Pflegekosten

Caritas will Pflege durch Erbschaftssteuer finanzieren

16. September 2011, 14:09

Pflege muss solidarisch finanziert werden - Fordern Systemwechsel "hinaus aus der Sozialhilfelogik" in ein solidarisches System

Wien - Die Caritas fordert zur Finanzierung der zu erwartenden Mehrkosten der Pflege eine solidarische Finanzierung. "Vermögensbezogene Steuern wie eine reformierte Erbschaftssteuer oder eine Vermögensertragssteuer dürfen hier keine Tabuthemen sein", sagte der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau auf einer Pressekonferenz mit Caritas-Präsident Franz Küberl am Freitag. Die Caritas fordere einen Systemwechsel, "hinaus aus der Sozialhilfelogik hinein ins solidarisch getragene System", so Landau.

Es gehe bei der Forderung nach neuen Finanzierungs-Quellen nicht um Ideologie, sondern um konkrete Not von Menschen, erklärte der Wiener Caritas-Direktor eine Woche vor Beginn der Verhandlungen zur Pflege-Strukturreform (am 23. September im Sozialministerium). Denn de facto gebe es für viele Betroffene aufgrund des Vermögens-Zugriffs im Falle einer Pflegebedürftigkeit bereits jetzt schon eine Erbschaftssteuer - und zwar in Höhe von hundert Prozent, sagte er.

Pflegebedürftigkeit "allgemeines Lebensrisiko"

Auch Küberl verwies darauf, dass für den Aufenthalt in Pflegeheimen das Hab und Gut der Betroffenen herangezogen wird: "Vermögen der Betroffenen wird einkassiert bis zum Leerräumen des Nachkästchens." Jene aber, "bei denen eine stationäre Unterbringung nicht erforderlich ist oder denen eine längere Phase der Pflegebedürftigkeit erspart bleibt, können ihr Erspartes ungeschmälert an die nächste Generation weitergeben. Die anderen nicht, die haben bis zu einhundert Prozent Erbschaftssteuer", sagte Küberl.

Der Systemwechsel hin zu einer solidarischen Finanzierung sei notwendig, denn Pflegebedürftigkeit sei ein allgemeines "Lebensrisiko" geworden, vergleichbar mit den Folgen eines Unfalles oder einer Krankheit, so Küberl. Landau betonte, auch eine Schenkungssteuer sei eine Möglichkeit zur Finanzierung. Die Schätzungen gehen von Mehrkosten von 1 Mrd. Euro im Jahr 2020 aus (derzeit werden im Pflege-Bereich rund vier Mrd. Euro pro Jahr aufgewendet). Man sei aber gerne auch für andere Ideen aus dem Finanzministerium offen, gab Küberl zu verstehen.

Unterschiede zwischen Bundesländern

In vielen Bereichen sei die Pflege derzeit unsolidarisch, betonte der Caritas-Präsident. Er verwies vor allem auf große Unterschiede zwischen den Bundesländern, etwa bei Selbstbehalten oder auch den Regress-Forderungen an Kinder, die erst vor kurzem in der Steiermark wieder eingeführt worden sind. Der Kinder-Regress gehöre österreichweit abgeschafft, so die Forderung der Caritas.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 109
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Ravenspower
00
24.2.2012, 12:34
Caritas

die caritas sollte mal in ihren pflegeheimen ihren altenpflegerinnen ein entsprechendes gehalt bezahlen. die caritas bezahlt weit unter dem niveau der landeskrankenhäuser.

das obwohl die pflegerinnen in den caritasheimen die schwerere arbeit durchführen.

sie zahlen auch keinerlei gefahrenzulagen bei schwierigen patienten und sogar mei den nachtdienstzulagen liegen sie weit unter landesniveau.

objektiv betrachtet: die pflegerinnen werden ausgenützt.

die caritas putzt sich immer am land ab - schämen sollten die sich.

Gimli
00
5.10.2011, 14:33

Ich halte die Argumentation vom Herrn Landau etwas seltsam. Genausogut kann man argumentieren, dass es ungerecht ist, wenn ein Vermögender aufgrund Pflege seine Wohnung verliert und er Gemeindebaumieter voll gestützt wird. Wie kommt der dazu, der sein Leben auf die Wohnung gespart hat?
Ich glaube Landau möchte hier die Caritas pragmatisieren und eine Caritas-Steuer erfinden. Dass ein Geistlicher derartig primitiv Gesellschaftsgruppen gegeneinander ausspielen möchte...

MAXIMA
00
20.9.2011, 10:45
... manipulativer Landau ...

... Gesunde gegen Kranke, Arme gegen Reiche ausspielen, das ist Caritas-Mentalität. Warum nicht einen "armen" zu Pflegenden mit einem "reichen" zu Pflegenden vergleichen, hier tritt die Solidarität ohnehin ein, denn der "reiche" Pflegefall zahlt in die Pflege sehr wohl ein. Laut Caritas ist man reich, wenn man statt in einer Gemeindewohnung sitzt eine Eigentumswohnung besitzt. Die Eigentumswohnung des "Reichen" ist im Pflegefall noch da, die Miete (gleichzusetzten mit Kreditrückzahlung) verbraucht. Was ist da gerecht?

gas karl
00
19.9.2011, 12:00
die Erbschaftsteuer wird doch schon für die UNIs augegeben

oder Grundsicherung ?

Micha Do
 
00
19.9.2011, 16:49
Und für die Pensionen und für die Gemeinden und für die Schulen und für die Kindergärten und..und..und..

Also los! Erbt, Leute, erbt, erbt so oft wie möglich und was Ihr könnt, sonst geht sich das alles nicht aus...

herbert poledna1
20
18.9.2011, 21:37
Erbschaftssteuer!

