EU-Bericht

Veränderungen im Ozean mit direkten Gefahren für den Menschen

18. September 2011, 22:02
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    foto: rappé, karen

    Nicht nur in den polaren Gewässern hinterlässt der durchschnittliche Temperaturanstieg seine Spuren.

Zusammenfassung von 100 EU-finanzierten Forschungsprojekten warnt unter anderem vor Ausbreitung bakterieller Krankheitserreger

Brüssel - Ein aktueller Bericht über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels hat sich mit den Veränderungen in den Ozeanen auseinander gesetzt. Der rund 200 Seiten dicke Report fasst die Ergebnisse aus über 100 EU-finanzierten Forschungsprojekten zusammen und wurde in dieser Woche in Brüssel vorgestellt. Die Untersuchung beschreibt auch zahlreiche Gefahren, die dem Menschen direkt drohen.

Bakterielle Krankheitserreger

Er presse "alles Wissenswerte" in ein einziges Dokument, sagte Carlo Heip vom EU-Meeresforschungsprojekt "Clamer" (Climate Change and European Marine Ecosystem Research). Der Bericht beschreibt die drohende Gefahr durch bakterielle Krankheitserreger, die sich in dem immer wärmer werdenden Meereswasser verbreiteten. Auch auf das Verhalten der Fische nähmen die steigenden Temperaturen Einfluss: Viele Fischarten ziehen nach dem Bericht immer weiter in die kälteren Gewässer im Norden. Fischer im Süden müssten mit kleineren Fängen rechnen. In der Ostsee drohe etwa der Kabeljau auszusterben. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 92
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Alex79
53
20.9.2011, 10:36
Präpotenz

Was mich wirklich nervt ist diese unglaubliche Präpotenz, die hier von einigen der Wissenschaft entgegengebracht wird.

Ich frag mich ob die Leute die hier regelmäßig "Schmarrn", "Betrug", "Geldverschwendung" usw. schreien auch so mit ihrem Doktor umgehen.

"Was? Ich hab ein Magengeschür? Unsinn, wo sind die Fakten? Haben sie überhaupt einen Beweis für die Existenz von Magengeschwüren? Mein Nachbar hatte letztes Jahr auch Bauchweh und bei dem wars nur ein abgelaufenes Joghurt! Sie behaupten das doch nur damit sie mehr Honorar kassieren können!"

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
8.12.2011, 11:12
"...auch so mit ihrem Doktor umgehen."

Natürlich, wenn ich der Meinung bin, dass eine Diagnose Unsinn ist. Mir ist so etwas passiert und inzwischen wurde mir von mehreren Fachärzten und dem Primar einer Uni-Klinik bestätigt, dass die ursprüngliche Diagnose nicht nur falsch ist, sondern auch durch die Untersuchungsergebnisse von Anfang an völlig haltlos war. Diese "Fachärztin" war offenbar mehr anti-Raucher Aktivistin als Ärztin. Die Stimmung zwischen ihr und mir war dementsprechend "explosiv".

So gibt es eben auch, wie FOIA beweist, Klimawissenschaftler, die mehr Politikaktivisten und Anhänger einer degenerierten PNS (Post Normal Science) sind als Wissenschaftler.

NickKnarrkarton
22
23.9.2011, 00:05

Überhaupt nicht präpotent und größenbwahnsinnig ist es dagegen, zu glauben, man könne mal eben das Weltklima beliebig verändern, wie es einem gerade passt. Noch dazu, wenn man keine Ahnung hat, wie es eigentlich funktioniert.

Sie können sich ja gerne lebenslang einen PPI gegen ein vermeintliches Magengeschwür schlucken oder bei jedem Bauchzwicken eine Spiegelung durchführen lassen, weil fundierte Belege brauchen sie ja keine, daß sie eines haben. Es reicht, wenn der Papst es predigt, dann hirschen Sie schon mit der Sandale in der Hand hinten nach. Ihr Körper wird es Ihnen danken ...

Alex79
12
23.9.2011, 00:13

Die Idee dass wir jedes Jahr fossile Rohstoffe, die in Millionen Jahre angeammelt wurden, in die Luft blasen ohne auch nur im Geringsten das Klima zu beeinflussen ist bizarr. Haben Sie das beim Ozonloch auch gedacht? Dass der Mensch unmoeglich die Ozonschicht zerstoeren kann?

Wir haben BERGE von fundierten Belegen. Aber ich weiss, das ist Ihnen komplett wurscht. Dazu moechte ich auch sagen dass SIE vielleicht das Klima nicht verstehen, alle anderen schon.

