Motorola war kein Schnäppchen für Google

Motorola gibt in einer US-Börsenmitteilung Einblicke in die Verhandlungen um den Kauf von Motorola Mobility

12,5 Milliarden US-Dollar bietet der Suchmaschinenriese Google für den defizitären Handyhersteller Motorola Mobility. Motorola gibt in einer Börsenmitteilung nun Einblicke in die Verhandlungen.

Google kommt auf Motorola zu

Laut der Mitteilung ist Google Mobile-Chef Andrew Rubin auf Motorola-Chef Sanjay Jha zugekommen, um mit ihm über den gescheiterten Nortel-Deal zu sprechen. Es wurde über die Auswirkungen des Deals auf das Android-Ökosystem diskutiert und wie das Motorola Mobility-Patentportfolio Google helfen kann. Auch ein möglicher Verkauf von Motorola Mobility an Google wurde bereits in den ersten Meetings besprochen.

40 statt 30 US-Dollar pro Aktie

Am 1. August machte Google Motorola ein Angebot von 30 US-Dollar pro Aktie. Für das Motorola Management war das Angebot jedoch zu niedrig und verlangte 43,50 US-Dollar. Am 9. August bot Google 37 US-Dollar pro Aktie, Motorola ging mit seinen Forderungen auf 40,50 US-Dollar herunter und noch am selben Tag einigten sich die beiden Parteien auf einen Kaufpreis von 40 US-Dollar pro Aktie. Damit muss Google 3 Milliarden US-Dollar mehr bezahlen, als ursprünglich geplant.

Wettbewerbsbehörde und Aktionäre am Ball

Nun liegt es an der US-Wettbewerbsbehörde (FTC) und den Motorola-Aktionären, ob der Deal tatsächlich über die Bühne gehen kann. Für Google wären die 17.000 Patente und 7.500 Patentanträge von Motorola Mobility wichtig, um das eigene Betriebssystem Android vor Klagen von Mitbewerbern zu schützen. (soc)

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