Briten planen Ölförderung vor Malvinas

15. September 2011, 15:42

Drei Jahrzehnte nach Falklandkrieg droht neuer Konflikt mit Buenos Aires

London - Das britische Öl-Unternehmen Rockhopper Exploration will von 2016 an vor den Falkland-Inseln im Südatlantik Öl fördern. Probebohrungen seien erfolgreich gewesen und ließen auf erhebliche Vorkommen schließen, berichtete die BBC am Donnerstag unter Berufung auf das Unternehmen.

Die Kosten für die Vorbereitungen bezifferte das Unternehmen auf 2 Mrd. Dollar (1,45 Mrd. Euro) . Das Unternehmen nimmt an, dass in dem Ölfeld 350 Millionen Barrel (je 159 Liter) förderbares Öl liegen. Der Vorstandsvorsitzende von Rockhopper Explorations, Sam Moody, kündigte an, es werde weitere Probebohrungen geben.

Die Ölsuche vor den Falklands ist höchst umstritten. Argentinien sieht das Gebiet als Teil seiner Region Feuerland an und hält die britische Ölsuche für einen Verstoß gegen internationales Recht. Argentiniens Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner hatte erst im Juni den britischen Premierminister David Cameron als "arrogant" bezeichnet, weil dieser jede Verhandlung über die Falklands ablehnte.

Großbritannien beansprucht die Inselgruppe als Teil seiner Überseegebiete. 1982 hatte die britische Armee im Falkland-Krieg einen argentinischen Angriff auf die Inseln abgewehrt, 900 Soldaten starben. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 79
1 2 3
yomellamo
33
30.9.2011, 12:15
diese inseln

Heißen falklands. Und Argentinien hat dort noch nie was verloren gehabt.

dr. kokos
 
20
11.12.2011, 01:55

das ist falsch, wie so vieles, was du behauptest. die inseln waren natürlich einmal spanische kolonie und stehen somit eigentlich argentinien zu. england hat dort im grunde genommen nichts verloren.

recycle _or die
00
28.10.2011, 13:30

genausowenig wie die briten in buenos aires. obwohl sie ja zwei mal gescheitert sind die stadt einzunehmen.
aber das ist ja nicht so populär, und das gedächntis auch selektiv

johann steiner
21
18.9.2011, 19:39

hoffentlich kann Argentinie das verhindern! Brasilien sollte dabei behilflich sein! Monroedoktrin, Amerika den Amerikanern

Nicolas Castillo
03
21.9.2011, 18:02
die Amerikaner ...

also die eigentlichen Amerikaner, die haben auch in Argentinien und Brasilien nicht viel zu sagen.

F S 3
27
18.9.2011, 15:17
Bereits vor Jahren berichtete das FS3 hier über die wahren Hintergründe des Falkland-Krieges, die damals als "VT" abgetan wurden. Unter dem Schelf um die Falkland-Inseln liegen geschätzte 15 Mrd.Barrel, und neue Fördertechnologien machen es nun…

…möglich dort rentabler zu fördern:
http://derstandard.at/plink/308... 11/7904165
http://derstandard.at/plink/209... 12/2961134

Repost einer nicht mehr einsehbare Sendung v.24.1.2004 von http://derstandard.at/1543255 :

Auf dem Sockel, wo die Falklands liegen....
...finden sich die größten Erdölvorräte der Welt. Nur ist es bei den dzt.Preisen nicht rentabel,dort zu bohren.Vielleicht treibt man wieder ein bißchen den Preis in die Höhe,wenn man ein paar hundert Quellen anzündet?Glaubt ihr im Ernst,daß GB wegen ein paar Schafen einen teuren Krieg vom Stapel ließ?

War on Error, Folge 710: "OIL"



PS: Ein gewisser Hr.Begin freute sich damals einen Ast ab,als er Argentinien mit Waffen beliefern ließ u.mit GB eine alte Rechnung begleichen konnte.

fred bull
03
19.9.2011, 13:03
2 anmerkungen dazu:

*das argentinien das israel damals unterstützte (nicht erst im krieg) war das der grausamen militärjunta unter videla &co. es ist ein wenig beachtetes kapitel internationaler politik, welche allianzen israel im laufe der jahrzehnte einging, wen es unterstützte. in lateinamerika waren das so ziemlich alle rechten diktaturen von somoza bis pinochet.

*die (rück)eroberung der falklands/malvinas wurde auch von argentiniern unterstützt, die gegen die militärdiktatur waren

Alfred Fux
21
16.9.2011, 12:39
Egal wieviel man denkt noch fördern zu können,

um die nächsten 30 bis 40 Jahre abzudecken müsste man mehr Öl finden, als die Menschheit in ihrer ganzen Geschichte je gefunden hat. Das nicht nur unwahrscheinlich, sondern unmöglich. Während sich der klägliche Rest denkender Menschen auf die Ablöse von fossilen Brennstoffen konzentriert, wittern die notorisch dummen Ökonomen der Öl-Industrie das ganz große Geschäft. Erstaunlich ist, wie autistisch die Brennstoffplünderer sich verhalten. Anstatt ihre Milliardengewinne in die technische Entwicklung zu investieren, werden die gefährlichsten Lagerstätten angebohrt. Die Nordsee (und damit wir selbst) wird jährlich mit 10Mio. Liter Rohöl aus Produktionsbohrungen verseucht. Macht nix. Hauptsache es brummt, gell?

