53-Jähriger wollte laut Gericht verbotene Batasuna-Partei wieder aufbauen
Madrid - Der frühere Chef der verbotenen Baskenpartei Batasuna (Einheit), Arnaldo Otegi, ist am Freitag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Madrid sah es laut spanischen Medienberichten als erwiesen an, dass der 53-Jährig versucht habe, den politischen Arm der Untergrundorganisation ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit) wieder aufzubauen.
Die Batasuna-Partei ist seit 2003 wegen ihrer Verbindungen zur ETA verboten, die für knapp 830 Tote während ihres 41-jährigen Unabhängigkeitskampfes verantwortlich gemacht wird. Die EU und die USA stufen die ETA als Terrororganisation ein. Batasuna wurde als politischer Arm der ETA bezeichnet.
Im Jänner hatte die ETA einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet. Die spanische Regierung wies das Angebot jedoch zurück und verlangte die vollständige Auflösung der Organisation. Die wegen zahlreicher Festnahmen als stark geschwächt geltende Gruppe hat seit August 2009 keine Anschläge mehr in Spanien verübt. Sie soll laut Angaben der Tageszeitung "El Pais" nur noch über 50 aktive Mitglieder verfügen. (APA)