Sagen Sie doch mal: was wuerden Sie als Beleg fuer anthropogenen Klimawandel akzeptieren?

NickKnarrkarton
22
25.9.2011, 00:33

Gar nichts, weil ich Ihnen schon tausend Mal erklärt habe, daß man diesen Beleg nach Stand des Wissens nicht führen kann.
Berge von Belegen bedeutet bei Ihnen Berge von Zeitungen und eine Wetterstation in ihrem Garten ...

Alex79
21
25.9.2011, 00:36

Ich frage gar nicht danach was Sie sich laut "Stand des Wissens" vorstellen. Ich frage Sie was Sie sich ueberhaupt als Beleg vorstellen.

Nachdem Sie alle schon vorhandenen Belege ablehnen sollten Sie uns doch zumindest verraten koennen wie fuer Sie ein ordentlicher Beleg aussehen wuerde, oder?

aleph null
32
24.9.2011, 06:25
Die Berge von Belegen

reduzieren sich in Wahrheit auf den Output der Computermodelle sowie auf den Umstand, dass es in den letzten 100 Jahren um 0.8 Grad wärmer geworden ist, wobei in Wirklichkeit kein Mensch genau weiß, ob nicht der größte Anteil dieser Erwärmung natürlichen Ursprungs ist.

Alex79
11
24.9.2011, 08:23

Nicht nur die Temperatur selber und die Modelle zeigen dass anthropogene Treibhausgase hauptverantwortlich sind sondern auch eine Menge sekundaerer Indikatoren:

Wie erklaeren Sie sich zB, dass die Temperaturen Nachts staerker angestiegen sind als tagsueber? Oder dass die Stratosphaere abkuehlt? Und die Ionosphaere? Dass wir durch Satellitenmessungen sehen dass weniger Strahlung ins All entweicht? All das deutet eindeutig auf einen staerker werdenden Treibhauseffekt hin.

NickKnarrkarton
11
25.9.2011, 00:35

Die Modelle zeigen genau gar nichts, weil es nach Stand des Wissens genau keines gibt, daß auch nur annähernd die Realität abbilden kann.

Alex79
00
25.9.2011, 00:38

Interessant. Und trotzdem stimmen die modellierten Prognosen von Sawyer 1972, Hansen 1988, IPCC TAR 2001 und AR4 2007 sehr gut mit den Beobachtungen ueberein.

Wie erklaeren Sie sich das?

NickKnarrkarton
10
26.9.2011, 20:37

Das erklär ich mir so, daß Sie weder die Funktionsweise noch die Ergebnisse dieser Modelle kapiert haben, noch können Sie detailiert erklären was überhaupt miteinander übereinstimmen soll.

Alex79
00
26.9.2011, 21:10

Was uebereinstimmen soll? Na ich wuerde sagen prognostizierte mit beobachteter globale Durchschnittstemperatur, meinen Sie nicht?

Darum gehts naemlich unter anderem bei diesen Modellen. Aber vielleicht sehen Sie das ja anders.

NickKnarrkarton
00
28.9.2011, 21:51

Gut ist nur, daß beobachtete und prognostizierte globale Durschschnittstemperatur (was immer das auch sein soll) so viel Spielraum lassen, daß man sie jederzeit problemlos angleichen kann.
Und noch besser ist, zu glauben, daß eine Angleichung per se bedeutet, daß ein Modell funktioniert.

aleph null
00
24.9.2011, 10:10
Stratospheric cooling?

Das hat viel mit dem Ozon zu tun

Und was die Satellitenmessungen angeht, so gibt es gerade auf diesem Gebiet stark widersprechende Arbeiten - erst unlängst gab es eine Publikation von Spencer & Braswell, die stark angefeindet wird, die aber in eine völlig andere Richtung zeigt.

Alex79
00
24.9.2011, 10:54

"die *falsch* ist", meinten Sie wohl.

aleph null
11
24.9.2011, 21:50
... sagen Dessler und die Leut von realclimate.org

Wie es sich wirklich verhält, werden wir ja sehen.

theres mallinger
22
20.9.2011, 15:13
Bisserl teuer schaut das für mich schon aus

SUSFISH - Shellfish productivity in the Irish Sea:
Working towards a sustainable future

Total Cost: € 2.932.445
EC contribution: € 2.199.334

#
Quelle: http://www.clamer.eu/images/st... _final.pdf
Barents region: linking arctic natural resources,
climate change and economies

Total Cost: € 3.471.724
EC contribution: € 2.872.872

Und in der Preisklasse geht es seitenweise weiter.

