Drei Jahrzehnte nach Falklandkrieg droht neuer Konflikt mit Buenos Aires
London - Das britische Öl-Unternehmen Rockhopper Exploration will
von 2016 an vor den Falkland-Inseln im Südatlantik Öl fördern. Probebohrungen
seien erfolgreich gewesen und ließen auf erhebliche Vorkommen schließen,
berichtete die BBC am Donnerstag unter Berufung auf das Unternehmen.
Die Kosten für die Vorbereitungen bezifferte das Unternehmen auf 2 Mrd.
Dollar (1,45 Mrd. Euro) . Das Unternehmen nimmt an, dass in dem Ölfeld 350
Millionen Barrel (je 159 Liter) förderbares Öl liegen. Der Vorstandsvorsitzende
von Rockhopper Explorations, Sam Moody, kündigte an, es werde weitere
Probebohrungen geben.
Die Ölsuche vor den Falklands ist höchst umstritten. Argentinien sieht das
Gebiet als Teil seiner Region Feuerland an und hält die britische Ölsuche für
einen Verstoß gegen internationales Recht. Argentiniens Präsidentin Christina
Fernandez de Kirchner hatte erst im Juni den britischen Premierminister David
Cameron als "arrogant" bezeichnet, weil dieser jede Verhandlung über die
Falklands ablehnte.
Großbritannien beansprucht die Inselgruppe als Teil seiner Überseegebiete.
1982 hatte die britische Armee im Falkland-Krieg einen argentinischen Angriff
auf die Inseln abgewehrt, 900 Soldaten starben. (APA)