Bereitschaftsdienst

500 Psychotherapeutische Erstgespräche im ersten Jahr

16. September 2011, 14:48

In weiterer Folge 10.000 Therapiestunden organisiert

Wien - Der Psychotherapeutische Bereitschaftsdienst in Wien hat im ersten Jahr seines Bestehens rund 500 Erstgespräche geführt. In Folge seien mehr als 10.000 zusätzliche Stunden Psychotherapie zu - wie betont wurde - sozialen Preisen organisiert worden. Das hat der Bereitschaftsdienst am Freitag in einer Aussendung mitgeteilt. Mehr als 70 Prozent der Zuweisungen kamen von niedergelassenen Ärzten, Spitälern und psychosozialen Einrichtungen.

Das Angebot war im September des Vorjahres ins Leben gerufen worden. Eine erste statistische Auswertung zeigt nun unter anderem: Der Frauenanteil liegt sowohl bei den teilnehmenden Therapeuten als auch bei den Patienten bei etwa 65 Prozent. Die "geografischen Schwerpunkte" sind die Bezirke außerhalb des Gürtels.

Der Psychotherapeutische Bereitschaftsdienst betreibt eine Telefonhotline, bei der Anrufer Termine für psychotherapeutische Erstgespräche vereinbaren können. Therapiestart ist immer die Folgewoche, die Kosten für die Klienten liegen zwischen 30 und 56 Euro vor Abzug des Krankenkassenbeitrags (in der Höhe von 21,80 Euro, Anm.). Die Hotline ist unter der Telefonnummer 01/367 22 22 montags, mittwochs und donnerstags von 15.00 bis 18.00 Uhr mit Ausnahme der Feiertage erreichbar. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
1 2
Erwin Wolfram
10
19.9.2011, 06:52
translation

just drop in the psychologist next door and youll pay the same price without the need for an expensive middleman.

quack
02
19.9.2011, 06:36
homepage

ist übrigens www.ptbd.at

Chocoholic
93
17.9.2011, 12:05
aufklaerung tut not.

viele kennen den unterschied zwischen psychologischen Gespraechen, therapeutischen Beratungsgespraechen und echter Psychotherapie nicht. Selbst PsychologInnen glauben, sie wuerden Psychotherapeutische Gespraeche anbieten, das ist ohne dementsprechende Ausbildung nicht moeglich.

Transalpin2
00
12.11.2011, 09:38
Wenn Aufklärung: dann ganz!

1) auch unspezifische Gespräche haben eine heilende Wirkung (avanti dilletanti!), wenngleich weniger oft als die Psychotherapien.
2) Bei den Psychotherapien ist spätestens seit Grawe's Studien klar, dass nicht die einzelnen Schulen der entscheidende Wirkungsfaktor sind, sondern die Persönlichkeit des/r Therapeuten/in.
Ergo:
1) das Label "echte Psychotherapie" ist ein bisserl ein vollmundiger Anspruch.
2) "echte Scharlatanerie" ist nicht einfach "NICHT echte Psychotherapie", und muss von vielen hilfreichen Unterstützungen ausserhalb von Therapiesitzungen noch unterschieden werden.

anyuser
 
118
17.9.2011, 17:46
alles humbug ²

nachher ist man genauso gescheit aber man ist sein geld los. sorry, aber die meisten therapeuten sind völlige wehs die selber nicht mit ihrem eigenen leben klarkommen, sower soll einen helfen ?

NickKnarrkarton
12
22.9.2011, 18:21

Völlig richtig. Die wirklichen Probleme der Leute lassen sich auch nicht in einer Psychotherapie lösen, sondern nur in der Gesellschaft. Das, was den Leuten da vorgegaukelt wird ist Etikettenschwindel auf Kosten von Menschen und zur Finanzierung von Therapeuten. Psychotherapie ist das größte Placebo des Jahrhunderts und oftmals verhindert sie sogar eine Heilung, weil es nämlich nicht gesund ist, sich bis zur Selbstaufgabe selbst zu zerpflücken.

Chocoholic
02
24.9.2011, 20:53
Wo zerpflückt man sich bis zur Selbstaufgabe?

Erkundigen Sie sich einmal, bevor Sie hier irgendwelche Behauptungen aufstellen. Es gibt zudem über zwanzig unterschiedliche Psychotherapienrichtungen, die unterschiedlich arbeiten.

Transalpin2
00
12.11.2011, 18:21

Auch wenn es 20 Therapierichtungen gibt, für sich selbst Wirksamkeit beanspruchen, sind es
a) nur zwei, höchstens drei, für die eine Wirksamkeit gut belegbar ist (KVT, Psychoanalyse, Gesprächspsychotherapie m.Einschr.), und
b) ist das "unterschiedliche Arbeiten" noch keinesfalls das Entscheidende für deren Wirksamkeit.
Es kommt wohl mehr auf die Persönlichkeit des/der Therapeuten/in an, als auf den "ideologischen Überbau". ....
Ich empfehle die Studien von Grawe.