Die Erbschaftssteuer sollte erst einmal im Bereich der Religionsgemeinschaften eingeführt werden.
Vorschlag konkret:
Alle 50 Jahre die Erbschaftssteuer auf das gesamte Finanzvermögen und Grundvermögen der Kirche einheben (noch besser wäre alle 30 Jahre diesen Schritt der Berechnung und Einhebung vorzunehmen).
Als weitere Vorhaben wäre die Absetzbarkeit der Kirchensteuer ersatzlos zu streichen.

Micha Do
 
00
19.9.2011, 16:51
Bei jedem neuen Papst! Das geht flotter und damit öfter - meistens jedenfalls.

herbert poledna1
10
18.9.2011, 21:31
Erbschaftssteuer!

Chocoholic
01
18.9.2011, 20:41
wird die caritas die dann auch zahlen?

Section Control
00
19.9.2011, 08:43
Nein, weil die waren ja für die Abschaffung der Erbschaftssteuer

DirtyHarry
11
18.9.2011, 18:04

die caritas soll bei der nächsten nr-wahl antreten, und DANN - wenn sie im nationlrat vertreten ist neue steuern fordern

anders and
 
00
18.9.2011, 16:26
Landau sollte offen sagen

ob er hier im Namen der Alten spricht,
oder im Namen der Caritas als Pflegeheimbetreiber - aber dazu äußert er sich nicht.

Deshalb hat seine Stellungnahme einen unguten Beigeschmack.

Hubert Ungeist
 
10
18.9.2011, 16:24
Das solidarischte ist da noch Finanzierung durch allgemeine Steuern

weil ja alle davon betroffen sein können. Daher ist eine Steuern die nur die trifft, die etwas zu vererben haben zutiefst unsolidarisch

anders and
 
01
18.9.2011, 22:14

wann zahlen Menschen, die etwas zu vererben haben, eigentlich Erbschaftssteuer?

Wie kann ich mir das vorstellen?

guggi102
01
19.9.2011, 06:27

Die kränken sich noch im Himmel z`Tod.

Hubert Ungeist
 
10
19.9.2011, 03:35
ja sie haben recht es sind ja bloß

die Nachkommen und Kinder.

Eigentum ist Diebstahl.

anders and
 
02
19.9.2011, 14:50
falsch, Irrtum!

Eigentumserwerb ist für gewöhnlich steuerplichtig, so einfach ist das.

Und wie man zwischen Nachkommen und Kindern differenzieren kann brauchen Sie mir auch nicht zu erklären.

pox vobiscum
00
19.9.2011, 16:26

Also 20% Ust abführen und passt!

pox vobiscum
00
18.9.2011, 16:23

Schwachsinn, die Pflege muss durch eine Versicherung finanziert werden.

KOG1
01
18.9.2011, 15:43
zum Thema:

eine erhöhte (oder neu eingeführte) Vermögens/Erbschafts/usw...-Steuer wird DANN akzeptiert, wenn ENDLICH mal neue arbeitspolitische Ziele anvisiert werden.

Jetzt gehts so: uns fällt nix ein, gar nix, überhaupt nix, also nehmen wirs denen ab die was haben.

Chocoholic
02
18.9.2011, 11:38
liebe caritas. bitte zahl zuerst einmal Sozial- und Krankenversicherungsbeitraege fuer deine "Ehrenamtlichen"...

da waere sicher auch was uebrig fuer die Pflege derer.

HansPeter10
01
18.9.2011, 16:14

Und rücke die erschli**enen Erbschaften heraus, damit wir Pflegbedürftige versorgen können.

awien
11
18.9.2011, 10:38
Versäumnis der Politik

Über 58 jährige ASVG-Versicherte wurden von der Arbeitslosenversicherung befreit. Anstatt diese Beiträge in eine Pflegeversicherung zu leiten.
Pensionisten wird, versteckt in der Krankenversicherung, ein "Pflegekosteenbeitrag" abgezogen.

KOG1
52
18.9.2011, 07:29
Die katholische Kirche ist ganz schön unbeweglich und bequem geworden, der Apostel Paulus wäre mit solchen Gemeinden gescheitert

Liebe Caritas: wie wäre es mit gaaaanz neuen Ideen? Zum Beispiel Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch mehr mehr Spaß an der Arbeit ? Weniger in die Frühpensionierung mobben durch Juniorchefs? Dann hätte der Staat mehr Steuereinnahmen! Liebe Caritas, guten Morgen, lest doch mal Studien über Konfliktkosten durch! Bis zu 10% des BIP (das wäre das Gesundheitsbudget) werden durch Bossing Mobbing Stuffing verbraten. Mal hängt sich ne Chefin am Klo auf, mal rennt ein rückgestufter Angestellter Amok, mal wird ein Mitarbeiter vom Chef geohrfeigt, usw....
Es gibt nur eine Lösung: gerne arbeiten = mehr arbeiten! Schon was von Motivation gehört?
Wo ist der Erfindungsreichtum der Missionare? Muss man euch alles vorsagen?

ghrizo
11
18.9.2011, 10:48

dennoch sind erbschafts- und vermögenssteuer eine sinnvolle einrichtung... und diese gleichung gerne arbeiten = mehr arbeiten ist falsch. das derzeitige motivationsproblem kommt daher, dass der großteil der arbeitenden (sicher nicht alle) einen kaum mehr zu bewältigenden arbeitstag vor sich haben. wenn dann weniger arbeiten = gerne arbeiten.
Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch mehr Spaß an der Arbeit? Sagen Sie das denjenigen, die mit 55 schon ausgeschunden sind und ohne wöchentliche Spritze nicht mehr aus dem Bett kommen.

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