"Wir haben kein Interesse, Spezialeinheit zu entsenden"

Interview | 16. September 2011, 11:24
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Bajram Rexhepi: "Die KFOR muss ihre Zusagen einhalten, weil wir sonst gezwungen sind, zu handeln"
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    Bajram Rexhepi: "Die KFOR muss ihre Zusagen einhalten, weil wir sonst gezwungen sind, zu handeln"

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Innenminister Bajram Rexhepi: KFOR und Eulex werden helfen, von Serben zerstörte Grenzposten zu übernehmen

An den Grenzposten Jarinje und Brnjak im Nordkosovo sollen ab Freitag gemischte Teams aus Beamten der EU-Rechtsstaatsmission EULEX sowie kosovarischen Polizisten und Zöllnern im Einsatz sein. Innenminister Bajram Rexhepi, der Ende Juni den umstrittenen Einsatz der Sondereinheit Rosu anordnete, erklärt im Gespräch mit Bert Eder, wie man diesmal eine Eskalation vermeiden will, berichtet, dass sein Telefon abgehört wird, und erklärt die Vorzüge kosovarischer Agrarprodukte.

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derStandard.at: Wer tritt zuerst der EU bei: Kosovo oder Serbien?

Bajram Rexhepi: Dass wir vor Serbien beitreten, ist ein bisschen unrealistisch. Wie alle Balkanstaaten hofft auch Kosovo auf eine EU-Perspektive. Kroatien wird wohl 2012 beitreten, Kosovo, Albanien und Bosnien liegen ungefähr auf gleicher Höhe. Serbien, Mazedonien und Montenegro haben auch einige Fortschritte gemacht. Wenn wir es bis Ende 2020 schaffen, bin ich zufrieden.

Bulgarien und Rumänien hatten großes Glück, aufgenommen zu werden, ohne alle Beitrittskriterien zu erfüllen. Aber das war eine politische Entscheidung – manchmal ist es durchaus sinnvoll, Länder trotzdem aufzunehmen, um dort Veränderungen einzuleiten. Vielleicht wäre dies auch eine Möglichkeit für andere Westbalkan-Staaten: schließlich geht es nur um weniger als 20 Millionen Menschen. Es kann nicht so schwierig sein, diese zu integrieren. Natürlich müssen aber gewisse Bedingungen erfüllt werden.

derStandard.at: Für wann rechnen Sie mit einer Aufhebung der EU-Reisebeschränkungen für kosovarische Staatsbürger?

Rexhepi: Ich war da früher sehr optimistisch, aber halte mich mittlerweile mit Prognosen zurück. Wir haben viele Verbesserungen erreicht und hoffen zu Jahresende eine Übereinkunft mit der EU-Kommission zu erreichen. Derzeit evaluiert eine Delegation der EU- Kommission mit unabhängigen Experten unsere Fortschritte bei der Integration Zurückgekehrter. In der zweiten Jahreshälfte 2012 hoffen wir, die technischen Voraussetzungen zu erfüllen, der Rest hängt dann nicht mehr von uns ab.

derStandard.at: Am Freitag wird Ihre Regierung erneut versuchen, Zollbeamte an die beiden Grenzübergänge, die derzeit von der KFOR administriert werden, zu schicken …

Rexhepi: Hier haben serbische Medien und Politiker viel Desinformation betrieben: der gestern beschlossene Plan wurde in Zusammenarbeit mit der kosovarischen Regierung, EULEX, KFOR und dem EU-Sonderbeauftragten Fernando Gentilini sowie der US-Botschaft erstellt. Wir werden lediglich Kommandos von Grenzpolizei und Zoll entsenden. Den operativen Betrieb übernimmt EULEX, und für die Sicherheit aller Beteiligten ist KFOR zuständig.

derStandard.at: Die Serben in dieser Region wollen dies verhindern und errichten erneut Barrikaden. Beim letzten Versuch kam ein Polizist der Spezialeinheit Rosu ums Leben. Was werden Sie diesmal anders machen?

Rexhepi: Wir haben kein Interesse, die Spezialeinheit in den Norden entsenden. Dafür sind EULEX und KFOR zuständig. Ob sie das mittels Hubschraubereinsatz oder auf dem Landweg erledigen, ist ihre Entscheidung.

derStandard.at: EU-Beauftragter Gentilini hat den Einsatz der Sonderpolizei-Einheit Ende Juli verurteilt …

Rexhepi: Gentilini und manche Europäer sehen es als höchste Priorität, eine Fortsetzung des Dialogs und ein gutes Gesprächsklima sicherzustellen. Für uns hat es Priorität, Recht und Ordnung herzustellen. Die KFOR muss ihre Zusagen einhalten, weil wir sonst gezwungen sind, zu handeln.

derStandard.at: Viele öffentliche Dienstleistungen im Nordkosovo werden nach wie vor von der Regierung Serbiens organisiert. Was gedenken Sie dagegen zu tun?

