Chronologie

Der Kauf der Eurofighter

15. September 2011, 20:21

Von Scheibner vorbereitet, unter Platter vollzogen

  • 2000 Regierung Schüssel kündigt an, einen Nachfolger für die veralteten Draken-Abfangjäger zu suchen.
  • Sommer 2001 Regierungsbeschluss für den kauf von neuen, erprobten Abfangjägern. Insider vermuten, dass die Ausschreibung von Anfang an auf den JAS-39 Gripen von Saab zugeschnitten ist. Weitere Bewerber sind Mirage und Lockheed Martin mit (gebrauchten) F-16. Diese beiden scheiden aus. Dafür meldet sich EADS, das den brandneuen Eurofighter Typhoon ins Rennen schicken will. Das Flugzeug gilt als überqualifiziert und teuer.
  • 2. Juli 2002 Überraschende Entscheidung für den Eurofighter. Dieser war nicht nur technisch bestbewertet, sondern zur Überraschung aller nicht teurer als der Gripen. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) beziffert die Kosten für 24 Jets mit 1,791 Milliarden Euro.
  • Jänner 2003 Herbert Scheibner, damals FPÖ, scheidet aus der Regierung aus. Weitere Verhandlungen führt Günther Platter (ÖVP).
  • 1. Juli 2003 Der Kaufvertrag wird endlich unterzeichnet. Die schwarz-blaue Regierung hat die Zahl der Flugzeuge auf 18 herunter verhandelt, mit Systemkosten ist man nun bei 1,969 Milliarden Euro inklusive Finanzierung und allem Zubehör. Die Gegengeschäfte sollen einen Wert von vier Milliarden Euro ausmachen.
  • 9. März 2004 Der Rechnungshof bestätigt in einem Prüfbericht, dass der Eurofighter "zutreffend als Bestbieter ermittelt" wurde. (cs, STANDARD-Printausgabe, 16.9.2011)

 

Ravenhorst
00
15.9.2011, 23:15
Plattner....

na hoffenltich war der wenigstens ehrlich.

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