Grössere Intervalle

Wienerberg: Schneller Bus, der selten fährt

16. September 2011, 10:13

Eingeschränkter Betrieb des 7B bleibt

Wien - Der Express-Bus 7B, der die Wohn- und Bürogebäude der Wienerbergcity mit der U-Bahnstation Philadelphiabrücke verbindet, wird wohl auch künftig an den Wochenenden gar nicht und untertags nur in größeren Intervallen fahren. Bei den Bewohnern sorgt das für großen Unmut, wie der Standard berichtete.

Der Hintergrund: Bisher haben den Großteil der Kosten für den Shuttle die Betreiber des Vienna Business Park finanziert. Die Konzession für das private Busunternehmen, das die Fahrten durchgeführt hat, ist ausgelaufen, mit 1. September haben die Wiener Linien den 7B komplett übernommen. Die Betreiber des Business Park argumentieren damit, dass es einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2007 gebe, in dem festgelegt wird, dass innerhalb der Stadtgrenzen alle frei werdenden Konzessionen an die Wiener Linien übertragen werden sollen.

Bus an Bedarf angepasst

Beim städtischen Öffi-Betreiber versteht man zwar den Unmut der Bewohner, verweist aber darauf, dass es noch vier weitere Buslinien gebe und der 7B dem "tatsächlichen Bedarf angepasst wurde". Am besten ausgelastet sei der Bus eben in der Früh und abends, wenn die Büropendler den Shuttle nutzen. Darüber, ob die Menschen, die im Businesspark arbeiten, wie bisher, gratis fahren können, wird noch verhandelt. (fern, DER STANDARD Printausgabe, 16.9.2011)

Kommentar posten
23 Postings
xruxl
00
25.9.2011, 23:02

Fahrzeiten Schedifkaplatz - Business Park Vienna: 15A (mit Halt an 4 Zwischenstationen): 7 Minuten, 7B (kein Halt): 5 Minuten

Von einer Expresslinie kann also sowieso keine Rede sein.

Animation
 
00
19.9.2011, 18:28
express öffis wären überhaupt super!

wenn jedes dritte öffi express fährt und nur die großen stationen anfährt wär das für alle beteiligten von vorteil!

FS4 - the science channel
01
20.9.2011, 10:28

Das gibt's schon. Nennt sich U-Bahn und hält jedes Mal nur an größeren Stationen.

Stephan W.
00
19.9.2011, 21:09

Sofern die Linien eindeutig gekennzeichnet sind und nicht - wie bei den Wiener Linien leider sehr oft der Fall - mit falschem Zielschild herumfahren wäre das auf manchen Strecken sicher fein. Gibt's in vielen anderen Städten auch schon.

Lex
01
17.9.2011, 20:11
Habe ich schon im letzten Artikel gepostet

DIE einfachste Lösung kennt anscheinend weder die Wiener Politikerschwammerl (egal welche Farbe) oder die hier betroffenen oder sonstige Kenner...

Man verlängert den 65A der zur Zeit vom Reumannplatz zur Wienerberg City fährt zur Phildalphia Brücke auf der Route vom 7B...

Kostet SICHER weniger als eine eigene Linie 7B
Da 65A und 7B sich eine Haltestelle teilen ist das auch verkehrstechnisch KEIN Problem

und auch der stündliche 65A der nach Inzersdorf gondelt kann beim Retourfahren zur Philadelphiabrücke fahren...

Somit habe ich ganz OHNE 7B eine deutliche Verbesserung...

BraS
 
10
19.9.2011, 11:59

auch bei Wiederholung wird die Behauptung nicht richtiger, dass eine Verlängerung des 65A sicher billiger wäre, als der 7B.

Lex
01
19.9.2011, 14:39
also dann wäre diese Situation die erste

in meinem Leben, wo eine Erweiterung eines bestehenden um 5% (gebe zu reine Schätzung was die Verlängerung des 65A nach Meidling) im Vergleich zur Gesamtstrecke wäre - können auch 10% sagen - NICHT billiger wäre als für die paar Prozent eine ZUSÄTZLICHES System (externe Busfirma) ...

Auch durch gebetsmühlenartiges Verneinen wird etwas nicht falsch...

BraS
 
10
19.9.2011, 16:10

vegessen sie doch ihre Prozentrechnung, die spielt da nicht mit.
Für den Umlauf braucht es einen Bus als eigene Linie, oder einen zusätzlichen Bus für die verlängerte Linie 65A.
Ein Bus ist ein Bus - mit gleichen Kosten, ggf. geringfügig billiger, wenn ein Subunternehmer statt der Wiener Linien den Bus betreibt.

verleih nix
13
16.9.2011, 17:49
4 weitere buslinien

und die bewohner jammern trotzdem. mehr ist nicht zu sagen.