Daffy Duck
95
16.9.2011, 11:55

Es gibt kein malvinas, es gibt nur die Falkland Islands thats that!

edson arantes do nascimento1
20
19.9.2011, 23:58
es gibt kein südtirol, es gibt nur eine sogen.

provinz in norditalien?

Joseph EU
34
16.9.2011, 13:22
Ganz richtig...........

es gibt keine Islas Malvinas......und die Argentinier, die die ganze !!! indigene Bevölkerung innerhalb ihrer Grenzen ausgerottet haben hat sicher nicht einen Funken mehr moralischen Anspruch als GB auf diese Inseln, aber ganz sicher nicht !!!

edson arantes do nascimento1
01
20.9.2011, 00:03
so gerechnet dürfte es beinahe keine USA mehr geben!

und um es genau zu nehmen, jene, die viele indigene völker in der "neuen welt" ausgerottet haben waren im besten falle nachkommen der europäer! somit wäre für mich jeglicher moralischer anspruch von GB geklärt!
wer so argumentiert, sollte etwaige gewinne der förderung an die indigene bevölkerung auszahlen!

Felix Meritis
10
27.10.2011, 13:28

Die US-Amerikaner haben alle native americans ausgerottet? Wäre mir neu. Tatsächlich leben heute mehrere Millionen native americans in den USA. In Kanada ein paar Hunderttausend mit besonderen Rechten. Davon könnten die Feuerlandindianer nur träumen, gäbe es sie noch.

brachliegende Werbefläche
00
28.11.2011, 12:15

wenn es OK ist, dass die USA einen Bruchteil der Natives am Leben beließ, brauchen Sie aber umgekehrt nicht behaupten, dass die Argentinier die ganze mit drei Rufzeichen indigene Bevölkerung ausgerottet haben. Erstens ist das nicht ganz wahr und zweitens ist das malen sie da ziemlich schattierungsbefreit

Gendo
00
22.9.2011, 10:16

Auf den Falklandinsel recht leicht.
Vor den Europäern war dort kein Mensch.

insertnamehere
 
22
16.9.2011, 10:43
WENN die Argentinier das MAL WIEDER ausfechten wollen, sollen sie's sagen.

Bin mir ziemlich sicher, dass die Briten gern bereit dazu sind.

Warentester
02
16.9.2011, 14:53

Ja, klar. Da brennen die sicher drauf. Noch ein Krieg ist genau das was ihr Budget braucht. Vielleicht schafft man dann endlich die 15%-Hürde bei der Neuverschuldung, nachdem man die 10%-Hürde schon zweimal souverän genommen hat.

insertnamehere
 
00
17.9.2011, 12:59
Die Argentinier können ja versuchen, die Inseln zu kaufen. ;-)

Aber gut - angespannte Budgetlage ist Ihrer Meinung nach also ein Grund, Ölfelder einfach so herzugeben?

Sie sind nicht zufällig durch die KHG-School of Budgeting gegangen?

exile in mainstream
86
16.9.2011, 09:18

schon komisch. in tottenham finden die briten plündern nicht so gut, in anderen ländern passts aber schon

Jürgen Rembremerding
12
17.9.2011, 15:56
Pisa-Opfer!

insertnamehere
 
35
16.9.2011, 09:53
Erstens mal fände die im Artikel angesprochene "Plünderung" sowieso in KEINEM Land statt.

Sondern am Meer.

Zweitens sind die Falklands kein fremdes Land für die Briten. Dort leben nur Briten und britische Schafe.

Jürgen Rembremerding
510
16.9.2011, 09:10
"Briten planen Ölförderung vor Malvinas"

Die Verwendung des Wortes "Malvinas" lässt wohl den Schluss zu, dass der stan.dard es bedauert, dass die faschistische Militärdisktatur damals verloren hat.

brachliegende Werbefläche
00
28.11.2011, 12:17

Dass die Junta das Abenteuer sieglos beendet hat, bedauere ich keine Sekunde lang, aber der Eisernen Lady gönne ich den Sieg ebenso wenig

Ed Sackbauer
22
17.9.2011, 11:48

Hä? Was haben die Briten im post-kolonialen Zeitalter im Südatlantik zu suchen?

Schafe schützen oder doch ein bissi was anderes?

Und wenn Ihre Argumentation schlüssig ist, sind folgerichtig alle Argentinier Anhänger der faschistischen Militärdiktatur.

Vorher denken.
(Ich bin aber auch anglophil, keine Sorge.)

Jürgen Rembremerding
13
17.9.2011, 15:35
"Hä? Was haben die Briten im post-kolonialen Zeitalter im Südatlantik zu suchen? "

Da wohnen und Schafe züchten wie schon ihre Vorfahren.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 79
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.