Weckerlhygiene

26. Oktober 2011, 16:32
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Gummihandschuhe sind eine nützliche Sache, wenn sie denn sachgerecht eingesetzt werden

Eine meist stark frequentierte Ankerfiliale in einer Wiener U-Bahnstation am Donnerstagvormittag. Es warten vier KundInnen auf Brot und Gebäck. Zwei Verkäuferinnen sind im Verkaufsraum, eine müht sich mit dem Backofen ab, fällt also als Bedienung aus.

Die zweite bringt gummibehandschuht einem älteren Herrn, der an einem der kleinen Tische sein Frühstück verzehren will, eine Tasse Kaffee. Auf seine Nachfrage hin geht sie gemächlich zurück zur Verkaufstheke holt seine Bonus-Pickerln, geht wieder langsam zu ihm, und im selben Tempo wieder zurück. Mittlerweile warten sechs KundInnen auf Bedienung.

Endlich beginnt sie die Leute vor der Brottheke zu bedienen. Statt mit den vorgesehenen Gebäckzangen nimmt sie die Weckerln mit den Fingern, die in den Plastikhandschuhen stecken.

Überflüssig zu erwähnen, dass damit selbstverständlich auch das Geld entgegengenommen wird, und dann der nächste Kunde auf dieselbe Art und Weise bedient wird... (ped, derStandard.at, 26.11.2011)


Geht's noch? / Geht doch! gibt auf subjektive Art und Weise Freude und Leid im Alltag der Lifestyle-Redaktion beim Essen, Trinken & Einkaufen wieder.

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  • Semmel, Geld, Bons, Weckerl - der Hygiene wegen Handschuhe tragen und dann erst alles damit angreifen?
    foto: standard/matthias cremer

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