Zusammenfassung von 100 EU-finanzierten Forschungsprojekten warnt unter anderem vor Ausbreitung bakterieller Krankheitserreger
Brüssel - Ein aktueller
Bericht über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels hat sich mit den Veränderungen in den Ozeanen auseinander gesetzt. Der rund 200 Seiten dicke Report fasst die Ergebnisse aus über
100 EU-finanzierten Forschungsprojekten zusammen und wurde in dieser Woche in Brüssel vorgestellt. Die Untersuchung beschreibt auch zahlreiche Gefahren, die dem Menschen direkt drohen.
Bakterielle
Krankheitserreger
Er presse "alles Wissenswerte" in ein einziges Dokument, sagte Carlo Heip vom
EU-Meeresforschungsprojekt "Clamer" (Climate Change and European Marine
Ecosystem Research). Der Bericht beschreibt die drohende Gefahr durch bakterielle
Krankheitserreger, die sich in dem immer wärmer werdenden Meereswasser
verbreiteten. Auch auf das Verhalten der
Fische nähmen die steigenden Temperaturen Einfluss: Viele Fischarten ziehen nach
dem Bericht immer weiter in die kälteren Gewässer im Norden. Fischer im Süden
müssten mit kleineren Fängen rechnen. In der Ostsee drohe etwa der Kabeljau
auszusterben. (red/APA)