Rexhepi: Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel hat hier sehr klare Worte an Serbien gerichtet: administrative Parallelstrukturen im Norden des Kosovo müssen abgebaut werden. Wenn sie das nicht tun, müssen wir handeln: wir wollen aber keine neuen Spannungen herbeiführen, sondern Schritt für Schritt vorgehen und hoffen auf neue Regionalwahlen im Norden, die noch heuer oder Anfang nächsten Jahres stattfinden könnten, um den Ahtisaari-Plan zu erfüllen und sicherzustellen, dass wir Ansprechpartner im Norden haben.

derStandard.at: Führen Sie in dieser Angelegenheit Verhandlungen mit Serbien?

Rexhepi: Nein. Unsere internen Angelegenheiten diskutieren wir nicht mit Serbien. 

Weiterlesen: über abgehörte Telefone, Bergbau und Kartoffelexporte

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Kosovos Innenminister Bajram Rexhepi war von 2002 bis 2004 Premierminister, später Bürgermeister seiner Heimatstadt Kosovska Mitrovica. Im Kosovo-Krieg arbeitete der Chirurg in einem Feldspital der UCK-Rebellen.

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O-Ton des serbischen Kosovoministers Bogdanovic:

"Thaci hat heute die Souveränität über den Kosovo im Norden lediglich auf einem Hubschrauberlandeplatz."

"Die EULEX zeigte heute ihre ganze Brutalität, sie konsultieren die Albaner und informieren uns lediglich über die Ergebnisse. Damit stellen sie unsere weitere Zusammenarbeit in Frage, nach der der heutigen Aktion sehe ich keine Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit."

Weder aktuell noch natürlich...

"Hier in Österreich gibt es immer noch praktisch keine Produkte aus dem Kosovo"

Ausser tonnenweise Zigaretten, ......

Heroin, Kokain & Co..

... stammt ja bekanntlich aus Asien btw. Südamerika, im Kosovo wird das nur gestreckt und über Serbien weitergeleitet. Die Mädchen die an Bordells verkauft werden, sind auch nicht in Kosovo "produziert"..

Zudem setzt die Droge

das Erinnerungsvermoegen außer Kraft... Die Rede ist von Landwirtschaftlichen, Milch und Getraenke - Produkten.

Du meinst als Versteck fürs Heroin?

Ja davon habe ich schon gehört.

schon mal was von darko saric gehört? so mächtig wie der ist keiner im drogengeschäft im balkan und siehe an er ist serbe!

Darko Saric ist Montenegriner.

Wohl der Grösste, der erwischt worden ist. Und warum? Wegen der Arbeit der serbischen Behörden, bei dem sich Montenegro quergelegt hat.

Im Kosovo geht sowas z.B. gar nicht, weil der Gangster gleichzeitig "Präsident" ist.

Wow, Ihr seid ja so toll entwickelt, Eure Gesellschaft, Eure Politiker, Euer Arbeitsmarkt, Eure Exportprodukte, und überhaupt.

Wie ich schon sagte, das Duo Thaci/Pacolli erinnert an Arkan/Karic. Ich denke mal, dass Serbien mit solchen Präsidenten mindestens genauso schlecht dran wäre wie Ihr es seid.

Aber dafür bekommmt das Kosova kein Geld vom IWF,denn wer steht kurz vor der Staatspleite?
Die Regionale Supermacht Serbien!

Offiziel heißt es es gibt 24% Arbeitslose der Regionalmacht Serbien,Inoffziel sind es sogar über 40%.

Allein 2006 waren in der Reginalmacht serbien über 28% Arbeitslos.
http://derstandard.at/2716891

Wie viele es wohl Heute sind?
Da liege ich mit meinen 40%,wenn nicht mehr,nicht weit.

Redet der Albaner was davon, die einzige Region Europas, wo es noch besc... ist, sind nunmal die albansichen Siedlungsgebiete

Leider sind Sie primitiverweise schon soweit, das Sie Ihrem Gegenueber Ihre Worte in den Mund legen und danach so oft umdrehen, dass es sogar den restlichen Leuten die da mitlesen ganz komisch im Kopp wird.

Wieso? Ich wollte bloß Euer Exportpotential fördern und zur Gewinnmaximierung beitragen :-)

JA!

