Für gesunde Rückenpatienten gilt es in der Achterbahn die Bauchmuskeln anzuspannen und eine aufrechte Haltung einzunehmen
Der Besuch in einem Vergnügungspark ist eine Herausforderung für den Bewegungsapparat. Bei einer Vielzahl von Fahrgeschäften können Stauchungen, Prellungen und Schleudertraumen bis hin zu Bandscheibenvorfällen die Folge sein.
Blitzschnelle und überraschende Richtungsänderungen machen den Reiz der meisten Fahrgeschäfte aus. Doch der Spaß kann ernst enden. Fliehkraft und unkontrollierbare Bewegungsabläufe können sich negativ auf den Organismus auswirken, insbesondere auf den Rücken. Plötzliches Stoppen und wieder Anfahren birgt die Gefahr von Verstauchungen und anderen Beschwerden rund um die Wirbelsäule.
Gepolsterte Sitze in der Achterbahn oder im Autodrom sorgen zwar für mehr Sicherheit, Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der Deutschen
Wirbelsäulenliga empfiehlt jedoch auch jungen Menschen mit gesundem Rücken zusätzlich die Bauchmuskulatur anzuspannen und eine aufrechte Haltung einzunehmen. Patienten, die bereits unter Rückenschmerzen leiden, sollten auf eine Fahrt besser verzichten.
Rückenbewusst Spaß haben
Die Gefahr vergrößert sich, wenn der Besucher Alkohol konsumiert. Die Reaktionszeit verlängert sich, wodurch Schmerz- und Verletzungsrisiken ansteigen. „Ein angetrunkener Mensch kann sich nicht entsprechend schützen und gefährdet daher seine Wirbelsäule in höherem Maße", bestätigt auch Schneiderhan. Aber nicht nur Menschen mit Rückenproblemen, auch Herz-Kreislauf-Patienten setzen sich einer Gefahr aus, berichtet der deutsche Reportagedienst humannews. Adrenalinkicks, wie sie etwa in Falltürmen vorkommen, gehören daher nicht in das Repertoire vorgeschädigter Herzpatienten. (red)