NickKnarrkarton
11
25.9.2011, 01:29

Ich brauche mich nicht erkundigen - ich habe im Bekanntenkreis genug Geschädigte, die sich jahrelang zerpflückt haben. Nutzen = 0.
Daß 20 verschiedene Therapierichtungen auch nur irgendein Qualitätskriterium darstellen würden, ist mir neu. Ganz im Gegenteil: Jede Richtung behauptet bis heute, daß sie recht hat Und funktionieren tun sie alle gleich, nämlich gar nicht.

Chocoholic
00
26.9.2011, 08:09
Das habe ich mir gedacht.

Vom Hörensagen, irgendwer erzähltnirgendwas (im Bekanntenkreis).
Falls Sie nicht einverwtanden sind, in welche Richtung sich Ihre Bekannten nach der Therapie entwickelt haben, ist das ein ganz normales Phänomen. Für viele sind die Menschen nämlich nützlicher und angenehmer, wenn sie geschädigt sind und ihnen da besser zum Nutzen sein können. Zum Beispiel weil sie sich nicht mehr u gefragt als seelischer Mistkübel missbrauchen lassen. Dass Sie nicht zuhören können zeigt sich auch darin, dass Sie mein Argument, es gibt 20 unterschiedliche Richtungen, die unterschiedlich arbeiten und daher auch unterschiedliche Empfindungen beim Patienten entstehen (ad zerpflücken) so anwenden als hätte ich das als Qualitätsbestätigung argumentiert.

NickKnarrkarton
11
28.9.2011, 21:28

Schauen Sie, wenn eine Bekannte z.B. vor den PTs noch in Arbeit stand und heute nach unzähligen PTs mit 35 in Frührente ist - was glauben Sie, wieviel Nutzen werden diese PTs veschiedenster Richtungen gehabt haben ?
Einverstanden bin ich damit natürlich nicht und zwar schon deshalb, weil es nicht in Ordnung ist jahrelang für Geld nur heiße Luft zu hören. Und das ist kein normales Phänomen, sondern eine Frechheit.

tapsel
 
04
18.9.2011, 20:04
Wieviele Therapeuten haben sie schon verbraucht,

Got Your Nose!
14
18.9.2011, 16:09

es gibt auch rauchende ärzte, aber trotzdem kann er einem erklären, dass rauchen ungesund ist. es gibt auch fahrlehrer die strafzettel bekommen, es gibt auch abstinente kellner.

Chocoholic
35
18.9.2011, 11:47
Teil 2

Wichtig alleine ist die Faehigkeit d. Therapeuten, innerhalb der 50 Minuten seine eigenen Probleme und Lebenskrisen ausserhalb zu lassen, was die Notwendigkeit einer ausgiebigen Selbsterfahrung und einer langjaehrigen berufsbegleitenden Ausbildung notwendig macht. Schwarze Schafe gibts immer, auch bei Aerzten, REchtsanwaelten und Politikern.

Es ist und bleibt aber immer noch die Aufgabe des Patienten, etwas aendern zu wollen. Sonst geht gar nix. Leider. Und uebrigens wird waehrend einer Psychotherapeutischen Behandlung aufgrund der Aenderung in der Lebenseinstellung u.U. auch zwischendurch eine schwierigere Situation entstehen als zuvor, aber das Endziel ist eine Aenderung in den automatisierten Verhaltensweisen, die Probleme brachten.

NickKnarrkarton
21
22.9.2011, 18:29
Es ist und bleibt aber immer noch die Aufgabe des Patienten

Den Patienten, dem es nicht besser gehen will, gibt es nicht. Das ist die klassische Therapeutenausrede für völlig untaugliche Therapien.
Die Änderung der Lebenseinstellung nützt bei den Kernproblemen in dieser Zeit genau gar nichts. Vielmehr ist es sogar fatal, einem Einzelnen noch Schuld aufzuladen für Umstände, die er in Wahrheit gar nicht beeinflussen kann.
Ja, schwarze Schaafe gibt es unter Therapeuten wahrlich genug - nur können sie im Gegensatz zu den von Ihnen genannten Berufen ihr Unwesen so wie in der Kirche in einem völlig unkontrolliertem Raum treiben.

Chocoholic
11
24.9.2011, 20:57
Wenn Sie den Psychotherapeuten erklären, wie siee die Patienten dazu bringen können,

(die Süchtigen) Ohne Drogen vollgestopft oder weiter Alkohol saufend in die Therapie zu kommen, auch wenn oder weil er keinen Bock hat, dann haben Sie den Gordischen Knoten gelöst.

Vom Psychotherapeuten zu verlangen, dass er einem das Leben ändert, ist wie vom Arzt verlangen, dass das Kopfweh vom zu viel Rauchen einfach so aufzuhören hat, ohne die Lebensführung zu verändern....

