Europarat

Kritik an Österreich: "Schlepper-Opfer nicht wie Straftäter behandeln"

15. September 2011, 19:20
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    foto: standard/fischer

    Verbrechensopfer, die wie Verbrecher behandelt werden: Betroffene von Menschenhandel

Sorge, weil Opfer in Österreich nicht für Qual entschädigt, sondern vorschnell abgeschoben werden

Straßburg/Brüssel - Der Europarat hat Defizite in Österreich im Umgang mit Opfern von Schleppern gerügt. Eine Expertengruppe des Europarats zeigt sich "besorgt, dass es Mängel gibt, die aus fehlendem Bewusstsein bei bestimmten Beamten entstehen, die potenzielle Opfer des Menschenhandels als Straftäter oder illegale Migranten behandeln". Vor allem der Umgang mit Kindern sei problematisch. 

Es gebe Fälle von Minderjährigen, die aus Betreuungszentren verschwunden und in anderen Städten wieder aufgetaucht seien, heißt es in dem Bericht. Die Expertengruppe fordert Österreich dazu auf, ein nationales Identifizierungs- und Unterstützungssystem für Kinder aufzubauen, die Opfer von Menschenhandel wurden. Vor allem der Kontakt zwischen Bund und Ländern müsse in diesen Fragen verstärkt werden. Die österreichischen Behörden werden auch aufgefordert, einen aktiveren Ansatz bei der Ausbeutung von Schlepperopfern auf dem Arbeitsmarkt zu verfolgen, durch mehr arbeitsrechtliche Kontrollen, etwa in der Landwirtschaft und auf Baustellen.

Abgeschoben, bevor man weiß, wer es war

Die Expertengruppe für die Bekämpfung von Menschenhandel (GRETA) des Europarates zeigte sich in ihrem Bericht außerdem besorgt darüber, dass Opfer, die sich illegal in Österreich aufhielten, abgeschoben werden, bevor sie identifiziert würden. Opfer müssten auch während der Gerichtsverfahren und danach besser geschützt werden. Für sie gebe es nur beschränkt Entschädigungen, dies hänge mit der geringen Zahl an Strafverfolgungen und Verurteilungen gegen Schlepper zusammen. Österreich sollte nach den Empfehlungen der Experten leichtere Entschädigungen für die Opfer ermöglichen, einschließlich für solche, die sich zum Zeitpunkt des Transports illegal in Österreich aufhielten.

In einer Antwort des Außenministeriums auf den Bericht begrüßt Österreich die detaillierten Empfehlungen des Expertengremiums und verweist auf einen nationalen Aktionsplan für 2012 bis 2014. Weitere Maßnahmen zur Identifizierung der Opfer und gegen die Ausbeutung von Kindern seien erforderlich. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in diesen Fragen werde bald verstärkt, heißt es in dem Antwortschreiben. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 58
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Karl Buschina
34
18.9.2011, 11:04
So eine EU will ich nicht. Die soll meinetwegen an der Finanzkrise krepieren.,.

jeff5
14
17.9.2011, 23:03
diese experten dürften abgehoben sein.

meineMeinung1969
16
17.9.2011, 21:32
Wieso ...

... sollen wir die Schlepperopfer entschädigen? Wir haben ihnen ja nichts weggenommen.

mM

athea
11
28.9.2011, 09:12

wer hat irgendwas davon gesagt, dass wir sie entschädigen sollen...die firmen, die sie ausgebeutet haben, sind da gefragt.
und respekt und mitgefühl für andere sind euch fremd, nicht? ich finde es auch nicht klug, mit den letzten reserven im westen/norden das heil zu suchen....aber irgendwie habe ich das gefühl, das diese menschen nicht ihr haus, pool sowie ihren informationszugang zurücklassen, wenn sie sich in die hände solcher menschenhändler begeben...die opfer zu schützen und entschädigen ist dabei wirklich komplex und schwierig...deswegen die thematisierung...greif dir mal irgendwohin an deinem körper...was spürst du? mensch oder maschine?

S.Dhalli
 
10
3.12.2011, 07:29
schön geschrieben - danke!

ich weiss von vielen opfern, dass ihre familien kredite auf ihr letztes habe aufgenommen haben, um ihnen (dem opfer) ein besseres leben zu ermöglichen. dass die schlepper diese familien furchtbar belogen haben, wird leider viel zu spät erkannt. oft verlieren sie dann alles.

meineMeinung1969
11
2.10.2011, 21:07
In Österreich ...

... lässt sich keine halbwegs seriöse Firma auf Ausbeutung von Schlepperopfer ein. Das steht nich mal ansatzweise für die Probleme, die auf die Firma zukommen könnten. So gesehen wäre der Artikel den Text nicht wert, der drinnen steht.
Was hat Sachlichkeit mit Mensch oder Maschine zu tun?

mM

Seth Gecko
22
17.9.2011, 19:20
soll die republik österreich das opfer sein?

das die schlepper gfrasta sind.....no na
aber die geschleppten wissen auf was sie sich einlassen.

ps: wäre ich afghane, etc. würd ichs auch probieren, dass heisst für den versuch hab ich vollstes verständnis.