Genau darum sind wir unabhängig. 100 Jahre hat Serbien über den Kosovo regiert und 99 war das Ausmass dieses "Regierens" ersichtlich. Keine Infrastruktur, nix! Schon klar, jetzt können Sie durch Ihre überhebliche Art noch die kosovarische Exportstärke belächeln. Tun Sie das. Aber ich garantiere Ihnen, die Zeit des Lachens wird Ihnen bald entgehen. Und am Balkan arbeiten alle Mafiosi zusammen. In der Belgrader Unterwelt schwirren Leute umher, die mit Leuten der Unterwelt von Prishtina zusammenarbeiten. Es sind nicht nur die Albaner die Drogendealer. Diese Probleme haben alle Balkan-Länder.

Verstehe, auch daran sind die Serben schuld. Das Problem ist, dass in Albanien - wo sich die Albaner seit 100 Jahren selbst verwalten - der Lebenstandard schlechter ist als im Kosovo. Was für den Vorteil des serbisch-jugoslawischen Systems spricht.

Das es in Serbien Kriminelle gibt und das die mit Albanern zusammen arbeiten, ist mir klar. Bloß haben sie in Serbien seit dem Sturz Milosevic' bzw. der Ermordung Djindjic keine politische Macht mehr. Ähnlich verhält es sich mit dem einstigen Oberoligarchen Karic, der als er sich politisch betätigen wollte, strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sah, und fliehn musste während sein Imperium zerschlagen wurde.

Ihr seht also, was alles noch auf Euch zukommt.

Waren Sie in Albanien, um über deren Lebensstandard zu sprechen?

Die Albaner waren, bis fast in den 50er Jahren von Besatzungsmächten kontrolliert. Danach herrschte ein Tyrann von Diktator, der in einem internationalen "Beurteilungs-Komitee" als der 3. schlimmste Diktator der Weltgeschichte bezeichnet wurde. (Finde leider diese Quelle nicht) Als Beispiel wurde uns von älteren Menschen in Albanien erzählt, dass als man in den Wäldern Albaniens Strassen asphaltieren wollte, die Leute Gras etc für die Wagen und Jeeps sammelten, um diese zu füttern. Aber Albanien hat gewandelt. Jährlich ein Wirtschaftswachstum von ca 5-7%. Der Tourismus boomt.
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Und ja, auch wir wissen, dass bei uns "Oligarchen" etc noch auf das Gefängnis warten. Das werden auch wir durchstehen.

Was soll ich sagen, in Serbien gibt's alle paar Jahrzehnte Krieg. Jder hat an seiner Geschichte zu nagen...

Ok, kosovarische Transitprodukte halt

Via Serbien,die sich daran zu hoem Teil beteiligen.

Um genau zu sein

sind es Produkte aus dem Norden des Kosovo, der ueberwiegend von Serben bewohnt wird, was glauben Sie ? weshalb sich die serbische Mafia im Norden gegen die Einfuehrung der Rechtsstaatlichkeit krampfhaft wehrt und Strassenblockaden aufstellt.

Achso, das machen jetzt auch schon die Serben.

Kouchner hat ja bekanntlich einen Film produzieren lassen, indem die Serben die Organhändler sind.

Ich bin gespannt wie lange es noch dauert, bis Ihr den Serben unterstellt, Organhändler zu sein.

Oh Bitte Junge verschone uns mit dem Organmärchen,her die Beweise,dann bekommen die Hintermänner,die das Verbrechen begangen haben Ihre gerchte Strafe.
So lange es aber serbischer Presse Müll ist,der ganz Europa angesteckt hat,verschone uns nochmals,ich bitte dich sogar darum.

Carla Del Ponte und besonders Dick Marty haben Beweise gefunden,nämmlich keine.
Und wenn ich an einer Untersuchung Leite,bin ich auch Verpflichtet Beweise vorzulegen und nicht vor der Internationalen Presse,wie es Dick Marty tat,zu sagen,wer danach Sucht der wird Findig und für 2 Jahre Ermittlungen ist das eine Schwache Aussage.

Lasse diese Witze,wie
Kouchner hat ja bekanntlich einen Film produzieren lassen.
Auser Serben selbst,Lacht keiner.

da lacht wahrscheinlich keiner, weil die es ja auch noch glauben. und für die beweise :
http://www.youtube.com/watch?v=jhCdazH3YGs

den film mal bis zum ende schauen, da wird ne deutsche familie gezeigt, die zugibt, dass sie organe aus dem kosovo erhalten hat

Du einst vermutlich Luc Besson.

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