NickKnarrkarton
11
25.9.2011, 01:37

Weil sich ja im Turbokapitalismus soviel verändern läßt - vor allem, wenn man dann noch Leute für´s Zuhören bezahlt. Und sich der externe Streß, der die wahre Ursache ist, auch einfach so in Luft auflöst, weil man die Lebensführung ändert und nicht etwa die Lebensführung durch externen Streß zwangsbeeinflusst würde.
Ich würde den Drogensüchtigen erklären, daß Sie in gar keine Psychotherapie gehen müssen, weil das an Ihrer Drogensucht genau null ändert. Wie Sie nämlich sicher wissen, handelt es sich hier nämlich um eine körperliche Abhängigkeit, die man nicht wegreden kann.
Jemand, der externen Streß hat, den er nicht beeinflussen kann, wird sicher im Nu zum Rauchen aufhören können ...

RS69
 
01
10.11.2011, 12:08

"emand, der externen Streß hat, den er nicht beeinflussen kann"

Darum geht's ja: Ihnen zu helfen, Ihre Wahrnehmung so zu verändern, dass Sie merken, dass es Ihr Leben ist, und NUR SIE den externen Stress ändern können.

Chocoholic
11
26.9.2011, 08:18
Externer Stress als Blockade zu ewiger Seeligkeit.

Turbokapitalismus als Freudenhemmer.
Körperliche Prädispositionen, denen man sich mit althergebrachter gesellwchaftlich antrainierter Mutlosigkeit ergibt, als gäbe es keine Alternative, die man erlernen kann.
By the way: wundert mich wenig, dass Ihnen die "zerpflückten Bekannten" nicht mehr passen, die nicht mehr mit Ihnen saufen gehen wollen, weil sie sich nicht durch Ihre "da kann man nichts dagegen machen" Tiraden mehr von einer anderen Leben ohne Alkohol oder Drogen abbringen lassen wollen. Hut ab vor Ihren zerpflückten Bekannten. Abhängigkeiten sind nicht immer körperlich, das wissen Sie bestimmt auch. drogenabhängigkeit ist körperlich und/oder seelisch definiert. Wer sich vim seelischen befreien kann, kann körperliche besser stoppen.

NickKnarrkarton
10
28.9.2011, 21:37

Ich weiß nicht, wieso Sie mir ständig unterstellen, daß mir meine Bekannten nicht mehr passen. Das einzige, was mir nicht passt ist, daß sie es ihnen nach unzähligen Psychotherapien schlechter denn je geht.
Die erlernbare Alternative für das derzeitige Gesellschaftsmodell zeigen Sie mir - die gibt es längst nicht mehr.
Wahrscheinlich sind Sie aber selbst Therapeut - dafür sprechen nämlich ihre Interpretationen, die genau null Fundierung haben und lediglich Ihrer Phantasie entspringen.

Chocoholic
24
18.9.2011, 11:44
ich glaube, Sie verwechseln da etwas. Das sind nicht Freunde, die im Leben Ihren Standards entsprechen muessen,

sondern geschulte Experten (hoffentlich), die in den 50 Minuten eine Rolle einnehmen, die Ihnen helfen soll, sich selbst zu helfen. Es geht hier nicht um Chirurgie, wo etwas ohne Ihr Zutun herausgeschnitten wird, sondern um Ihre Einstellung zur Welt und wie Sie Ihren Horizont erweitern koennen. Auch darum, Ihnen aufzuziegen, wo Sie sich unter Umstaenden irren. Klar, dass Ihnen das nicht immer gut gefaellt, und der Therapeut dann als unfaehig hingestellt wird und statt der 50 Minuten Gespraeche dann sein restliches Leben kritisiert wird, was m. d. therapeutischen Behandlung so viel zu tun hat, wie die sexuelle Vorliebe eines praktischen Arztes mit der Behandlung Ihren Huehneraugen.

Erotokritos
14
18.9.2011, 10:11
der taube hilft dem blinden

(ganz ohne genderisierung :-))
Doch es ist durchaus möglich jemand anderm zu helfen und selbst Probleme zu haben. Das ist ja auch im Alltag anzutreffen.
Die meisten haben irgendwelche Probleme und können trotzdem Freunde und Bekannte unterstützen. Das gilt auch für professionelle Helfer.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

redress
112
17.9.2011, 07:40

Psychische Gesundheit würde den Krankenkassen langfristig Unsummen sparen. Das ist noch immer nur ein schwacher Anfang..

milch und zucker
02
18.9.2011, 13:07

es gibt auch volle kostenübernahme der kasse für psychotherapie. die plätze sind halt leider stark begrenzt

Chocoholic
05
19.9.2011, 08:46
Stimmt. Viel zu wenige Plaetze. Aber die Pharmaindustrie ist da halt

maechtiger. Obwohl ich in dem Bereich deren Einsatz und deren Medikamente durchaus zu schaetzen weiss, aber bei jeder Lebensdepression die Pulverl verschreiben und KEINE Psychotherapie ist eigentlich fast schon kriminell.

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