Aluc4rd
00
21.9.2011, 06:29

ähm...peanuts.

Deutschland hat z.b. Atomstrom von 1950-2010 mit ca. 200!!! MILLIARDEN Euro subventioniert bzw. Forschungsgelder bereitgestellt.
NUR Deutschland!!!

Jetzt weisst auch warum der so "billig" is

aleph null
00
24.9.2011, 18:34
Selbst wenn das stimmt,

muss man immerhin zugeben, dass die Atomkraftwerke wenigstens Strom produziert haben.

Was der Klimaschutz bis jetzt bewirkt hat außer einem tiefen Loch in der Börse, erschließt sich mir nicht.

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
8.12.2011, 12:11
Vor allem sind das "versunkene"Kosten, also aus der Vergangenheit und bereits abgeschrieben.

Die Kosten für Solar-und Windenergie kommen aber praktisch nie zur völligen Abschreibung, weil die Anlagen zuvor erneuert werden müssen. Sie können nicht einfach sagen "betreiben wir die Windturbine bzw. Solaranlage" halt noch 10 Jahre länger, weil die Dinger einfach nicht mehr betriebsfähig sind. Alleine der Stromwandler, das teuerste Teil der Solaranlage, ist bereits nach 6 bis 10 Jahren auszutauschen. Nicht nur sind beide, im Gegensatz zum Atomstrom, unsichere Stromlieferanten, die vom Wetter abhängig sind, sie sind außerdem Sondermülldeponien und daher umweltpolitisch gesehen kaum besser als Atomstrom.

Alex79
11
20.9.2011, 15:35
Ist es aber nicht

Fischfang ist ein riesiger Wirtschaftszweig und hinter Forschung auf diesem Gebiet steht ein knallhartes wirtschaftliches Interesse, keineswegs die "Ökofundis".

Die EU Fisheries Policy hat ueber 900 Millionen Euro pro Jahr zur Verfuegung, ein Teil davon (ein mickriges Prozent) geht in die Forschung.

Die Summen die Sie herausgepickt haben erstrecken sich ueber 3-4 Jahre. Das sind dann also ca. 500.000 Euro pro Jahr. Damit koennen sie bei EU Lohnkosten ca. 10 Postdocs anstellen, aber nur unter der Annahme dass Sie denen keinerlei Infrastruktur zur Verfuegung stellen.

Sie sehen also dass das in Relation nur relativ kleine und billige Projekte sind.

theres mallinger
11
20.9.2011, 16:24
Der knallharte Wirtschaftszweig fischt eben zuviel aus dem Meer raus

Als Konsequenz gehen die Fangquoten zurück. Dafür brauche ich aber nicht dutzende und aberdutzende millionenschwere Studien.

Wenn man den industriellen Fischfang nur über 2 Jahre komplett einstellen würde, dann gehen die Meere vor Fischen über.

Alex79
10
20.9.2011, 23:43

Oh doch, das braucht man trotzdem. Hunderttausende Jobs in der EU haengen vom Fischfang ab. Deswegen muss man sich ganz genau ueber die Gefahren von zB klimatischen Veraenderungen auf den Fischfang klar werden. Dass ist mitunter das Ziel von diesen Studien.

"Milionenschwer" bedeutet in diesem Zusammenhang ueberhaupt nichts. Schaun Sie sich doch mal die Deliverables dieser Studien an, dafuer sind 1 oder 2 Millionen ueber 3 Jahre Peanuts.

Um das in Relation zu setzen: Faymann hat der OEBB mal schnell 7 Millionen Euro fuer Imagepflege abgezwackt. Regen Sie sich besser darueber auf.

theres mallinger
11
21.9.2011, 01:14
Die Gefahren für den Fischfang

bestehen aber nicht durch das Klima, sondern durch den Fischfang selbst.

Übrigens: von peanuts spricht man immer dann, wenn die *anderen* zahlen. Faymann ist wahrscheinlich auch der Ansicht, dass es sich um "peanuts" handelt.

Alex79
10
21.9.2011, 01:21

Nicht nur, sondern auch.

Und zu den Peanuts: das BIP der EU betraegt etwa 15 Billionen Euro. 2 Millionen Euro Forschungsgelder, ueber drei Jahre verteilt, anteilsmaessig aufgeteilt auf alle Mitgliedsstaaten, sind daher tatsaechlich Peanuts.

Ausserdem wird das Geld ja nicht ins Meer geschmissen sondern finanziert hochqualifizerte Jobs und Technologie, stellt also eine sehr nachhaltige Investition dar.

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