S.Dhalli
 
10
3.12.2011, 07:33
die "geschleppten" wissen eben nicht...

worauf sie sich einlassen! und nicht jetzt sagen, sie hätten sich halt besser informieren sollen! in ländern wo menschen in miniblechhütten oder dgl. wohnen, ist es für diese ziemlich schwer an infos zu kommen.
die schlepper sind einfach skrupellos!

Viel Platz zwischen blau und grün!!
34
16.9.2011, 14:16
Und wenn der KHG seinen Steuerberater beauftragt,...

...sein Geld "steuerschonend" nach Liechtenstein zu verschieben, ist der KHG auch vermutlich das Opfer.

Immer wieder interessant, was es so im Weltbild der Einwanderungslobby so gibt.

Block Bauer
15
16.9.2011, 14:05

Wenn sich jemand aus freien Stücken einer Person anvertraut daß diese ihn gegen Bezahlung, illegal über die Grenze schleust, so ist dieser Jemand sicherlich kein Opfer.

wurm83
 
101
16.9.2011, 15:09
ahhh super...du kannst mir sicher auch gleich zeigen wo du "AUS FREIHEN STÜCKEN"gelsen hast oder?

WRN
00
28.9.2011, 05:55

Schlepper(-Opfer) sind Kunden! die bezahlen für eine Dienstleistung... meist nichtmal wenig sondern im Vergleich zu ihrem Einkommen eine recht ordentliche Summe.
Für solche Leute braucht man nun wirklich keine Träne vergießen... und da ist mir scheißegal wie eng der Raum war in dem sie tagelang eingesperrt waren.

Wer wirklich Anrecht auf Asyl hat der bekommt es über legale Wege und ist nicht darauf angewiesen sich tief nach Europa schleppen zu lassen.

Problematisch sind natürlich die OPFER von Menschenhändlern (aka: Sklaven). Das sind Opfer... die werden genauso über die Grenze gebracht wie die Schlepper Kunden aber tatsächlich gegen ihren Willen (bzw nicht zu ihrem gewünschten Ziel) ins Land gebracht werden

S.Dhalli
 
00
3.12.2011, 07:35
auf legalem weg???

träumen's weiter!

Hustenzuckerl123
 
03
17.9.2011, 16:34
Schlepper machen das nicht aus reiner "Nächstenliebe"...

...sondern gegen BEZAHLUNG! -.-'
Da kommt niemand des Weges, klopft an eine Türe und sagt "Guten Tag! Ich fahre jetzt nach XY, wollen sie sich vlt. umsonst in meinem Fahrzeug verstecken und ich riskiere dabei eine Gefängnisstrafe? Es wäre mir ein Vergnügen."
Menschen gibts...

Shirin Maier
11
17.9.2011, 15:20
ist ja wohl logisch...

schlepper agieren nur gg bezahlung u kein mensch wird kohle für etwas hinlegen, dass er nicht will, ergo: freiwillig macht

I am in the know
20
26.9.2011, 13:39

Sie scheinen sich auf allen Gebieten auszukennen, Fr. Maier. Wie stellen sie sich das vor, die Schlepper haben in ihrem Büro Kataloge aufliegen und ihre Kunden buchen eine feine Überlandpartie ins Land der Träume? Inklusive Reiseschutzversicherung?

xxdmania
00
29.9.2011, 22:09

naja, auch wenns ein hartes beispiel ist. drogen bekommt man auch nicht in der trafik, sie sind aber doch erwerbbar.

I am in the know
00
3.10.2011, 09:27

und drogensüchtige, die diese erwerben - sind das eher opfer oder täter?

WRN
00
29.9.2011, 18:55

wohl eher zwielichtige Spelunken und Treffen mit den Freunden eines Typen der zufällig von Bekannten eines Freundes gekannt wird...

Mafia Methoden eben.

Block Bauer
00
16.9.2011, 22:20

Ein noch schlechteren Vergleich hätten sie wohl nicht bringen können? Aber gut, es gibt genügend Gelsen in Österreich jedoch zahle ich ihnen kein Geld mich zu stechen sondern wehre mich wenn sie mich stechen wollen!

Was hinter dem Schicksal der jeweiligen Flüchtlingen steht ist eine andere Geschichte, ich weiß daß ich froh sein muß diese nie an meiner eigenen Haut versührt haben zu müssen!

LGM
00
16.9.2011, 17:05

Wie sonst kommt jemand zu einem Schlepper, außer durch eigen Initiative?

Montgomery McFerryn
012
16.9.2011, 14:36

Ausländer sind immer die Opfer und wer was anderes behauptet ist ein Rechter. :-)

wurm83
 
64
16.9.2011, 16:24

ausländer sind immer schuld und wer was andres behauptet ist ein Gutmensch :)

Montgomery McFerryn
07
16.9.2011, 18:38

Anhand der Stricherl kann man sehen das Rechts Humor versteht, Links aber probleme damit hat.

Hustenzuckerl123
 
02
17.9.2011, 16:35

Für Humor bedarf es halt ein Mindestmaß an IQ (bisserl böse ausgedrückt, aber so ist es halt).

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