Wien will Landes-Immos besser koordinieren

Ludwig-Sprecher: "Doppelgleisigkeiten vermeiden"

Sämtliche Dienststellen der Stadt Wien und alle ihre ausgelagerten Unternehmen verwalten derzeit ihre Immobilien noch selbst. Wird ein Objekt einer magistratsinternen Dienststelle verkauft, wickelt dies zwar die MA 69 (Liegenschaftsmanagement) ab - einen Gesamtüberblick hat aber niemand.

Laut einem Bericht des "WirtschaftsBlatts" soll sich genau dies aber nun ändern: Demnach plant die Stadt, eine "Koordinationsfunktion" einzuführen, die Nutzung und Verwertung der stadteigenen Immobilien im Auge behält. "Im Sinne einer Gesamt-Immobilien- und Liegenschaftsstrategie wird diese Koordination und Vernetzung ausgebaut", wird Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) in der Zeitung zitiert.

"Magistratsübergreifend"

Ludwigs Sprecher Hanno Csisinko präzisiert auf Anfrage von derStandard.at, dass die neue Stelle zur "Drehscheibe" werden solle, um das Immo- und Liegenschaftsmanagement der gemeindeeigenen und gemeindenahen Stellen besser zu akkordieren - etwa in dem beispielhaften Fall, dass die Wien Energie eine Liegenschaft nicht mehr benötige, diese aber etwa für den Wohnfonds als Fläche für sozialen Wohnbau zur Verfügung gestellt werden könnte.

Die Stelle sei für den magistratsübergreifenden Betrieb gedacht und gehe deshalb über die Kompetenzen der MA 69 hinaus, so der Sprecher. Es gehe dabei aber nur darum, Doppelgleisigkeiten bei der Verwertung von Grundstücken zu vermeiden; die Verwaltung der Gebäude werde in jedem Fall bei den einzelnen Dienststellen und Geschäftsgruppen verbleiben. (map, derStandard.at, 16.9.2011)

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