O5
00
25.1.2012, 03:28

Lokalpolitik ist in Wien IMMER Jammern auf höchstem Niveau.

derloris
 
00
16.9.2011, 21:10

Wie die Wiener Linien auf vier weitere Linien kommen, ist zweifelhaft. Direkt in der Wienerberg City faehrt neben dem 7B nur der 65A, der allerdings laenger zu einer U-Bahn braucht. Ein Stueck entfernt gibt es noch den 15A.

BraS
 
00
19.9.2011, 11:48

und den 7A und den 63A.
Das "ein Stück entfernt" ist ungefähr das, was man in so mancher U-Bahnstation zurücklegt, um vom Eingang auf den Bahnsteig zu kommen.

Modjo
00
19.9.2011, 12:04

Naja, zum 7A und 63A ist's von den Wohntürmen schon ein ordentlicher Hatscher von ca. einem halben Kilometer. Eine vernünftige öffentliche Anbindung ist schon etwas anderes.

BraS
 
00
19.9.2011, 12:15

500m ist die Entfernung vom weitest entfernten Hauseingang. Da gibts unzählige Gebiete in Wien, die weitaus schlechter erschlossen sind.
Wer es bequemer und noch näher haben will, kann nach wie vor mit dem 65A fahren.

Modjo
00
19.9.2011, 12:39

Dennoch können wir uns wohl darauf einigen, dass das eine miese öffentliche Erschließung ist. Da ist selbst bei mir im 23. Bezirk der Öffianschluss besser, obwohl dünn besiedelte Stadtrandlage.

BraS
 
00
19.9.2011, 13:03

Die ÖV-Erschließung ist jedenfalls verbesserungswürdig.

Allerdings war das zum Zeitpunkt des Einziehens bekannt. Wer dennoch dort wohnt, muss halt damit leben bzw. sich an den Immobilienentwickler wenden, der dort bessere Anbindungen verhindert hat.

cyber ferkel
94
16.9.2011, 12:58

So also sieht grüne Verkehrspolitik in der Realität aus.

chacun à son gout
02
16.9.2011, 13:56
lol

würschtl

was hat das mit den grünen zu tun? seit wann sitzen die in der verwaltung der wiener linien??

cyber ferkel
41
16.9.2011, 16:34

Wer ist für Verkehrskonzepte zuständig? Die Wiener Linien oder die Stadtregierung?

BraS
 
00
19.9.2011, 11:51

Für Verkehrskonzepte: die Verkehrsstadträtin.
Allerdings war die zum Zeitpunkt der Genehmigung noch ein roter Verkehrsstadtrat.
Für den Betrieb der Wiener Linien: die Finanzstadträtin.

chacun à son gout
00
17.9.2011, 17:17

erstens: pacta sunt servandi. wenn es eine Vereinbarung mit den Wiener Linien gibt, dass diese Busse innerhalb Wiens übernehmen ist das einzuhalten.
zweitens: wie Ihnen bereits erklärt wurde, sind die Grünen nicht für diesen Bereich zuständig.

Außerdem kann man den Wiener Linien wohl nicht vorwerfen, dass sie ökonomisch denken und das Angebot an die Nachfrage anpassen. Wäre es anders, würdet Ihr ja auch wieder wettern.

derloris
 
00
16.9.2011, 21:06

Die Stadtregierung. Allerdings fallen alle Bereiche der Wiener Stadtwerke und somit auch der Wiener Linien ins Ressort der Finanzstadtraetin Brauner (SP). Die Gruenen sind nur fuer allgemeine Verkehrsplanung, etc. zustaendig!

Topfpflanze
01
16.9.2011, 11:29
Taktfahrplan

Das unsinnigste bei dieser Fahrplanänderung ist ja die Einstellung des 7 bzw. 15 Minuten Taktes. Es gibt zu bestimmten Zeiten stattdessen einen 10 bzw. 20 Minuten Takt (also schwerer zu merken, aber dafür ist es am Wochenende einfacher, wenn der Bus gar nicht fährt). Da aber eine Fahrt Wienerberg City - Philadelphiabrücke und retour ca. 12 Minuten dauert kann dadurch kein Bus bzw. Fahrer eingespart werden. Bei einem 20 Minuten Takt werden auch nicht mehr Leute fahren, weil man stattdessen zum 15 A gehen wird. Außerdem sollte die alte Haltestelle Carl-Appel-Straße wieder eingeführt werden, damit man nicht unnötiger Weise den TwinTower umrunden muss.

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