str. nach der City).

Kurz: Eine Bim braucht derzeit niemand, sorry ;-)

Das ist ein Trugschluss! Besonders die innere Mariahilfer Straße zwischen Stiftgasse und Zweierlinie hat seit der Einstellung der Straßenbahn an Kundschaft verloren und ist bis heute der schwächste Teil.

Das "Geschäftesterben" steht also sehr wohl in direktem Zusammenhang mit der Erschließung durch den öffentlichen Verkehr. Die "besten Geschäfte" sind nicht ohne Grund weiter draußen in Richtung Gürtel angesiedelt, näher zum Westbahnhof. Der Mahü geht's zwar ganz gut, aber der Oberflächenverkehr fehlt trotzdem.

Der zweite entscheidende Punkt ist die Überlastung der U3 im Abschnitt Mariahilfer Straße, der nur durch eine Entlastungslinie verbessert werden könnte. Dieser Abschnitt ist heute schon der meist genutzte im ganzen U-Bahn-Netz. Wenn dort Fuzo ist, wird die U-Bahn noch mehr belastet, als derzeit.

"Der schwächste Teil"

Der untere Teil liegt doch auch zwischen zwei U-Bahn-Stationen (U2 und U3); und bis zum Leiner spielt's sich dort auch ab.

Auf der anderen Seite wiederum ist mit bar Italia, dem Segafredo (oder wie das jetzt heißt), der Lutz-Bar, dem Subway, etc. eher die Gastronomie angesiedelt, dort wird - no na - weniger geshoppt.
Aber zeig mir, wo es dort "Geschäftssterben" gibt???

Und was die Bim betrifft: das beste gegenbeispiel dazu ist die obere Mahü; dort fährt die Straßenbahn, aber die Straße dümpelt dahin ...

Dass die äußere Mahü dahindümpelt, hat andere Gründe.

In erster Linie ist es die Barrierefunktion des Gürtels, die Innen- und Außenbezirke trennt. Aber auch der Bruch der Straßenbahnlinien beim Westbahnhof (mit Umsteigezwang zur U3) spielt eine entscheidende Rolle. Zuletzt ist es natürlich auch historisch bedingt. Die äußere Mahü war niemals die große Geschäftsstraße. Die kaiserliche Prachtstraße reichte immer schon von der Ringstraße bis zum Gürtel, außerhalb war sie einfacher gestaltet.

Ich erinnere mich gut, als ca. Anfang der 90er die Geschäftsleute über Umsatzrückgänge klagten, als die Straßenbahn dort eingestellt wurde. Der 58er wurde ja zuletzt statt zur Schleife Burgring über die ehemalige Betriebsstrecke Stiftgasse zur Siebensterngasse und weiter zur Schleife Bellaria geführt. Als "schlechter Ersatz" wurde später der Citybus 2A zur Kirchengasse verlängert.

Gastronomiebetriebe sagt eigentlich eh schon alles, die früher dort angesiedelten Geschäfte sind mangels Kundenfrequenz tot. Die Gastronomieketten kommen scheinbar auch so über die Runden.

Fakt ist: Innerhalb von Gerngross wird die Mariahilfer Straße immer schlechter und das liegt daran, dass dort der Öffianschluss am miesesten ist.

Seh ich, wie gesagt, nicht so.

Der Starbucks hat ebensowenig Probleme wie der Humanic oder Forever21.
Auch zum Leiner solltest du mal schauen ... wer der am Hungertuch nagt, dann fress ich einen Besen ;-)

Wie auch immer, Bim kommt so oder so keine, das ist bereits abgehakt. Und ich bin froh darüber.

Auf der Strasse der Eitelkeiten

gehören Hubschrauberlandeplätze und aus dem
Gerngross sollte man ein Casino machen samt
Jachthafen. Der Wienfluss wird sich schon umleiten
lassen. Konsumsucht muss zelebriert werden.

ich war dort das letzte mal dort als man mit dem 58er von der kennedybrücke aus noch hinfahren konnte. und das war wirklich ok. zu weihnachten eine fuzo noch dazu und das sollte reichen.

in anderen grosstädten funktionierts ja auch.

Wer gleubt, Shared Space kann in Wien funktionieren

der irrrt.

Der durchschnittliche wiener Autofahrer (+ die WUTUs) kapieren nicht einmal die Reissverschlussregelung - aber "Shared Space" soll klappen. Freilich.

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