Ohne heiße Oberflächen, um Verbrennungen zu vermeiden
Der Erfinder James Dyson ist bekannt dafür, vertraute Dinge neu zu erfinden: Die Schubkarre (mit Ball statt Rad), den Staubsauger (ohne Staubbeutel), den Händetrockner (zum Hände hinein- statt darunterhalten). Jetzt hat sich Dyson eines vertrauten, aber vernachlässigten Begleiters kalter Tage angenommen: des Heizlüfters. "Hot" heißt das neue Heizgerät, das technische Anleihen bei einer anderen Erfindung, dem rotorblattlosen Ventilator, nimmt.
Im Sommer als kühlender Ventilator
Hot hat keine heißen Oberflächen, kann daher weder etwas ansengen noch Erwachsenen oder Kindern Verbrennungen zufügen. Auch gibt es keine außen liegenden beweglichen Teile: Nach Art eines Düsentriebwerks wird die Luft von einem Gebläserad über erhitzte keramische Steine geleitet (die geruchsfrei sind). Ein Thermostat sorgt für die Raumtemperatur, im Sommer dient Hot als kühlender Ventilator. 22 Ingenieure haben Hot entwickelt, auf den es bereits 170 Patente gibt sowie 270 Anträge für weitere. So viel heiße Luft hat ihren Preis: 350 Euro. (spu, DERSTANDARD/Printausgabe, 16.09.2011)